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.....wohin der Wind uns weht..

..........Eine Europareise vom Norden in den Süden entlang des Ostens und weiter ........ Read more
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    🇷🇴 Ghețari, Rumänien

    Hortobagy

    September 10 in Hungary ⋅ ☀️ 31 °C

    Auf unserer Reise Richtung Süden wollten wir die Slowakei und Ungarn diesmal nicht intensiv bereisen. Daher gibt es hier nur einen kleinen Eindruck von der Puszta Ebene (Ungarn 🇭🇺), in der wir Halt gemacht habe. Der Hortobágy Nationalpark liegt im Herzen des eurasischen Steppengürtels und bringt alles, was für uns die Puszta ausmacht, auf den Punkt. Endlose Weite unterbrochen durch weiße Farmen, Rinderherden und Kanäle. Auf eine dunkle Seite der Geschichte sind wir in Hortobágy gestoßen. Hier mahnt ein Kreuz an die Verstorbenen und Entrechteten des Zwangsarbeitslagers, das zur Sowjetzeit von 1950 bis 1953 bestand hatte.
    "......wichtig, daran zu erinnern, was Menschen anderen Menschen im „Dienst“ einer Ideologie an Grausamkeit, an Unmenschlichkeit antun können." (Zitat aus : https://www.kas.de/de/web/ungarn/publikationen/…)
    Text Gedicht:

    Hortobágy

    Du eilige Zeit, was hast du uns gegeben? Du hast unser Land gestohlen, du hast unser Leben gestohlen. Ein halbes Jahrhundert voller Lügen ist unser Lebensunterhalt. Gottes Fluch, die Last liegt schwer auf uns.

    In den 1950er Jahren litten Tausende unter den stürmischen Winden im Ödland von Hortobágy

    Beobachtet mit den Augen eines ewigen, mutigen Adlers aus Holz. Jeden Tag herrschten sie über unsere großartigen Kinder.

    Hier gab es keine Gnade, weder ein Kind noch einen Betreuer. Die Wahrheit ist elend im Schicksal der Sklaverei,

    Du Bauer wirst wissen, wo die Grenze ist, wenn du wie ein Hund vor mir davonläufst

    So ging es weiter, bis es kam. 56 Die Hoffnung auf ein neues Leben ist nun gegeben.

    Er litt unter Hunderten und Tausenden von Schmerzen und trug das Kreuz von Hortobágy bis zu seinem Tod.

    Istvan Svil Erdélyi
    I
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  • Zakopane

    September 8 in Poland ⋅ ☁️ 15 °C

    Die Hohe Tatra ist der alpine Touristen-Hotspot Polens, genauer gesagt ist es Zakopane. Es trägt zwei inoffizielle Bezeichnungen, die bereits die Bedeutung der Ferienregion treffend bezeichnen: Hauptstadt der Tatra und Winterhauptstadt Polens. Die Stadt zählt jährlich rund drei Millionen Besucher, damit kommen auf einen Einwohner etwa 100 Touristen. Der Tatra-Nationalpark verzeichnete 2016 3,5 Millionen offizielle Eintritte. Hin und hergerissen wissen wir nicht so recht, ob der ganze Trubel zu uns passt. Ein guter und günstiger Stellplatz gibt den Ausschlag und nach der ersten ruhigen Nacht befinden wir uns schon mittendrin auf einer wunderschönen Wanderung zum schwarzen Gąsienicowa-See. 19 km mit 900hm Aufstieg. Mittendrin befinden wir uns auch im "Touristen-Almauftrieb", vielleicht hätten wir die Staumeldungen beachten sollen 🤪. Obwohl wir die Alpen kennen und wissen was los ist, wenn gefühlt halb München nach Garmisch fährt, waren wir auf den Andrang unter der Woche nicht eingestellt. Trotz allem finden wir immer wieder schöne Aussichten, wo wir die Natur in Ruhe genießen konnten. Und was sollen wir sagen? Eine ganz tolle Wanderung und die Mühen des Wanderns 🥾🥾 haben sich gelohnt. Wir freuen uns, dass wir nach Zakopane gekommen sind und die Hohe Tatra zu Fuß erkunden konnten.Read more

