• Gisela Hartmann
  • Andreas Hartmann
Current
  • Gisela Hartmann
  • Andreas Hartmann

Alpentour mit Van und Motorrad 2026

Für den Saisonabschluss mit dem Motorrad starten wir mit unserem Van und Anhänger in die Schweiz, nach Frankreich und/oder Italien. Read more
  • 🇦🇹
    Currently in
    Zams

    Die Gärten von Schloss Trauttmannsdorf

    Yesterday in Italy ☀️ 13 °C

    Heute ist wirklich das angekündigte schöne Wetter. Wir ziehen los, erst einmal an den "Menschenbilder" an der Uferpromenade vorbei. Die Skulpturen zeigen bekannte Künstler, die entweder aus Meran stammen, Meran geprägt haben oder einfach nur auf der Durchreise waren. Am bekanntesten sind dabei Sissi und Franz Kafka. Wir gehen am der Wandelhalle vorbei. Dann wollten wir eigentlich zum Pulverturm, haben uns aber umentschieden und gehen zu den Gärten von Schloss Trauttmannsdorf. Der Weg zieht sich ganz schön hin. Da die Gärten am 08.11. erst einmal schließen, wird nur ein reduzierter Eintrittspreis von 10 Euro verlangt. Dieses Jahr haben sie 25 jähriges Jubiläum. Erst in 2001 wurden die Gärten als weitere Attraktion für Meran geschaffen. Jetzt ist halt nicht mehr so eine blühende Pracht wie im Sommer, dafür ist die Laubfärbung sehr schön. Über Rundwege erkunden wir die Gartenlandschaft und müssen dabei einige Höhenmeter zurücklegen, bis wir unten am Seerosenreich ankommen. Die Ausblicke auf die Gärten mit dem Panorama auf die umliegenden Berge bei diesem schönen Wetter begeistert uns einfach nur. Und auch hier steht eine Skulptur von Sissi, die zu Kuraufenthalten auf Schloss Trauttmannsdorf verweilte.
    Mit dem Bus fahren wir nach Meran zurück, bummeln noch ein wenig durch die Geschäfte und gehen zurück zum WoMo. Denn in der Sonne sind die Temperaturen sehr angenehm bei 19 Grad, aber sobald die Sonne verschwindet, ist es sehr frisch.
    Read more

  • Über Kaltern am See nach Meran

    November 4 in Italy ⛅ 13 °C

    Da für die nächsten zwei Tage 8 bis 9 Stunden Sonne vorhergesagt sind, fahren wir heute erst über eine sehr schmale Straße durch die Weinberge nach Kaltern am See und dann an der Etsch entlang nach Meran. Als einziger Stellplatz kommt für uns nur der Camperstop Merano infrage, da wir hier mit unserem Anhänger und der Länge sicher stehen. Außerdem ist es nur ein kurzer Fußweg an der Passer entlang bis zur Stadtmitte. Vor dem Kurhaus wird gerade ein riesiges Zelt aufgebaut, wo ab Freitag für drei Tage ein Weinfestival stattfindet. Es präsentieren sich dort hunderte von Winzern aus ganz Italien. Allerdings sind uns die Eintrittspreise von 70 bis 90 Euro pro Person und Tag viel zu hoch. Dann gehen wir auch hier zu den Arkadengängen, die hier Meraner Lauben heißen. Sie sind 400 Meter lang und damit die längste Laubengasse Südtirols. Vor 800 Jahren wurden die Lauben unter der Vorgabe gebaut, mindestens 100 Meter länger zu bauen als in Bozen. Anders als in Bozen gibt es hier unter den historischen Bögen neben Geschäften zahlreiche Restaurants und Cafés. Von dort gehen wir langsam zum Stellplatz zurück.Read more

  • Bozen, Oberbozen, Klobenstein und Erdpyramiden

    November 3 in Italy ☁️ 12 °C

    Das Wetter sieht ganz freundlich aus, es ist zwar sehr bewölkt, aber ab und zu möchte die Sonne rauskommen. Wir fahren wieder mit dem Zug nach Bozen. Vom Bahnhof ist es nicht weit bis zur Seilbahnstation. Jedes Mal, wenn wir mit unseren Motorrädern mit dem Autoreisezug hier angekommen sind, haben wir gegenüber die Rittner Seilbahnstation gesehen, sind aber noch nie damit gefahren. Heute bringt sie uns in 12 Minuten hoch nach Oberbozen. Oben angekommen sind wir etwas unentschlossen. In der Touristeninformation zeigt uns die Mitarbeiterin verschiedene Möglichkeiten auf. Wir entscheiden uns für die Rittner-Schmalspurbahn nach Klobenstein. Bereits 1907 gab es eine Straßenbahn, die vom Walther-Platz bis St. Magdelena fuhr. Eine Zahnradlok hat den Zug ca. fünf Kilometer die Steilstrecke mit 25 % Steigung hoch nach Maria Himmelfahrt geschoben. Von dort fährt die Rittner-Schmalspurbahn bis heute über Oberbozen nach Klobenstein. Erst 1966 wurde die Zahnradbahn durch die Seilbahn nach Oberbozen ersetzt. Vom Bahnhof Klobenstein führt uns ein schöner Wanderweg mit Panoramaausblick zu den Erdpyramiden. Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten Europas und die am besten ausgeformten. Bei der Entstehung von Erdpyramiden spielt das Klima eine entscheidende Rolle. Erdpyramiden bestehen aus kegelförmig aufgeschüttetem Lehm. Im trockenen Zustand sind sie hart. Bei Regen wird das umliegende Gestein immer weiter ausgewaschen, während darauf liegende Felsbrocken wie ein Regenschirm wirken. So wächst die Felsnadel weiter. Stürzt der Felsbrocken von der Felsnadel, ist diese ungeschützt und verschwindet bei Regen langsam. Vom Aussichtspunkt sehen wir nicht nur die Erdpyramiden, sondern haben einen fantastischen Blick auf die Dolomiten, den Langkofel und den Rosengarten. Es fehlt zum perfekten Panorama nur noch ein wenig Sonnenschein. Vom Bahnhof Klobenstein bringt uns die Schmalspurbahn und dann die Seilbahn nach Bozen zurück. Auf dem Weg in die Altstadt schauen wir in ein Haushaltswarengeschäft rein, das von oben bis unten in engen Gängen mit Waren vollgestellt ist. Wir gehen weiter bis zur Wirtshausbrauerei Bozner. Das Gebäude blickt auf eine 800 Jahre alte Geschichte zurück. Der Turm war der Stadtmauer vorgelagert. Danach beherbergte es ein Wirtshaus, dann ein Kaffeehaus, danach eine Hufschmiede, bevor es 1997 wieder ein Wirtshaus wird. Erst im Mai 2026 eröffnet hier nach aufwendiger Renovierung die erste Bozener Wirtshausbrauerei. Nicht nur das Bier schmeckt uns, auch die dreierlei Knödel und die Schlutzkrapfen sind sehr lecker. Mit dem Zug fahren wir nach Branzolo zurück.Read more

