Ausflug nach Petrópolis
27. März in Brasilien ⋅ ☀️ 27 °C
Nur 400 Meter, allerdings steil bergab, befindet sich die berühmte Treppe Escadaria Selarón. Der in Chile geborene Künstler Jorge Selarón (1947–2013) begann 1989 mit der Neugestaltung der Treppe als „Hommage an das brasilianische Volk“ und betrachtete sie als ein lebendiges, niemals vollendetes Werk, denn immer wieder werden Fliesen ausgetauscht und neue hinzugefügt. Die 215 Stufen der Treppe auf einer Länge von 125 Metern sind mit mehr als 2.000 kunstvollen Fliesen aus ca. 60 Ländern verziert. Die Treppe ist das weltweit größte bildhauerische Werk eines einzelnen Künstlers. Das Lieblingsmotiv von Selarón war eine schwangere Frau, die er sehr oft verewigt hat. Die Treppe ist natürlich ein Touristenmagnet mit vielen Menschen. Deshalb gehen wir extra heute morgen gegen 8 Uhr hin, doch auch um diese Zeit sind schon einige unterwegs. Wir gehen weiter durch den Ortsteil Lapa bis zur Kathedrale. Die pyramidenförmige Kathedrale, die bis zu 5.000 Besucher fasst, ist eine wahre Hommage an die Moderne. Aufgrund ihrer klaren Linien und kühlen Eleganz ist die Kathedrale von Rio de Janeiro nicht unumstritten. Besonders beeindruckend sind die bunten Glasfenster, welche sich über 64 Meter hinweg erstrecken. Mit der seit den Olympischen Spielen 2016 eröffneten Straßenbahn fahren wir zum Busbahnhof Rodoviaria und nehmen den Bus nach Petrópolis. Die Fahrt führt uns durch atlantischen Regenwald bis auf 850 m Höhe. Dieser Ort in den Bergen mit seinem angenehmen Klima beherbergt die Sommerresidenz von Kaiser Dom Pedro II., das Mausoleum der Kaiserfamilie, den Palast, in dem die Abschaffung der Sklaverei gefeiert wurde. Außerdem gilt sie als Geburtsort des brasilianischen Bieres. Deshalb steuern wir als erstes die Brauerei Bohemia an, die bereits 1853 gegründet wurde. Leider gibt es keine Führung durch die Produktion. Dafür erfahren wir bei einem Rundgang die Historie der Brauerei inklusive Verkostung von drei verschiedenen Biersorten. Dabei schmeckt uns das Pilsen am besten. Wir besuchen noch die Hauptattraktion des Ortes, den Kaiserpalast des ehemaligen brasilianischen Kaisers Pedro II, der heute ein Museum beherbergt, das Museu Imperial. Mit übergroßen Filzpantoffeln schlürfen wir durch die Räume. Ausgestellt sind neben Mobiliar und Gemälden auch die Kronjuwelen. Wir essen noch eine Kleinigkeit und fahren mit dem Bus wieder zurück nach Rio. Vom Busbahnhof Rodoviaria fahren wir mit der Straßenbahn zurück ins Zentrum und mit einem Uber in unser Apartment.Weiterlesen




























Reisender
Ach ja,Rio war schon schön mit euch 😀😃
Gisela Hartmann👍🥰