• Cinque Terre

    October 19 in Italy ⛅ 23 °C

    Nach dem Regen in der letzten Nacht, haben wir nicht damit gerechnet, dass die Sonne scheint. Also verwirklichen wir unseren Plan, die Cinque Terre zu besuchen. Cinque Terre - das sind die fünf Fischerdörfer Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare. Die Häuser kleben eng am Felsen und sind am besten mit dem Zug zu erreichen. Alle Dörfer verbindet aber auch ein Küstenwanderweg, den wir vor Jahren schon einmal abgewandert sind. Heute fahren wir vom Bahnhof Sestri Levante mit dem Zug bis Riomaggiore, dem östlichsten der fünf Dörfer. Obwohl es schon Mitte Oktober ist, sind noch viele Touristen unterwegs. Wir möchten nicht wissen, wie es hier zur Hauptsaison ist. Vom Bahnhof Riomaggiore gehen wir durch den Tunnel und dann die enge Gasse hinunter zum kleinen Hafen. Wir überlegen, den Küstenweg Via dell’Amore nach Manarola zu gehen, aber dafür braucht man ein Zeitfenster und muss für die ca. 1,5 Kilometer 10 € pro Person zahlen. Und wir haben das Cinque Terre Bahnticket gekauft, mit dem wir zwischen den Orten hin und her fahren können. Uns lockt trotzdem das Schiff, das uns nach Manarola bringt. Dafür geben wir gern 10 € pro Person aus. Vom Anleger gehen wir den Spazierweg Via Belvedere zum Aussichtspunkt Manarola Punto panoramico mit schönem Blick auf die bunten Häuser, die auch hier eng aneinander stehen. Jeder Quadratmeter wird ausgenutzt. Der Küstenwanderweg nach Corniglia ist nach Erdrutschen und Schlammlawinen immer noch gesperrt, so dass wir den Zug nach Vernazza nehmen. Auch hier gehen wir als erstes hoch zum Vernazza viewpoint mit bestem Blick auf die Bucht, bevor wir in der Kirche
    Chiesa di Santa Margherita di Antiochia kurz innehalten. Die naturbelassene Kirche thront auf einem Felsen direkt am Meer. Auf der anderen Seite der Bucht steigen wir über steile Treppen hinauf zum Castello di Vernazza. Die Burganlage thront 70 Meter über dem Meer. Von hier überblicken wir die Küstenlinie bis nach Riomaggiore und auf der anderen Seite den Ort Vernazza. Über dieselben steilen Stufen geht es wieder hinab. Im Hafen ziehen die Fischer gerade ihre Boote an Land, da für morgen Starkregen und Böen bis 75 km/h angekündigt sind. Nach einer Stärkung mit einer Pizza fahren wir in das letzte der fünf Dörfer nach Monterosso, das nicht so spektakulär in den Felsen liegt, dafür aber einen schönen Strand hat. Und es ist das einzige Dorf, das mit dem Auto zu erreichen ist. Auf einer Landzunge gibt es einen Parkplatz, wo wir schon einmal mit dem Wohnmobil übernachtet haben. Zurzeit gibt es ein Verbot für Wohnmobile und eine Höhenbegrenzung von 2,70 m. Der Ort ist durch einen Felsen zweigeteilt. Denn anderen Teil kann man über einen Weg um den Felsen herum oder durch einen Tunnel erreichen. Hier gibt es mehrere Geschäfte und Restaurants. In der Dämmerung nehmen wir einen Zug zurück nach Sestri Levante. Und obwohl wir nicht gewandert sind, haben wir zu Fuß über 10 Kilometer zurückgelegt.
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