  • Von Molvenosee nach Branzolo und Bozen

    November 2 in Italy ⛅ 15 °C

    Der Molvenosee und das Brentagebirrge erstrahlen am Morgen im Sonnenschein. Dabei sind es jedoch nur sechs Grad. Und es geht noch höher hinauf bis zum Skiort Andalo, der um diese Jahreszeit verlassen wirkt. In St. Michael kommen wir in das Etschtal, links und rechts von Weinreben begleitet. Und dann wechselt es zu den Apfelplantagen. Die meisten Äpfel sind geerntet, nur eine Sorte von roten Äpfeln hängt noch an den Bäumen und wird gerade gepflückt. In Branzolo finden wir einen Parkplatz am Bahnhof. Dort sind in gekennzeichneten Bereichen einige Wohnmobile von Einheimischen abgestellt. Wir parken auf einer freien Fläche dahinter. Mit dem Zug sind es nur zwei Stationen bis zum Hauptbahnhof Bozen. Bei einem Rundgang kommen wir natürlich zum Walther-Platz, der nach dem mittelalterlichen Minnesänger Walther von der Vogelweide benannt ist und dessen Denkmal in der Mitte des Platzes steht. Doch ob er überhaupt einen Bezug zu Bozen hatte, ist ungewiss bzw. unwahrscheinlich. Auch das Wahrzeichen Bozens steht am Walther-Platz, der Bozener Dom Mariä Himmelfahrt. Und auch die 300 Meter langen Arkaden sind typisch für Bozen, die schon im 12. Jahrhundert in der Altstadt errichtet wurden. In den schmalen, aber tiefen Häusern befinden sich im Erdgeschoss diverse Geschäfte und noch einige Handwerksbetriebe. Nur einen kurzen Weg von der Altstadt entfernt befindet sich Schloss Maretsch inmitten von Weinreben. Leider können wir es nicht mehr besuchen, da es schon geschlossen hat. Wir gehen zurück und auf die Dachterrasse der Walther-Arkaden, einem neuen Shoppingcenter, wo wir einen fantastischen Blick auf den Rosengarten und die markanten Torri del Vajolet mit dem Alpenglühen einfangen können. Mit dem Zug sind wir in elf Minuten wieder am Van zurück.Read more

  • Vom Gardasee an den Molvenosee

    November 1 in Italy ☀️ 8 °C

    Heute schließt der Campingplatz San Nicolo und alle noch verbliebenen Camper können noch bis 14 Uhr auf dem Platz verbleiben. Wir nutzen noch einmal die Gelegenheit, um in der Sonne zu frühstücken. Weiter packen wir alles zusammen und stoppen kurz am Ausgang, weil gegenüber ein bunter VW-Bus mit offener Schiebetür steht. Bei genaueren Hinsehen entpuppt sich dieser als Eierautomat. Und da unsere Eier gerade alle sind, nehmen wir eine Packung mit. Doch nun geht es am Ostufer Richtung Norden. Hinter Malcesine machen wir am Ufer noch einmal in der Sonne einen Spaziergang, bevor wir in Torbolé endgültig den Gardasee verlassen. Bis Sarche fahren wir durch das Sarchetal. Auf der Weiterfahrt durch das Valle dei Laghi beeindrucken die Berge mit engen Tälern. Im Ort Molveno sind Wohnmobile offenbar nicht gern gesehen, überall Verbotsschilder. Deshalb fahren wir am Molvenosee zum Punto Panoramico, wo wir übernachten.Read more

  • Ölmanufaktur Veronesi und San Vigilio

    October 31 in Italy ☀️ 16 °C

    Noch einmal lockt das schöne Wetter zu einer kleinen Motorradrunde ins Hinterland durch die Weinreben und nach Lazise zur Ölmanufaktur Veronesi. Unser Essig- und Ölvorrat ist erschöpft, den wir hier wieder auffüllen. Und dann geht es zum Kaffeetrinken nach San Vigilio. Noch einmal in der Sonne sitzen und aufs Wasser schauen. Dazu einen Cappuccino und ein leckeres Stück Kuchen. Zum Sonnenuntergang sitzen wir noch einmal auf unserem Campingplatz am See. Anschließend verräumen wir unsere Stühle und verladen das Motorrad auf den Hänger, denn durch das Saisonkennzeichen bis Ende Oktober war das für dieses Jahr die letzte Fahrt. In der Nacht ist etwas Regen angesagt und morgen schließt der Campingplatz, so dass auch wir Bardolino verlassen werden. Zum Abschied gehen wir noch einmal in den Ort, wo uns heute zum Halloween einige Gruselfiguren begegnen. Im Restaurant Corte San Giovanni genießen wir Vitello Tonato, Macaroncini mit Garnelen und eine Pharmaschinken-Pizza. Das Dessert gönnen wir uns in der Eisdiele Cristallo mit einer riesigen Kugel Dubai-Schokoladeneis. Ein gelungener Abschluss in Bardolino.Read more

