• Ewiges Feuer und Salzberge

    September 21 in Romania ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir lassen Siebenbürgen hinter uns und fahren wieder in die Karpaten. Die für seine geologischen Wunder bekannte Region Buzau ist unser Ziel. Wir verlassen bald die Hauptstraße und über kleinste Schotterstraßen kommen wir nach Terca. Hier führt uns eine Wanderung zu einem seltenen Phänomen. Flammen züngeln hier aus der Erde Ein Schauspiel, das uns begeistert. Inmitten von grünen Wiesen findet sich ein unbewachsener Bereich, an dem mehrere Feuer brennen.Das Lebende Feuer von Lopătari ist ein geologisches Phänomen und gilt als Geschenk der Natur. Seine Entstehung erklärt sich durch das Austreten von Erdgas aus dem Erdinneren, das sich beim Kontakt mit Quarzkristallen an der Oberfläche entzündet. Da das viel zu trivial klingt, haben mal nachgeforscht. Und tatsächlich verbinden die Einheimischen dieses Phänomen mit verschiedenen Legenden. Eine der Bekanntesten erzählt von einem vielköpfigen Drachen, der Flammen aus seinen Nüstern spieh und das Dorf Terca verwüstete. Ein mutiger Bergsteiger stellte sich dem Drachen entgegen, und die abgefallenen Köpfe brannten weiter. Klingt doch viel einleuchtender 😉. Zurück an der Hoppetosse geht es mit einigem Geschockel weiter zu den Salzbergen. Geologisch gesehen handelt es sich bei dem Phänomen um ein Urmeer, welches durch Landhebung isoliert wurde und eintrocknete. Später haben sich andere Schichten durch die Bildung der Karpaten darüber gelegt. Da Salz geologisch das Bestreben hat aufzusteigen, durchdringt es lokal die Erdschichten und kristallisiert an der Oberfläche aus. Das Ergebnis ist ein wunderschöner und besonderer Ort. Wir haben gestaunt und waren total begeistert, einige hundert Meter durch das Flussbett zu wandern und all die Formen zu bewundern.Read more