  • Warhola City oder Medzilaborce

    September 5 in Slovakia ⋅ ☁️ 23 °C

    Nach einem kleinen Ausflug auf die slowakische Seite der Berge stolpern wir in eine riesige Party. Hunderte von Menschen warten im Klang von elektronischer Musik vor einem kubistischen Gebäude.Die Neugierde treibt uns, an mehr herauszufinden. Mit einer gigantischen Lightshow wird hier die Wiedereröffnung des Andy Warhol Museum gefeiert. Mit Hunderten von Drohnen werden Motive, die mit seinem Leben in Verbindung stehen, in den Nachthimmel. gezeichnet Wow!!!! ( https://youtu.be/8fQqWBdzOFY )Da wir auch schon schön parken, beschließen wir, hier zu bleiben und am nächsten Morgen in das Museum zu gehen. Zwar als Andrew Warhola 1927 in Pittsburgh geboren stammen seine Eltern aber aus der Gegend von Medzilaborce. Nach seinem Tod haben sich die Brüder dafür eingesetzt, dass 1991 dieses Museum in der Heimatregion der Familie eröffnete. Es befasst sich mit der Emigration der Familie 1921 bis zu Andy's Tod 1987. Sein künstlerisches Schaffen sowie andere Künstler, die mit ihm in Verbindung standen, werden gezeigt. Auch wenn wir vor dem Besuch wenig mit Warhol zu verbinden wussten, hat uns das Museum sehr angesprochen. Sein Lebenslauf vom Werbezeichner zur avangardistischen Pop Art Ikone , seine Factory Phase seine Ansichten und Techniken. Ein inspirierendes Museum 👍👍👍
    Wer noch mehr wissen möchte : https://www.daskreativeuniversum.de/andy-warhol…
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  • Die Holzkirchen in den Karpaten

    September 4 in Poland ⋅ ⛅ 21 °C

    In den niederen Beskiden, nahe der slowakischen Grenze, stoßen wir auf die Holzkirchen-Route. Viele dieser Bauwerke, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, sind mehr als nur Gebäude; sie sind Zeitzeugen einer vergangenen Epoche und ein Beweis für die außergewöhnlichen Fähigkeiten der damaligen Baumeister. Ihre Entstehung reicht Jahrhunderte zurück, in eine Zeit, in der Holz das dominierende Material war. Jedes Holzstück, jeder Schnitz und jede Malerei erzählt eine Geschichte von Handwerk, Tradition und Glauben. Die Baumeister, oft lokale Handwerker, vermittelten ihr Wissen von Generation zu Generation, und so entstanden Kirchen, die bis heute beeindrucken. Wir bestaunen diese Kirchen, die zum Teil häufiger ihre Konfession gewechselt haben, von griechisch-katholisch, über römisch-katholisch und polnisch-orthodox. Eingebettet in eine grandiosen Berglandschaft ist jede Kirche ist auf ihre Art einzigartig und es lohnt sich, sie sich anzuschauen.Read more

  • Im Land der Wölfe

    September 3 in Poland ⋅ ☁️ 22 °C

    Nach vielen Wochen ohne nennenswerte Berge freuen wir uns, in den Waldkarpaten anzukommen. Hügel bis 800 m kommen uns wie Berge vor. Dazu dichte Laubwälder und Felsen bringen Abwechslung in unser Reiseleben, das die letzten Wochen von Mooren, lichten Nadelwäldern und Flusslandschaften geprägt war. So machen wir uns auf zu einer herrlichen Wanderung im Magurski Nationalpark zu einem leider fast ausgetrockneten Wasserfall und schönen Teufelsfelsen. Wölfen sind wir keinen begegnet aber man kann sich gut vorstellen, dass sie in diesen abgelegenen Wäldern ihr Zuhause haben.Read more

  • Sandomierz

    September 1 in Poland ⋅ ☁️ 29 °C

    Von Zamość fahren wir nach Westen zu dem malerisch über der Weichsel gelegem Sandomierz. Auch wenn wir uns nach dichten Wäldern und Bergen sehnen, wollen wir noch das Örtchen besuchen. Ein Stellplatz unter Apfelbäumen lässt uns zur Ruhe kommen. Da der Stellplatz auch Fahrräder verleiht, hat die Hoppetosse mal Ruhetag. Das heutige Stadtbild der Altstadt geht im Wesentlichen auf die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts zurück. Die Altstadt war damals von einer Stadtmauer umgeben. Über steile Treppen steigen wir zum Rynek,dem Hauptplatz. Idyllisch, wie ein Elsässer Dörfchen kommt es uns vor. Denn auch Wein wird hier im lösshaltigem Boden angebaut. Der Löss sorgt aber auch für geologische Besonderheiten, es bilden sich kleine tief eingeschnittene Täler. Ein solcher Hohlweg bringt uns dann hinab zur Weichsel und wieder zu unseren Rädern.Read more