  • Motorradrunde nach Salo und Maderno

    October 30 in Italy ☀️ 16 °C

    Als erstes läuft die Waschmaschine auf dem Campingplatz, wir hängen schnell die Wäsche auf und starten dann zur kleinen Motorradtour zum südlichen Gardasee. Allerdings gefällt uns die Gegend im Süden um Sirmione und Desenzano del Garda nicht so sehr, so dass wir schnell weiter fahren. Erst in Salo wird es wieder schön. Um nicht die ganze Strecke zurückfahren zu müssen, nehmen wir die Fähre von Maderno nach Torri. Doch wir fahren nicht direkt zurück, sondern legen einen Stopp in Garda ein. Am kleinen Hafen geht gerade die Sonne unter, als wir einen Limoncello-Spritz genießen. Schnell fahren wir nach Bardolino zurück, grillen ein leckeres Steak unter der Geräuschkulisse der Lachmöwen.Read more

  • Motorradtour zum Wasserfall Cascata Varone

    October 29 in Italy ☀️ 17 °C

    Das Wetter lockt uns wieder zu einer Motorradtour. Zuerst nur die kurze Strecke bis nach Torri del Benaco zur Fähre, die uns in einer halben Stunde ans Westufer des Gardasees nach Maderno bringt. Wir stoppen kurz am Palazzo Villa Bettoni, der direkt am See liegt, aber leider geschlossen und nicht zu besichtigen ist. Allerdings können wir einen Blick auf den dazugehörigen Garten mit der großen Treppenanlage werfen. Die gesamte Anlage wird von der Straße durchtrennt. Wir fahren weiter Richtung Norden und biegen auf die kurvenreiche Straße nach Tignale ab. Wir kommen immer höher. Auf der Aussichtsplattform Terrazza Panoramica Fil haben wir einen fantastischen Ausblick auf den See und die Berge. In der Nähe liegt das Kloster Santuario di Montecastello, das nur über eine enge, sehr steile Straße erreichbar ist. In Limone erreichen wir wieder die Uferstraße. Über Riva del Garda kommen wir zum See Lago di Tenno. Dieser See gilt als einer der saubersten Süßwasserseen Italiens. Durch die Lichtbrechung und den hellen Boden erhält er sein türkisblaues Aussehen. Aus dem Tennosee entspringt der Wasserfall von Varone. Schon am Parkplatz des Wasserfalls werden wir darauf hingewiesen, dass wir besser ein Regencape mitnehmen sollten. Haben wir nicht dabei, also behalten wir unsere Motorrad Gore-Tex-Jacke an. Seit 1874 ist es möglich, den Wasserfall über Treppen und Pfade in einer unteren und in einer oberen Grotte zu sehen. Auf dem Weg dorthin ist ein schöner botanischer Garten angelegt. Vor über 20.000 Jahren hat sich diese Schlucht durch Erosion gebildet. Es gibt nur wenige Wasserfälle, die in so einer engen Schlucht in die Tiefe stürzen. Wir gehen zuerst in die untere Grotte. Über Metallstege gelangen wir durch die enge Schlucht, wo der fast 100 m hohe Wasserfall auf die Erde stürzt. Hier werden wir durch die Gischt das erste Mal nass. Dann gehen wir zur oberen Grotte. Durch einen Tunnel sehen wir wie das Wasser in einen Trichter stürzt. Und hier werden wir durch heruntertropfendes Wasser und dichten Sprühnebel richtig nass. Doch es lohnt sich, es ist ein faszinierender Anblick: diese Wassermassen in dieser engen Schlucht. Auf dem Rückweg trockne ich mir auf der Toilette unter dem Händetrockner erst einmal die Haare. Von hier fahren wir über Torbolé am Westufer direkt nach Bardolino zurück.Read more

  • Lazise und Peschiera mit dem Schiff

    October 28 in Italy ☀️ 16 °C

    Wieder frühstücken wir in der Sonne und gehen dann zum Anleger in Bardolino. Es kommt dasselbe kleine Schiff S. Martino, mit dem ich gestern Abend zurückgefahren war. Das Schiff ist gut besetzt, viele wollen nach Sirmione fahren. Wir steigen beim nächsten Halt in Lazise aus. Es ist noch voller als gestern, weil heute Markt ist. Überall sind Stände aufgebaut, an der Uferpromenade und in den Gassen. Hauptsächlich werden Bekleidung, Schuhe und Ledertaschen angeboten, nur vereinzelt auch Lebensmittel wie Käse, Olivenöl, Schinken und Salami. Ein Stand bietet seine Produkte zum Probieren an. Bei der leckeren Salami können wir nicht widerstehen, es muss eine mit. Nach einem Cappuccino nehmen wir die Fähre nach Peschiera. Wir sind zwar schon einige Male hier gewesen, aber die Festungsmauer haben wir noch nicht bestiegen. Es wird Zeit, dies nachzuholen. Die Festung ist vollständig von den Wasserkanälen des Flusses Mincio umgeben, der der natürliche Abfluss des Gardasees ist. Um in die historische Altstadt zu gelangen, gibt es zwei Stadttore, die Porta Verona und die Porta Brescia mit der historischen Brücke. Innerhalb der Altstadt prägen Cafés, Restaurants und Geschäfte das Bild. An einem der Kanäle nehmen wir im Pavillon Restaurant einen Aperitif mit Blick auf die Ponte dei Voltoni, bis die Sonne hinter den Häusern verschwindet. Mit der Fähre legen wir im Sonnenuntergang ab und kommen leider erst in der Dämmerung wieder in Bardolino an.Read more

  • Lazise und Monte Baldo

    October 27 in Italy ☀️ 16 °C

    Während ich zu Fuß den Küstenweg nach Lazise nehme, ist Andreas mit dem Motorrad zum Monte Baldo unterwegs. Auf halber Strecke nach Lazise komme ich zum kleinen Ort Cisane, wo heute eigentlich Markt sein soll. Doch als ich ankomme, sind keine Stände zu sehen. Die Marktsaison ist hier anscheinend vorbei. In Lazise sind zur Mittagszeit fast alle Tische in den Restaurants besetzt. Nach einem Rundgang durch die Gassen nehme ich das Schiff nach Bardolino zurück.
    Die Motorradtour führt Andreas auf die Monte-Baldo-Höhenstraße über Spiazzi und zum höchsten Punkt hinter dem Monte Baldo auf 1.650 m. Dabei genießt er tolle Panoramablicke in der herbstlichen Landschaft und auf den Gardasee Richtung Riva und Limone sowie im Süden nach Sirmione. Der Rückweg führt ihn durch das südliche Etsch-Tal (Vallagarina) mit vielen Apfelplantagen und Weinreben (122 km) .
    Fast zeitgleich kommen wir beide wieder auf unserem Campingplatz an und genießen gemeinsam den Sonnenuntergang.
    Read more

