• Titicaca-See

    April 18 in Peru ⋅ ☀️ 11 °C

    Wir fahren zum Hafen und besteigen unser Schiff für die heutige Bootstour auf dem Titicacasee. Der See ist 15 Mal so groß wie der Bodensee und fast so groß wie Korsika. Der größte Teil gehört zu Peru, der andere zu Bolivien. Er ist bis zu 280 m tief und der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Er liegt auf 3.800 Höhenmeter. Mehr als 25 Flüsse fließen in den See. Wir haben das ganze Boot für uns allein. Ein Besuch der schwimmenden Inseln der Uros darf natürlich nicht fehlen. Die Uros flohen einst vor den Inka auf den See und entwickelten diese schwimmenden Inseln als Schutz. Die Inseln werden aus der Wurzel einer Wasserpflanze, der Totora, geflochten. Die Männer sammeln saubere Wurzeln und knüpfen daraus große Inselplattformen, die jahrelang halten. Alle 20 Tage wird eine neue Wurzelschicht aufgetragen. Das Totora-Schilf wächst im Titicacasee und ist essbar. Andreas hat es probiert. Es schmeckt wie weicher roher Spargel. Damit die Inseln nicht wegschwimmen, werden sie mit Pfählen, Seilen und Steinen verankert. Der Anker wird in eine Tiefe von etwa drei Metern abgesenkt. Ludmilla empfängt uns und zeigt uns ihre kunsthandwerklichen Arbeiten. Mit dem Verkauf der gestickten Kissenhüllen, Decken, Ketten usw. und mit den Besuchen der Touristen bessern sie ihren Lebensunterhalt ein wenig auf. Außerdem dürfen wir einen Blick in ihr "Schlafzimmer" werfen, wo sie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern wohnen. Anschließend rudert sie uns auf die andere Uferseite, wo uns unser Guide Juan Carlos erwartet. Die Schiffstour zur Insel Taquile dauert zwei Stunden. Am Hafen steigen wir aus und überqueren die Insel auf einer kurzen Wanderung bis zum Taquile Playa. Die Isla Taquile ist bekannt für ihre Webkunst. Die Taquileños gehören zu den wenigen indigenen Gemeinschaften in Peru, die auf westliche Kleidung verzichten und ihre traditionelle Kleidung beibehalten. Im "Family Restaurant" mit Blick auf den Strand wartet eine leckere gegrillte Forelle auf uns. Und tatsächlich wagt sich eine Besuchergruppe in das 14 Grad kalte Wasser. Gemütlich fahren wir nach Puno zurück. Der Ort hat nicht viel mehr zu bieten als eine schöne Kathedrale. Ansonsten ist er Ausgangspunkt für die Touren auf dem Titicacasee.Read more