• Kananaskis Wildnerness Hostel

    Jul 30–31, 2023 in Canada ⋅ ☁️ 19 °C

    *Verfasst von Kelly

    Wir kommen am frühen Abend in Kananaskis Village an. Kurz bevor wir bei unserer Unterkunft sind, sehen wir einen wunderschöner Hirsch. Er steht einige Meter von der Straße entfernt im Wald und schaut entspannt zu uns rüber. Wir halten kurz am Straßenrand, so wie alle das hier machen, wenn sie Wildtiere in der freien Natur erblicken, und versuchen, den Hirsch zu fotografieren. Leider stehen wir kurz hinter einer Kurve und Henne hat statt des Blinkers direkt die Warnblinkanlage angemacht, was die sehr hilfsbereiten Kanadier direkt auf uns aufmerksam macht. Statt also in Ruhe den Hirsch zu filmen, müssen wir mehreren besorgten Kanadiern, die neben unserem Auto halten, erklären, dass wir keine Autopanne haben und lediglich ein Wildtier beobachten. Henne wird schnell nervös, weil wir so nah hinter einer Kurve halten und fährt weiter, während die, die uns angesprochen haben, unseren Platz am Straßenrand einnehmen, um ihrerseits den endlos entspannten Hirsch im Wald aufzunehmen. Wir fahren also weiter, sehr zu meiner Enttäuschung - ich hätte so gern noch weiter geguckt - und kommen bald darauf im Wilderness Hostel an. Wir werden direkt herzlich begrüßt und bekommen eine kurze Einweisung, wie es hier abläuft. Als alles geklärt ist, frage ich, welches Tier wir gerade gesehen haben und ob es sich tatsächlich um einen Hirsch handelt. Die Gastgeberin googelt kurz und vergleicht mein Foto mit Bildern aus dem Internet. Sie stellt überrascht fest, dass es sich um ein Wapiti gehandelt hat und nicht um einen Hirsch. Überrascht daher, weil die hier wohl nicht so oft gesehen werden. Wir freuen uns über unsere Entdeckung und lauschen den Geschichten der anderen Hostelbewohner, die ihre Tiersichtungen mit uns teilen: An den vergangenen zwei Abenden sei ein Bär am Hostel gesichtet worden. Am Abend zuvor war er wohl neugierig am Lagerfeuer vorbeigeschlichen. Das hat uns direkt ein bisschen in Aufregung versetzt, und den restlichen Abend schaue ich immer wieder verstohlen aus dem Fenster, in der Hoffung, einen Bären zu erblicken. Leider bleibt er in der Sicherheit des dunklen Waldes verborgen, und wir machen es uns bald darauf auf dem Sofa bequem, erfreuen uns am WLAN und futtern noch ein paar Schoko-Schildkröten 🐢

    Wie die Wanderung zu den Ribbon Falls am nächsten Tag verläuft bzw. ausufert und wie es mir mit meiner Höhenangst auf über 2.000 Höhenmetern geht, erfahrt ihr im nächsten Beitrag 😁
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