  • Torri del Benaco

    October 26 in Italy ⛅ 14 °C

    Schon beim Frühstück in der Sonne genießen wir den Blick auf den See. Und deshalb verbringen wir hier den Tag bis zum frühen Nachmittag. Dann zieht es uns doch noch zu einer kleinen Motorradrunde. Nach dem Ort Garda kommen wir am Punto San Vigilio vorbei. Diese Landzunge ist zu recht eines der meistfotografierten Motive am Gardasee. Die Natursteinhäuser neben den Zypressen und Olivenbäumen mit dem kleinen Hafen passen einfach perfekt in die Landschaft. Dort am kleinen Hafen in der Sonne zu sitzen und einen Cappuccino zu genießen, ist ein Highlight. Das heben wir uns für einen anderen Tag auf und schicken heute nur die Drohne hin. Den Cappuccino trinken wir in Torri del Benaco. Schon von weitem sehen wir die imposante Burg Castello Scaligero. Vor der Burg ist die Anlegestelle der Autofähre zum Westufer nach Maderno. Wir gehen zum Hafen und durch die Fußgängerzone. Einige Restaurants sind noch geöffnet und haben ihre Tische auf Plattformen auf dem See schön eingedeckt. Hier ist es allerdings wesentlich beschaulicher als in Bardolino, es sind viel weniger Gäste vor Ort. Von hier fahren wir direkt wieder zurück. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang.Read more

  • Bardolino Gardasee

    October 25 in Italy ☁️ 14 °C

    Nach den vielen Eindrücken und kulinarischen Genüssen lassen wir es heute langsam angehen. Von der Cantina Stefano Brutti sind es nur 25 Kilometer bis zum Gardasee. Auf dem kommunalen Campingplatz San Nicolo bekommen wir einen schönen Platz und genießen die letzten Sonnenstrahlen direkt am See. Durch die Zeitumstellung auf Winterzeit letzte Nacht geht die Sonne leider schon um 17:15 Uhr unter.Read more

  • Richtung Verona

    October 24 in Italy ⛅ 16 °C

    Am Morgen liegt das größte Binnenschiff Italiens, die Motonave Stradivari, im Sonnenlicht. Das Schiff liegt fest am touristischen Flusshafen Lido Po in Boretto und bietet regelmäßig Flussfahrten auf dem Po an. Morgen startet es wieder, wie jeden Sonntag um 12 Uhr, zu einer Nachmittagstour. Wir fahren noch eine Weile am Po entlang und nehmen dann die Autobahn Richtung Verona. Bei einem größeren Supermarkt füllen wir unsere Vorräte wieder auf. Und dann setzen wir unsere kulinarische Reise fort, denn wir fahren zu einem Stellplatz auf dem Weingut Cantina Stefano Brutti. Sehr herzlich werden wir von Stefano auf italienisch begrüßt. Die Verständigung auf italienisch/portugiesisch klappt ganz gut, doch auch Julia aus Deutschland ist dabei, die bei der Übersetzung unterstützt. Die Eltern von Stefano hatten hier einen landwirtschaftlichen Betrieb mit mehreren hundert Kühen, bevor sie sich endgültig dem Weinanbau widmeten, früher verkauften sie nur ihre Trauben. Aus dem ehemaligen Kuhstall ist nun das Weinlager geworden. Die Weine werden zum Teil in Stahlstanks und zum anderen Teil in Amphoren ausgebaut. Alle von uns probierten Weine (Weiß, Rosé und Rot) schmecken sehr gut. Zur Weinprobe gibt es eine sehr leckere Vesperplatte. Bevor wir morgen weiterfahren, werden wir noch ein wenig Wein einkaufen. Mehr Platz haben wir leider nicht. Danke an Stefano für die Gastfreundschaft.
    https://www.stefanobrutti.it/de
    Read more

  • Modena und Enzo Ferrari

    October 23 in Italy ☁️ 18 °C

    Auf unserem Weg kommen wir nach Sassuolo und durch eine riesiges Industriegebiet, denn Sassuolo ist die weltweite Hauptstadt der Keramikproduktion. Schon im 18. Jahrhundert wurde die noch heute aktive Keramikfabrik Marco Corona wegen der lokalen Tonvorkommen gegründet. Mehrere Konzerne produzieren hier rund 80 % der italienischen Fliesen und exportieren in die ganze Welt. Wir fahren weiter, wir wollen uns heute Modena anschauen. Dafür parken wir außerhalb in Baggiavara und nehmen wieder den Zug. Vom Hauptbahnhof stehen wir den Piazza Roma mit dem Palazzo Ducale an, ein schöner offener Platz mit Springbrunnen. Am nächsten Platz, den Piazza Grande, besteigen wir mit 200 Stufen den Torre Ghirlandina, ein Wahrzeichen der Stadt Modena. Errichtet wurde als Glockenturm der angrenzenden Kathedrale. Sein Glockenklang signalisierte die Öffnung der Stadtmauern und rief die Bevölkerung in Zeiten der Gefahr zusammen. Der Turm ist durch zwei Bögen mit der Kathedrale, den Duomo di Modena, verbunden, die wir anschließend besichtigen. Nebenan im Rathaus, dem Palazzo Comunale, sehen wir den berühmten Eimer, der aus dem Eimerkrieg Modenas mit Bologna aus dem Jahre 1325 stammt. In Italien herrschte eine tiefe politische Spaltung. Die beiden rivalisierenden Stadtstaaten lagen permanent im Clinch. Obwohl die Truppen aus Bologna zahlenmäßig überlegenen überlegen waren, stahlen die Soldaten aus Modena einen einfachen hölzernen Brunnenkübel aus der Stadt und nahmen ihn als Kriegstrophäe mit nach Hause. Aber es gibt noch mehrere sehenswerter Räume in diesem Palazzo. Doch wir wollen uns nicht nur alte Mauern anschauen, schließlich gibt es hier das Enzo Ferrari Museum. In einer großen Halle mit einem knallgelben Aluminiumdach in Form der Motorhaube eines Grand Prix Wagens aus den 50er Jahren stehen mehrere Ferraris aus verschiedenen Jahrgängen. Auf einer großen Leinwand wird zwischendurch das Leben von Enzo Ferrari dokumentiert. Nebenan ist in dem historischen Stadthaus, in dem Enzo Ferrari 1898 geboren wurde, heute die Motorenausstellung untergebracht. Mit dem Zug fahren wieder zurück und danach noch weiter über die Autobahn und bis nach Boretto. Auf einem Parkplatz direkt am Fluss Po bleiben wir für die Nacht.Read more