  • Zamość

    August 30 in Poland ⋅ ☁️ 20 °C

    Fast 100 km sind es von Lublin nach Zamość nahe der ukrainischen Grenze. 100 km auf denen es nicht viel zu sehen gibt. Umso mehr überrascht uns das Renaissance Städtchen. Gefühlt sind wir in Italien 🇮🇹 angekommen. Was uns eigentlich nicht verwundern darf. Ihren Namen verdankt die Stadt ihrem Gründer Jan Zamoyski, der u. a. in Padua studiert hatte Die Stadt wurde ab 1578 nach den Vorstellungen des venezianischen Baumeisters Bernardo Morando im Stil der italienischen Renaissance erbaut, was ihr den Namen "Padua des Nordens" einbrachte. Seit 1992 ist sie UNESCO-Weltkulturerbe. Die Stadt veranschaulicht die Vermischung der Architekturtraditionen Italiens und Mitteleuropas. Lebensfroh kommt uns die Stadt von der ersten Minute vor, stolpern wir doch in ein Stadtfest mit Livemusik. Wir flanieren durch die Straßen und bestaunen die gut restaurierten Häuser. Später gehen wir dann noch lecker, wie könnte es hier auch anders sein, italienisch essen. Antipasti, Pizza und Vino Rosso passen hier einfach besser als Pierogie, Sauerrahm und Bier. Den nächsten Vormittag nehmen wir uns noch, um alles im Detail zu betrachten. Die Arkaden, die Kirchen, die blumengeschmückten Hinterhöfe, die armenischen Kaufmannshäuser, die gewaltigen Festungsmauern und und und ...Eine wirklich besuchenswerte Stadt, die uns besonders in Erinnerung bleibt.Read more

  • Lublin

    August 29 in Poland ⋅ ☁️ 24 °C

    Am Abend erreichen wir Lublin und starten direkt zu einem Stadtrundgang durch die erleuchteten Gassen der Altstadt. Bekannt als „Tor zum Osten“ und einst Zentrum jüdischen Lebens, bietet die Stadt heute eine Mischung aus Renaissance-Architektur, moderner Kultur und kreativer Szene. Eine Kunstinstallation von leuchtenden Heißluftballons zeigt vergangene und zukünftige Kulturhauptstädte. Überall pulsiert das Leben und wir fallen erst spät ins Bett. Früh sind wir aber wieder wach, denn als Camper weiß man, dass die Stellplatzbeschreibung unvollständig ist, wenn morgens um 5 Uhr um einen herum Marktstände errichtet werden.🤪 Ein bisschen umparken und dann gibt es noch eine Mütze voll Schlaf. Nach Kaffee und Markteinkauf (wir haben es ja nicht weit) , erkunden wir alle Winkel und Gässchen der tollen Stadt. Lublin, im Verhältnis zu Krakau oder Warschau eher unbekannt, hat aber viel zu bieten und wir können einen Besuch nur empfehlen.Read more

  • Berg der Kreuze # 2

    August 28 in Poland ⋅ ⛅ 23 °C

    Unser Weg führt uns weiter Richtung Lublin. In dem agrarwirtschaftlichen Gebiet fahren wir durch kleine Straßendörfer, in denen die Zeit still zu stehen scheint. Die Sehenswürdigkeiten liegen hier weit auseinander. So fahren wir fast 100km bis zum heiligen Kloster Grabarka, welches auf einem bewaldeten Hügel liegt. Drei Kirchen stehen auf dem Gelände, umgeben von dichten Reihen hölzerner Kreuze, die von Pilgern aus verschiedenen Ländern mitgebracht wurden. Der Ort zieht jährlich tausende orthodoxe Pilger an, die hier besonders am 19. August zum Fest der Verklärung des Herrn zusammenkommen. Viele Gläubige hinterlassen hölzerne Kreuze auf dem Gelände, die als persönliche Opfergaben und Zeichen der Frömmigkeit dienen.
    Einer Legende zufolge hatte ein ungenannter Einwohner von Siemiatycze,während einer Choleraepidemie eine Offenbarung. Ihm wurde gesagt, der einzige Ausweg sei, mit einem Kreuz den Berg Grabarka zu besteigen. Er erzählte seinen Traum dem Pfarrer der unierten Gemeinde, Pater Paweł Smoleński, der den Traum als göttliche Offenbarung erkannte und die Bevölkerung zu einem Hügel führte, aus dem ein Bach entsprang. Diejenigen, die von dem Bach tranken, überlebten. Der Legende nach starb danach niemand mehr an der Krankheit. Im selben Jahr errichteten die Überlebenden auf dem Berg eine Holzkapelle als Dank für ihr Leben. Die Quelle besteht noch heute und wird von Pilgern aufgesucht auch wir haben dort Wasser geschöpft und die spirituelle Atmosphäre genossen. Jetzt geht es aber weiter nach Lublin.
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  • Das Land der offenen Fensterläden

