• Awana Kancha, Pisac und Zugfahrt

    April 23 in Peru ⋅ 🌫 13 °C

    Wir packen unsere Koffer, die im Hotel verbleiben, und nehmen nur unsere Rucksäcke für die nächsten drei Tage mit. Unser Guide Silvio von gestern holt uns ab und wir fahren in die Berge hoch zu der Alpaka- und Lamafarm Awana Kancha. Dort füttern wir die Alpakas und Lamas und lernen die Unterschiede zwischen Lamas, Alpakas, Guanacos und Vicuñas kennen. Sie alle gehören zur Familie der Kamele. Lamas sind größer und haben Bananenohren. Alpakas sind kleiner und haben ein dichteres Fell. Guanacos und Vicuñas sind Wildtiere. Anschließend erfahren wir viel über den Prozess des Spinnens und Färbens von Wolle, wobei natürliche Farbstoffe wie zu Zeiten der Inkas verwendet werden, um die Traditionen der andinen Textilkunst zu bewahren.
    Am Aussichtspunkt Mirador Tiray überblicken wir das Heilige Tal der Inkas, das auch Urubamba-Tal genannt wird. Es diente als wichtiger landwirtschaftlicher, spiritueller und politischer Knotenpunkt und zeichnet sich durch fruchtbares Land entlang des Urubamba-Flusses, malerische Dörfer und bedeutende archäologische Stätten wie Ollantaytambo und Pisac aus. Pisac ist unsere nächste Station. Diese bedeutende archäologische Stätte aus dem 15. Jahrhundert ist bekannt für ihre beeindruckenden weitläufigen Terrassenanlagen. In den Felswänden befinden sich hunderte von Grabhöhlen. Dabei handelt es sich um den größten vorspanischen Friedhof Amerikas. Wir fahren weiter nach Ollantaytambo. Der Ort ist sehr touristisch, da hier die Züge zum Machu Picchu abfahren. Auch wir haben für heute Abend ein Ticket. Am Bahnhof herrscht Chaos. Überall lange Schlangen. Der Zugang zum Bahnsteig verschlossen. Da wir ein 1. Klasse Ticket haben, dürfen wir gleich passieren. Die Waggons sind mit Buchstaben versehen, aber nicht logisch in einer Reihenfolge. Unser Platz ist im Panoramawaggon. Das nutzt uns aber wenig, denn es ist schon dunkel, als wir losfahren. Nach einer halben Stunde stoppt der Zug auf der eingleisigen Strecke und er bleibt auch für die nächsten eineinhalb Stunden dort stehen. Auf den Ausgleichsgleisen kommen nacheinander vier Züge entgegen. Damit kommen wir erst um 22 Uhr in Aguas Calientes an und unser Abendessen im Hotel fällt somit aus.
    Read more