  • Aceto Balsamico

    October 23 in Italy ☁️ 19 °C

    Nach einer ruhigen Nacht auf dem Parkplatz schauen wir uns ein wenig um, bevor wir an einer Führung teilnehmen. Seit 1871 wird in vierter Generation auf der Azienda Agricola Leonardi Giovanni hochwertiger Balsamico produziert. Auf den eigenen Weinbergen wachsen die Rebsorten Trebbiano di Modena (weiß) sowie Lambrusco (rot), aus deren Trauben Wein und aus dem Most der Aceto Balsamico entsteht. Wir nehmen an einer Führung Teil, die durch das Fasslager für den Aceto Balsamico führt. Nachdem die Trauben gepresst und gefiltert sind, wird der Traubenmost in offenen Stahlkesseln über 36 bis 48 Stunden eingekocht, bis der Most auf die Hälfte reduziert und eingedickt ist. Der abgekühlte, gekochte Most wird in die Fasslager unter den Dachböden gebracht. Die großen Temperaturschwankungen - im Sommer heiß und im Winter kalt - sind für den Reifeprozess extrem wichtig. Die oben offenen, mit einem Leinentuch abgedeckten Holzfässer sind der Größe nach absteigend sortiert. Durch unterschiedliche Holzarten bekommt der Essig seine jeweils besondere Note. Der älteste hier lagernde Essig ist 100 Jahre oder länger greift. Im Winter wird vom kleinsten Fass ein gewisser Anteil für den Verkauf entnommen und sodann mit dem Essig des zweitkleinsten Fasses wieder aufgefüllt. So wird mit den anderen Fässern ebenfalls verfahren. Der echte Aceto Balsamico Tradizionale di Modena DOP muss mindestens 12 Jahre gereift sein. Im Fasslager erhalten wir eine Kostprobe von verschiedenen, unterschiedlich lang gelagerten Acetos, von 24, 30 und einem 100 Jahre alten. Eine kleine Flasche des letztgenannten kostet mehrere hundert Euros. Und natürlich gibt es einen Verkaufsladen mit all den schönen kleinen Flaschen.Read more

  • Parmaschinken bei Salumificio La Perla

    October 22 in Italy ⛅ 17 °C

    Gestern Abend sind wir auf dem Parkplatz des Parmaschinken-Herstellers La Perla in Langhirano angekommen. Heute ist die Sicht von hier oben auf dem Hügel ausgezeichnet. Wir schauen auf den Fluss Parma und sehen in der Ferne bis zum Gardasee und zum Monte Baldo. Und der ist von hier Luftlinie 140 Kilometer entfernt. Es handelt sich bei der "La Perla' um einen Familienbetrieb in dritter Generation, wobei es einer der kleineren Betriebe ist, die Parmaschinken und Prosciutto Crudo herstellen. Der Unterschied zwischen beiden besteht darin, dass der Parmaschinken strengen Anforderungen unterliegt und nur aus Schweinefleisch und Salz besteht, der Prosciutto Crudo kann überall hergestellt werden auch mit unterschiedlichen Gewürzen. Parmaschinken darf ausschließlich in der Region Langhirano hergestellt werden. Für die Produktion werden nur bestimmte Schweinerassen aus Nord- und Mittelitalien verwendet. Die Schweine sind mindestens neun Monate alt und wiegen ca. 160 kg. Der Schinken wird mit Meersalz eingerieben, ruht bei hoher Luftfeuchtigkeit 18 Tage, bevor eine Belüftungsphase von 80 Tagen beginnt. Dann wird das Salz abgewaschen und der Schinken zum Trocknen aufgehängt. Die Mindestreifezeit beträgt 12 Monate, kann aber auch bis zu 36 Monate oder länger betragen. Sodann sticht ein unabhängiger Prüfer mit einer Pferdeknochennadel an fünf verschiedenen Stellen den Schinken an und prüft den Duft. Erfüllt der Schinken die Kriterien, bekommt er das fünfzackige Qualitätssiegel, das Herzogs-Krone-Siegel. Auch hier gibt es nach der Führung wieder eine Verkostung. Neben dem Schinken bekommen wir noch Parmesankäse mit Balsamicoessig und ein Glas Lambrusco. Nachdem wir so gestärkt sind, fahren wir über kleine, sehr schlechte Straßen Richtung Modena. Ziel ist ein traditioneller Hersteller von Aceto Balsamico in Magreta di Formigine, die Azienda Agricola Leonardi Giovanni, die ein Herz für Camper haben und uns kostenfrei auf ihrem Parkplatz übernachten lassen.Read more

