Cruz del Condor und Fahrt nach Puno
April 17 in Peru ⋅ ☀️ 14 °C
Frühmorgens starten wir durch das Colca-Tal. Wir möchten heute unbedingt den Andenkondor sehen. Die beste Zeit dafür ist morgens, wenn die Sonne langsam über die umragenden Berge scheint. Der beste Platz für die Beobachtung ist der 45 Kilometer von Chivay entfernte Aussichtspunkt Cruz del Condor am mit 4.160 m tiefsten Canyon der Welt, dem Colca Canyon. Schon die Fahrt dorthin ist beeindruckend. Am Aussichtspunkt stehen schon viele Touristen, die sich dieses Naturschauspiel nicht entgehen lassen wollen. Wir warten auf den Flug der Kondore. Lange tut sich nichts. Dann fotografieren wir eben den verkleideten Kondor-Mann. Doch dann nach einer Stunde lassen sich die ersten Kondore blicken und es werden immer mehr, die über uns majestätisch ihre Kreise ziehen. Die Inkas glauben, dass Kondore heilige Vögel seien, die die irdische Welt mit der Welt der Götter verbanden. Viele ihrer Bauwerke waren diesem mächtigen Vogel gewidmet. Mit einer Flügelspannweite von bis zu 3,5 m und einem Gewicht bis zu 15 Kilogramm ist er ein ausgezeichneter Flieger, der enorme Entfernungen zurücklegen kann (bis zu 170 Kilometer ohne Flügelschlag, angetrieben von Luftströmungen). Er ernährt sich von Aas, das er aus großer Entfernung aufspüren kann. Die männlichen Vögel sind gut durch ihre weiße Halskrause zu erkennen. Doch irgendwann müssen wir weiter, denn bis zu unserem heutigen Ziel, der Stadt Puno am Titicacasee, sind es 340 Kilometer. Dafür benötigen wir mindestens fünf Stunden. Auf dieser Straße sind wieder viele Lastwagen unterwegs, es ist die Verbindungsstraße zwischen Pazifik in Peru und dem Atlantik in Brasilien. Zwischendurch stoppen wir in den kleinen Ort Maca, dessen Kirche Iglesia de Santa Ana 2017 durch ein Erdbeben zerstört wurde und seitdem sowohl außen als auch im Inneren abgestürzt werden muss. An einem Stand am Hauptplatz probieren wir erst die Kaktusfrucht, die sehr sauer ist, und für den Colca Sour verwendet wird. Als Cocktail wiederum schmeckt sie sehr gut. Auf der Straße begegnen uns immer wieder Alpakas, Lamas und die scheuen Vikuñas. An der Lagunas Lagunillas stoppen wir kurz für einen Ausblick auf den See, bevor wir über die Hochebene Altiplano fahren. Diese Hochebene liegt auf einer durchschnittlichen Höhe von 3.800 Metern über dem Meeresspiegel und reicht von Peru, über Bolivien, Chile bis nach Argentinien. Gegen 18 Uhr erreichen wir im Dunkeln die Stadt Puno, sodass wir nur einen kleinen Gang durch die Fußgängerzone machen.Read more





























Traveler
Tolle Condor Fotos.!
Traveler🥰
TravelerColca Canyon & Kondore, immer wieder Alpakas und dann Puno ...meine Zeitreise mit Euch geht weiter! Wie schön! 🤩
Gisela HartmannSchön, dass Du in Erinnerung schwelgen kannst.