• Bozen, Oberbozen, Klobenstein und Erdpyramiden

    November 3 in Italy ☁️ 12 °C

    Das Wetter sieht ganz freundlich aus, es ist zwar sehr bewölkt, aber ab und zu möchte die Sonne rauskommen. Wir fahren wieder mit dem Zug nach Bozen. Vom Bahnhof ist es nicht weit bis zur Seilbahnstation. Jedes Mal, wenn wir mit unseren Motorrädern mit dem Autoreisezug hier angekommen sind, haben wir gegenüber die Rittner Seilbahnstation gesehen, sind aber noch nie damit gefahren. Heute bringt sie uns in 12 Minuten hoch nach Oberbozen. Oben angekommen sind wir etwas unentschlossen. In der Touristeninformation zeigt uns die Mitarbeiterin verschiedene Möglichkeiten auf. Wir entscheiden uns für die Rittner-Schmalspurbahn nach Klobenstein. Bereits 1907 gab es eine Straßenbahn, die vom Walther-Platz bis St. Magdelena fuhr. Eine Zahnradlok hat den Zug ca. fünf Kilometer die Steilstrecke mit 25 % Steigung hoch nach Maria Himmelfahrt geschoben. Von dort fährt die Rittner-Schmalspurbahn bis heute über Oberbozen nach Klobenstein. Erst 1966 wurde die Zahnradbahn durch die Seilbahn nach Oberbozen ersetzt. Vom Bahnhof Klobenstein führt uns ein schöner Wanderweg mit Panoramaausblick zu den Erdpyramiden. Die Rittner Erdpyramiden sind die höchsten Europas und die am besten ausgeformten. Bei der Entstehung von Erdpyramiden spielt das Klima eine entscheidende Rolle. Erdpyramiden bestehen aus kegelförmig aufgeschüttetem Lehm. Im trockenen Zustand sind sie hart. Bei Regen wird das umliegende Gestein immer weiter ausgewaschen, während darauf liegende Felsbrocken wie ein Regenschirm wirken. So wächst die Felsnadel weiter. Stürzt der Felsbrocken von der Felsnadel, ist diese ungeschützt und verschwindet bei Regen langsam. Vom Aussichtspunkt sehen wir nicht nur die Erdpyramiden, sondern haben einen fantastischen Blick auf die Dolomiten, den Langkofel und den Rosengarten. Es fehlt zum perfekten Panorama nur noch ein wenig Sonnenschein. Vom Bahnhof Klobenstein bringt uns die Schmalspurbahn und dann die Seilbahn nach Bozen zurück. Auf dem Weg in die Altstadt schauen wir in ein Haushaltswarengeschäft rein, das von oben bis unten in engen Gängen mit Waren vollgestellt ist. Wir gehen weiter bis zur Wirtshausbrauerei Bozner. Das Gebäude blickt auf eine 800 Jahre alte Geschichte zurück. Der Turm war der Stadtmauer vorgelagert. Danach beherbergte es ein Wirtshaus, dann ein Kaffeehaus, danach eine Hufschmiede, bevor es 1997 wieder ein Wirtshaus wird. Erst im Mai 2026 eröffnet hier nach aufwendiger Renovierung die erste Bozener Wirtshausbrauerei. Nicht nur das Bier schmeckt uns, auch die dreierlei Knödel und die Schlutzkrapfen sind sehr lecker. Mit dem Zug fahren wir nach Branzolo zurück.Read more