  • Rundgang in Parma

    October 21 in Italy ⛅ 19 °C

    Nach unserem Besuch der Käserei fahren wir in den Ort Collecchio zurück, wo wir auf einem großen Parkplatz unser Wohnmobil abstellen. Um der Parkplatzsuche in Parma zu entgehen, fahren wir mit dem Zug. In nur 13 Minuten sind wir am Hauptbahnhof in Parma. Bis zur historischen Altstadt ist es nicht weit und schon nach kurzer Zeit stehen wir auf der Piazza Duomo. Das Innere der Kathedrale ist beeindruckend, wobei im Mittelschiff keinerlei Bestuhlung ist. Dies ist traditionell bedingt, damit die Architektur und Fresken besser zur Geltung kommen. Nur temporär werden Stühle aufgebaut. Gleich neben dem Dom steht ein großer achteckiger Sakralbau, das Baptisterium San Giovanni. Durch enge Gassen und Fußgängerzonen kommen wir zum historischen und politischen Zentrum der Stadt mit dem Rathaus und dem Palazzo del Governatore. An der Fassade befindet sich eine Besonderheit. Wegen der Statue der Jungfrau Maria wurde die Sonnenuhr in zwei Hälften geteilt. Der obere Teil zeigt die Vormittagsstunden, der untere den Nachmittag. Dort sind 14 Städtenamen aus der ganzen Welt aufgeführt, an denen man ablesen kann, wann dort der Mittag erreicht wird. Das Theater Teatro Regio Parma hätten wir uns gern von innen angeschaut, aber leider gibt es heute keine Führung. Zum Schluss gehen wir zum Palazzo della Pilotta. Dieser riesige Gebäudekomplex beherbergt mehrere Kulturstätten und Museen. Dahinter befindet sich die Ponte Verdi über den Fluss Parma, wo wir nur ein leeres Flussbett sehen. Nach so vielen historischen Gebäuden haben wir uns eine Stärkung verdient. In der Salumeria Garibaldi Srl Parma, einem Delikatessengeschäft, stehen drei kleine Tische bereit. Neben Coppa und Parmaschinken wollen wir unbedingt den Culatello di Zibello probieren. Dabei handelt es sich um das magere, knochenlose Herzstück des Schinkens. Neben Salz sind nur Pfeffer und Knoblauch als Gewürz zugelassen. Das Fleisch wird in eine natürliche Schweineblase eingenäht und zwei Jahre gelagert. Da aus einer ganzen Schweinekeule nur ein Culatello di Zibello gewonnen werden kann, beträgt der Kilopreis bis zu 140 €. Nun fahren wir mit dem Zug zurück nach Collecchio und mit unserem Van 25 km zu unserem nächsten Übernachtungsplatz in Langhirano.Read more

  • Produktion Parmigiano

    October 21 in Italy ☀️ 22 °C

    Von unserem Parkplatz in Collecchio fahren wir am historischen Torbogen Arco del Bargello vorbei, der zu einem Privatbesitz führt. Bis zur Käserei Caseificio Montecoppe sind es nur 2 Kilometer, wo wir eine Führung mit Verkostung gebucht haben. Außer uns sind keine weiteren Kunden da, so dass wir exklusiv durch die Produktion gehen können. Unsere Route beginnt bei den großen Kupferkesseln, die mit abends gemolkener und frischer Morgenmilch gefüllt sind. Unter Zugabe von Lab und natürlicher Molke wird die Milch dick. Der Käsemeister zerkleinert die Masse mit einer sogenannten Spino (Käseharfe) zu kleinen Körnern. Nun wird sie auf ca. 55 Grad erhitzt, wodurch die sich am Kesselboden absetzt. Die schwere Käsemasse wird halbiert, mit Tüchern durch eine Art Gabelstapler aus dem Kessel gehoben und in Plastikformen gegeben. Durch ein perforierte Band erhält jeder Laib den Namen, das Datum und Käsereinummer in der Rinde. Nach ein bis zwei Tagen kommen die Laibe auf ein Regal, das in ein großes Salzbad gehoben wird. Dort verbringen sie 18 Tage. Das Wasser in diesem "Swimmingpool" wurde seit dem Bau in 2016 noch nie gewechselt, immer nur aufgefüllt und der Salzgehalt konstant gehalten. Im Kalender ruhen die Laibe mindestens 12 Monate. Der Prüfer klopft mit einem Metallhammer auf die Laibe, wobei je nach Alter der Klang variiert. Nur einwandfreie Laibe erhalten das offizielle DOP-Zeichen. Danach gehen wir mit unserer netten Begleitung Beatrice über das weitläufige Gelände zu den Stallungen, wo sich 300 Kälber und 300 Milchkühe befinden. Es werden hier zwei verschiedene Rassen gehalten, nämlich die "Braune Kuh" und die "Italian Frisona", wobei die Milch unterschiedliche Proteingehalte haben und gemischt werden. Und da die Kühe jeden Tag zweimal gemolken werden, läuft die Produktion auch 365 Tage im Jahr. Und dann kommen wir zum wichtigsten: Der Verkostung. Auf dem Teller bekommen wir vier Kostproben. 12, 24, 60 und 100 Monate gereifter Parmesan. Der 12 Monate ist sehr mild, der 24er hat uns am besten geschmeckt, 60 ist schon etwas heftiger, sehr geschmackvoll. Der 100er ist und etwas zu kräftig und schon mit kleinen Kristallen versehen. Mit der dazu gereichten Kürbismarmelade wiederum ist er sehr angenehm. Dazu gab es einen gekühlten leichten Lambrusco.Read more

  • Arrivederci Mediterraneo

    October 20 in Italy 🌧 20 °C

    Noch ein kurzer Blick über Sestri Levante und dann verlassen wir das Mittelmeer. Auch weil für ganz Ligurien eine Wetterwarnung mit Starkregen mit 150 bis 200 l angekündigt ist. Wir fahren Richtung Norden über kurvige Straßen an kleinen Bergdörfern vorbei. Und wir kommen noch einmal über einen Pass, den Passo Di Cento Croci mit 1.055 m, wo wir Ligurien verlassen und jetzt die Emilia Romagna erkunden. Und gleich danach werden wir mit einem Plakat willkommen geheißen im Land von Parmigiano Reggiano. Durch das schöne Taro-Tal gelangen wir nach Collecchio, wo wir am Sportplatz einen Platz zum Übernachten finden und beim einsetzenden Regen noch einen Rundgang machen.Read more

