Cantalloc, Cahuachi und Nasca-Linien
April 13 in Peru ⋅ ☁️ 25 °C
Wir fahren zum kleinen Flughafen von Nasca, da wir die berühmten Nascalinien aus der Luft betrachten möchten. Denn nur so können wir die Strukturen am besten erkennen. Der Andrang ist groß und da unser Bus nach Arequipa erst heute Abend um 22:30 Uhr abfährt, haben wir die Zeit, einen späteren Flug zu nehmen. Unsere Pässe werden schon mal kontrolliert und wir werden gewogen. Vor zehn Jahren galt dieser Flughafen als Todesflughafen. Mehrere Kleinflugzeuge sind hintereinander abgestürzt, so dass der Flughafen für ein Jahr geschlossen war. Es sind zwar immer noch dieselben Flugzeuge ( unseres ist über 40 Jahre alt), es wurde jedoch in die Sicherheit investiert. Die Maschinen werden regelmäßig gewartet und es wird auf die Gewichtsverteilung innerhalb des Flugzeuges geachtet. Damals kostete ein Flug nur 20-30 US$, heute mindestens 100. Um die Wartezeit zu überbrücken, wird unser Programm einfach zeitlich geändert. Wir fahren zu den Aquädukten von Cantalloc, ein beeindruckendes Beispiel antiker Ingenieurskunst, das mehr als 1.500 Jahre zurückreicht. Diese Aquädukte dienten der Wasserversorgung der Stadt und der Anbauflächen, auf denen die lokalen Bauern Kartoffeln, Bohnen, Mais und weitere Pflanzenarten anbauten. In der Umgebung wurden 46 Aquädukte entdeckt, von denen derzeit noch 32 in Betrieb sind, die sich durch ihre spiralförmige Gestalt sowie ihre Tiefe von 12 Metern auszeichnen. Sie wurden aus Steinen und Stämmen des Huarango-Baums errichtet – einer Baumart, die in diesen trockenen Gebieten wächst und für ihre Widerstandsfähigkeit gegen Wassererosion bekannt ist. Einen solchen über 400 Jahre alten Baum sehen wir auf unserem Weg zu der Pyramidenstadt Cahuachi. Diese gilt als die größte zeremonielle Lehmziegelanlage im präkolumbischen Amerika und kann nur über eine 24 Kilometer lange Schotterstraße durch die Wüste erreicht werden. Jahrhundertelang war diese Zeremonienstadt das spirituelle und politische Zentrum der Nazca-Kultur und wurde erst in den Jahren 1984 bis 1998 von italienischen Archäologen rekonstruiert. Das Areal enthält sechs aus luftgetrockneten Ziegeln errichtete Stufenpyramiden, von welchen die größte eine Höhe von rund 30 Metern aufweist. In den Bauwerken von Cahuachi wurden Keramiken, Knochen von Schafen und Hirschen, Tierohre und -schwänze sowie zahlreiche als Opfergaben hinterlassene menschliche Köpfe gefunden, die wir später im Museum Museo Didactico Antonini besichtigen können. Doch zuvor fahren wir zum Flughafen zurück, damit wir unseren Flug antreten können. Die Cessna 207A nimmt sechs Passagiere mit. Neben dem Piloten fliegt eine Reiseleiterin mit, die uns über Headset die jeweiligen Geoglyphen erklärt. Nach einer halben Stunde setzen wir zur Landung an. Ehrlicherweise müssen wir gestehen, dass uns die Landschaft mehr fasziniert als die nur schwer aus der Luft zu erkennenden Geoglyphen. Auf Empfehlung unseres Guides gehen in die Pollería Rico Pollo, also den "Wienerwald" von Nasca. Das Hähnchen ist wirklich gut und die Portion reichlich. Auf unserem Hotelzimmer warten wir auf die Abfahrt unseres Nachtbusse nach Arequipa.Read more

















Traveler
Wunderschön!
Gisela HartmannUnd unheimlich interessant👍
TravelerEinfach nur geil !!
Gisela Hartmann👍