• Kaya Kinondo Sacred Forest

    27. december 2025, Kenya ⋅ ☁️ 29 °C

    Wer uns kennt, weiß, dass wir es nie lange auf der Sonnenliege aushalten… 🤔

    Vom Hotel lassen wir uns heute den Ausflug zum Kaya Kinondo organisieren (unser Reiseveranstalter hat das tatsächlich nicht auf die Reihe gekriegt 🤷‍♀️). Also heißt es heute schon wieder früh aufstehen (wie wir es mittlerweile gewöhnt sind in Kenia, hat auch dabei so einiges nicht recht funktioniert..).

    Die Kaya sind Waldgebiete und verlassene Siedlungen des Volks der Mijikenda an der Küste von Kenia. Die Überreste verwandelten sich in heilige Orte der Ahnenverehrung. Komitees von Stammesältesten sorgen seither dafür, dass die umgebenden Wälder erhalten werden. Durch diese Praxis sind die Kayas inzwischen fast die einzigen Bereiche in der Küstenregion, wo die einst reiche Bewaldung nicht durch Landwirtschaft und Besiedlung verschwunden ist. 2008 wurden zehn der etwa 50 bekannten Kayas von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Zu recht möchte man sagen, wenn man von dem Spaziergang zurückkommt…

    Man darf keinen Hut, muss aber schwarz tragen im heiligen Wald. Am Eingang gibt es eine Art Kapelle, um sich zu sammeln und zu fühlen, ob man sich für das Betreten des heiligen Bereiches bereit fühlt. In der Mitte steht ein heiliger Baum, den man umarmen darf, um ihm einen Wunsch zu sagen.

    Unser Guide Abdul ist eigentlich muslimisch, praktiziert als Mitglied des Stammes der Digo, eines der „9 Siedlungen“, was Mijikenda wörtlich übersetzt bedeutet, auch diese alte Naturreligion. Spannend…

    Der Kaya Kinondo steht auf ehemaligem Meeresgrund, der Boden besteht aus Korallen, heißt, die Bäume können nicht in die Tiefe wurzeln. Abgesehen vom Spirituellen ist der Wald ein Hort der Biodiversität. Schmetterlinge umflattern uns, Zikaden singen. Im Zwielicht sehen wir ein (nachtaktives) Buschbaby. Einfach schön….
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