  • Cinque Terre

    October 19 in Italy ⛅ 23 °C

    Nach dem Regen in der letzten Nacht, haben wir nicht damit gerechnet, dass die Sonne scheint. Also verwirklichen wir unseren Plan, die Cinque Terre zu besuchen. Cinque Terre - das sind die fünf Fischerdörfer Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso al Mare. Die Häuser kleben eng am Felsen und sind am besten mit dem Zug zu erreichen. Alle Dörfer verbindet aber auch ein Küstenwanderweg, den wir vor Jahren schon einmal abgewandert sind. Heute fahren wir vom Bahnhof Sestri Levante mit dem Zug bis Riomaggiore, dem östlichsten der fünf Dörfer. Obwohl es schon Mitte Oktober ist, sind noch viele Touristen unterwegs. Wir möchten nicht wissen, wie es hier zur Hauptsaison ist. Vom Bahnhof Riomaggiore gehen wir durch den Tunnel und dann die enge Gasse hinunter zum kleinen Hafen. Wir überlegen, den Küstenweg Via dell’Amore nach Manarola zu gehen, aber dafür braucht man ein Zeitfenster und muss für die ca. 1,5 Kilometer 10 € pro Person zahlen. Und wir haben das Cinque Terre Bahnticket gekauft, mit dem wir zwischen den Orten hin und her fahren können. Uns lockt trotzdem das Schiff, das uns nach Manarola bringt. Dafür geben wir gern 10 € pro Person aus. Vom Anleger gehen wir den Spazierweg Via Belvedere zum Aussichtspunkt Manarola Punto panoramico mit schönem Blick auf die bunten Häuser, die auch hier eng aneinander stehen. Jeder Quadratmeter wird ausgenutzt. Der Küstenwanderweg nach Corniglia ist nach Erdrutschen und Schlammlawinen immer noch gesperrt, so dass wir den Zug nach Vernazza nehmen. Auch hier gehen wir als erstes hoch zum Vernazza viewpoint mit bestem Blick auf die Bucht, bevor wir in der Kirche
    Chiesa di Santa Margherita di Antiochia kurz innehalten. Die naturbelassene Kirche thront auf einem Felsen direkt am Meer. Auf der anderen Seite der Bucht steigen wir über steile Treppen hinauf zum Castello di Vernazza. Die Burganlage thront 70 Meter über dem Meer. Von hier überblicken wir die Küstenlinie bis nach Riomaggiore und auf der anderen Seite den Ort Vernazza. Über dieselben steilen Stufen geht es wieder hinab. Im Hafen ziehen die Fischer gerade ihre Boote an Land, da für morgen Starkregen und Böen bis 75 km/h angekündigt sind. Nach einer Stärkung mit einer Pizza fahren wir in das letzte der fünf Dörfer nach Monterosso, das nicht so spektakulär in den Felsen liegt, dafür aber einen schönen Strand hat. Und es ist das einzige Dorf, das mit dem Auto zu erreichen ist. Auf einer Landzunge gibt es einen Parkplatz, wo wir schon einmal mit dem Wohnmobil übernachtet haben. Zurzeit gibt es ein Verbot für Wohnmobile und eine Höhenbegrenzung von 2,70 m. Der Ort ist durch einen Felsen zweigeteilt. Denn anderen Teil kann man über einen Weg um den Felsen herum oder durch einen Tunnel erreichen. Hier gibt es mehrere Geschäfte und Restaurants. In der Dämmerung nehmen wir einen Zug zurück nach Sestri Levante. Und obwohl wir nicht gewandert sind, haben wir zu Fuß über 10 Kilometer zurückgelegt.
    Read more

  • Sestri Levante

    October 18 in Italy 🌧 21 °C

    In der Nacht regnet es und wir legen einen Tag Pause ein und schauen uns den Ort Sestri Levante an. In der Fußgängerzone haben einige Geschäfte geöffnet, obwohl heute Sonntag ist. Als erstes steuern wir den kleinen Sandstrand an, die Baia del Silenzio - Bucht der Stille. Eine Bar lädt mit ihren Stühlen und Tischen direkt im Sand zu einem Aperitif geradezu ein. Am Ende der Bucht sitzt die Bronzestatue eines Fischers, der sein Netz auswirft, die Statua "il pescatorello" 7von Leonardo Lustig. Da Sestri Levante auf einer kleinen und schmalen Halbinsel liegt, gibt es auf der anderen Seite den weitläufigen Strand Baia delle Favole. Ein berühmter Besucher der Stadt war H. C. Andersen, der hier Inspirationen zu seinen Märchen fand. Ihm zu Ehren findet jedes Jahr ein dreitägiges Andersen Festival statt mit Artisten, Clowns und Zauberern.
    Während bei uns schönes Wetter ist, sehen wir Richtung Genua dunkle Wolken aufziehen, die uns zum Glück nicht erreichen. Da der COOP auch heute am Sonntag geöffnet ist, kaufen wir noch ein. Als wir im Van sind, fängt es doch noch an zu regnen.
    Read more

