• Shibuya

    9 marzo, Giappone ⋅ ☀️ 10 °C

    Was fehlt uns noch in Tokyo? Vermutlich eine ganze Menge, unmöglich dieser Stadt in 2 Tagen gerecht zu werden. Was wir aber unbedingt noch brauchen, ist ein Eindruck des modernen Tokyo. Also geht’s von Ueno aus mit der Metro nach Shibuya.

    Zuallererst besuchen wir die Bronzestatue von Hachiko. Hachiko war ein japanischer Akita-Hund, der in Japan noch heute als Inbegriff der Treue gilt. Adoptiert als Haustier 1924 von Hidesaburō Ueno, einem Professor an der Kaiserlichen Universität Tokio, holte der Hund sein Herrchen jeden Tag, wenn dieser von der Universität zurückkam, am Bahnhof Shibuya ab. Dies setzte er unbeirrt fort, auch nachdem der Professor am 21. Mai 1925 während einer Vorlesung starb, und zwar täglich bis zu seinem eigenen Tod zehn Jahre später. Hachiko war schon zu Lebzeiten landesweit bekannt und die Achtung vor Hachikō fand ihren Höhepunkt in der Errichtung einer Bronzestatue an der Westseite des Bahnhofs im Jahr 1934, deren Einweihungszeremonie auch Hachikō beiwohnte.

    Nach Hachikō ist auch der Ausgang des Bahnhof Shibuya genannt, an der die Shibuya Crossing liegt, die mit etwa 2500 gleichzeitig die Straße überquerenden Personen die meistfrequentierte Querungsanlage der Welt sein soll.

    Um uns das ganze auch von oben anzusehen, nutzen wir eine Bar, die für umgerechnet ca. 10 Euro Eintritt pro Person die Aussicht inklusive Drink verkauft. Nachdem ein junger Kollege dem Ritter unbedingt das Trendgetränk Macha Latte ans Herz gelegt hat, ist das die Gelegenheit. Riecht irgendwie nach Bergwiesenheu, schmeckt aber ganz gut.

    Nach diesem Erlebnis ist Zeit für eine Mittagspause: wir gehen Ramen essen. Ausgesucht und bezahlt wird außen am Automaten. Gegessen wird drinnen an der langen Theke. Es gibt nur ein Gericht, Oisen Ramen, Nudelsuppe halt, mit mehr oder weniger Beilagen.

    Wir gehen noch ein kleines bisschen shoppen und machen uns dann auf den Rückweg zum Schiff. Dabei kommen wir auf Daiba durch einen Park, der 2020 Teil des Olympiageländes war. Dort finden wir „Unicorn Gundam“, eine riesige, bewegliche Animefigur.
    Leggi altro