  • Mit dem Zug nach Genua

    October 17 in Italy ☁️ 22 °C

    Unser Van steht gut auf dem Parkplatz, so dass wir zum Bahnhof gehen und den Zug nach Genua nehmen. Nach 35 Minuten kommen wir an und stehen vor dem Hauptbahnhof auf der Piazza Acquaverde vor dem Hauptmonument von Christoph Columbus, der in Genua geboren wurde. Wir kommen zur Via Garibaldi, wo sich die prächtigsten Paläste der Stadt befinden. Diese Paläste sind überwiegend in Privatbesitz und nicht zugänglich. Allerdings erfahren wir in der Touristeninformation, dass heute Rolli Days sind, wo die Türen der Paläste geöffnet werden. Allerdings gibt es einen Haken: für eine Führung muss man sich vorher online anmelden und diese sind lange vorher ausgebucht. Der Palazzo Doria Tursi, der neben dem Palazzo Bianco und Palazzo Rosso liegt, und gleichzeitig als Rathaus fungiert, ist jedoch für alle zugänglich. Auch wenn wir die dort untergebrachte Geige Paganinis nicht besichtigen durften. Dafür sehen wir die Statue der "Reuigen Magdalena" aus weißem Marmor. Mit einem historischen Aufzug kommen wir zum Belvedere Castelletto und genießen den Panoramablick über die Altstadt bis zum Hafen. Wir fahren mit dem Aufzug wieder hinunter und gehen zur Piazza de Ferrari mit dem Opernhaus und dem gewaltigen Bühnenturm. Davor steht die Reiterstatue des Freiheitskämpfers Giuseppe Garibaldi. Wir schreiten durch das Porta Soprana und stehen vor dem kleinen Casa Columbus. Nebenan ist ein kleiner sehenswerter Kreuzgang. Zum Abschluss gehen wir noch zum antiken Hafen. Der Porto Antico ist sehr schön restauriert mit angenehmen Restaurants und einem Bigo Ascensore Panoramico. Diese Kabine wird auf 40 Meter hochgezogen und bietet durch ihre Drehung einen 360 Grad Rundumblick. Nun treten wir den Rückweg zum Bahnhof an. Der Zug bringt uns pünktlich nach Arenzano zurück. Aber wir wollen noch weiterfahren. Dafür wählen wir die Autobahn, um Genua zu umgehen. Dabei kommen wir auch über die Brücke, die nach dem Zusammensturz 2018 neu aufgebaut wurde. Wir fahren bis Sestri Levante, wo wir einen tollen Sonnenuntergang erleben.Read more

  • Wir fahren weiter bis Arenzano

    October 16 in Italy ☁️ 21 °C

    Wir frühstücken noch einmal in der Sonne und packen alles zusammen. Das Motorrad haben wir gestern schon aufgeladen. Wir fahren weiter an der Küste entlang, immer wieder mit tollen Ausblicken auf das Meer und die kleinen Ortschaften. Wir umfahren die Stadt Savona und finden schließlich in Arenzano auf einem Parkplatz direkt am Meer einen Übernachtungsplatz. Arenzano liegt auf halber Strecke zwischen Savona und Genua. Über die schöne Uferpromenade mit ihrem bunten Häusern kommen wir zur Villa Sauli Pallavicino mit dem gleichnamigen Park. Das schlossartige Gebäude gehört der Gemeinde und ist seit 1981 Sitz des Rathauses. Am Bahnhof schauen wir kurz, wann morgen die Züge nach Genua abfahren, bevor wir in die historische Altstadt gehen. An der Piazza Colombo mit dem Brunnen nehmen wir einen Aperitif und schlendern weiter durch die Altstadt und zurück zum Parkplatz.Read more

  • Kleine Motorrunde ins Hinterland

    October 15 in Italy ⛅ 22 °C

    Die einzige Insel an der ligurien Küste: Isola Gallinara. Der Name leitet sich von Hühnern (Galina) ab, die in der Römerzeit auf der Insel lebten. Jetzt ist die Insel Naturschutzgebiet und Heimat für Silbermöwen. Am Meeresboden wurde 1950 ein römisches Schiff gefunden. Die Insel selbst darf nicht betreten werden, aber sie ist ein Ziel für Taucher, für die 1998 auf dem Meeresgrund eine Christusstatue aufgestellt wurde. Wir fahren lieber auf der Straße weiter nach Zuccarello. Der Ort liegt am Fluss Neva. Die einzige Straße, die durch den Ort führt, wird von Arkaden flankiert, unter denen sich die Eingänge zu den Wohnhäusern befinden. In der Nähe der Kirche laden zwei Restaurants zur Rast ein. Nur ein paar Kurven weiter kommen wir nach Castelvecchio di Rocca und erspähen die Burg der Clavesana, Castello dei Clavesana. Sie ist im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden, aber sie ist wunderschön eingebettet in die Landschaft und unbedingt einen Fotostopp wert. Über Tairano kommen wir wieder an die Küste, wo wir uns noch den Ort Ceriale anschauen. Das ist netter kleiner Ort mit einer schönen Seebrücke. Und Gisy findet hier einen Frisiersalon. Den lauen Abend verbringen wir bei 21 Grad wieder unter der Markise.Read more

  • Grotte di Toirano und Albenga

    October 14 in Italy ☁️ 23 °C

    Heute wollen wir eine schöne Motorradtour ins Hinterland unternehmen. Zuerst geht es an der Küste entlang, bis wir nach Toirano abbiegen, wo wir uns die sehr kleine mittelalterliche Altstadt anschauen. Kurz danach erreichen wir die Grotte di Toirano, die nur mit einer Führung besichtigt werden kann. Ein etwas steiler Weg führt zum Eingang hinauf. Diese Karsthöhlen wurden erst 1950 entdeckt. Der Weg durch die Höhle führt an verschiedenen Sälen vorbei, wobei uns immer wieder neue Eindrücke ins Erstaunen versetzen. Die Felswände bestehen aus Kalkstein und Dolomitgestein. Dann wieder erstrahlen die Stalakmiten und Stalaktiten in strahlendem Weiß. Die rötliche oder rostbraune Verfärbung vieler Tropfsteine und Wände ist dem Eisenoxid geschuldet. Bekannt ist die Grotte auch für die Höhlenbärenknochen und für die außergewöhnlichen Spuren der Wanderung einer kleinen Gruppe von Homo sapiens, die die Höhle vor etwa 14.000 Jahren erkundeten. Durch einen Tunnel gelangen wir in eine zweite Höhle, die Grotte von St. Lucia. Nach zwei Stunden, 1,3 Kilometern und 400 Stufen hat uns das Tageslicht wieder. Das hat länger gedauert, als wir vermutet hatten. Für unsere Rundtour ist es nun etwas zu spät. Also fahren wir zurück und schauen uns nur noch die Altstadt von Albenga an. Bekannt ist Albenga für die große Ansammlung von Geschlechtürmen, wie es sie sonst nur in San Gimignano gibt. Der höchste Turm misst 31 Meter. An der Küste fahren wir zurück, kaufen noch kurz bei Lidl ein, grillen ein Rinderfilet und verbringen einen lauen Abend unter der Markise.Read more