    August 27 in Poland ⋅ ⛅ 21 °C

    Das Land der offenen Fensterläden ist eine kleine, malerische Reiseroute durch das Herz der Region Podlachien. Rund um das Dorf Trześcianka verzaubern die farbenfrohen Kirchen sowie die mit bunten Fensterläden und Ornamenten geschmückten Bauernhäuser. Tief verwurzelt in der Region ist der orthodoxe Glaube, so gibt es sogar auf einer Insel im Überflutungsgebiet des Flusses Narew ein kleines Eremiten Kloster. Die Narew, die aufgrund des niedrigen Wasserstandes recht zahm wirkt fließt, mäandrirend durch große Überflutungsflächen.Wir erkunden die Dörfer mit Freude bieten sie doch Abwechslung in der sonst agrawirtschaftlich monotonen Landschaft. Auch der Nähe zu Weißrussland ist man sich aufgrund der militärpolizeilichen Kontrollen und Fahrzeuge bewusst. Eine schöne Region, die wir gern besucht haben.Read more

  • Berg der Kreuze und Kloster Supraśl nicht !

    August 26 in Poland ⋅ ☀️ 20 °C

    Berg der Kreuze scheint hier im Osten kein festes Reiseziel eher eine Umschreibung. Bei vielen Reisenden steht ja der Berg der Kreuze in Litauen fest auf dem Programm. Schade, dass unser Weg dort nicht vorbeiführte. Aber als wir sahen, dass es bei Bialystok den Góra krzyży gibt, mussten wir vorbeischauen, auch wenn es in Polen noch weitere Berge der Kreuze gibt. Im Jubiläumsjahr 2000 begann man mit der Aufstellung von Votivkreuzen auf dem Hügel neben der Kirche, heute genannt der „Berg der Kreuze“. Das höchste dieser Kreuze, das Jubiläumskreuz, hat eine Höhe von 25 Metern und einen 8 Meter langen Querbalken. Ein Ort, den man mal gesehen haben muss, die bestimmt in die Tausende gehenden Kreuze mit Bitten, Hoffnungen und Danksagungen zeugen von tiefem Glauben. Von tiefem Glauben aber wenig Nächstenliebe zeugt unser nächster Stop in Supraśl. Dort steht das Kloster Mariä Verkündigung der Polnisch-Orthodoxen Kirche. Durchaus ein gut besuchtes Reiseziel von Polen. Da uns die Besuchszeiten nicht ganz klar waren, wollten wir am Souvenirshop\Pforte nachfragen. Auf die höfliche Frage, ob der Klosterbruder Englisch spräche, bekamen wir im bestem Englisch die Antwort, dass wir in Polen wären und man hier polnisch spräche. Aufgrund der "höflichen" Antwort des Klosterbruder, der durchaus Englisch verstand, sahen wir von weiteren Besuchsabsichten ab. Daher gibt es hier auch nur ein Bild.Read more

  • Entlang der Biebrza

    August 25 in Poland ⋅ 🌧 17 °C

    Unser erster Reisetag in Polen führt uns entlang des Flusses Biebrza. Mit 165 Kilometern ist die stark mäandrirende Biebrza zwar nicht besonders lang, hat aber mit ihren Überflutungsflächen eine Einzigartige Landschaft geschaffen. Daher sind die Biebrzasümpfe, die mit einer Fläche von 1.290 km² zu den größten Sumpfgebieten Europas zählen zum Nationalpark erklärt worden. Eine kleine aber feine Wanderung führt uns auf Bohlenwegen in die Überflutungs- und Sumpfgebiete. Aufgrund des niedrigen Wasserstandes leider nicht so spektaktulär wie auf den Werbebildern hatten wir trotzdem eine abwechslungsreiche Tour. Herausforderung eins war nicht auf die Nase zu fallen, da die Holzbohlen rutschig wie eine Bananeschale waren .Leider haben wir die Herausforderung nur fast geschafft 🤪
    Herausforderung zwei: Wir mussten uns selbst mit einer Seilfähre übersetzen. Das haben wir mit Bravour gemeistert 👍. Nach vielen heftigen Regenschauern, die noch die eine oder andere Idee weggespült haben, landen wir am Abend in Tykocin. Nach einem weiteren heftigen Regenschauern erkunden wir das Örtchen im Abendlicht und spazieren entlang der Narew, die uns nun noch ein wenig begleiten wird.
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  • Nationalpark Dzūkija

    August 23 in Lithuania ⋅ 🌬 18 °C

    Nach soviel Stadt und Kultur wie in der letzten Woche zieht es uns in die Natur. Den letzten Tag in Litauen wollen wir im Nationalpark Dzūkija wandern. Einfach ganz entspannt die Natur genießen und wo könnte man das besser als hier ganz im Südosten Litauens nahe zur weißrussischen Grenze. Wälder, Moore, mäandrierenden Flüsse und manchmal eine kleine Siedlung, mehr gibt es hier nicht. Auf sandigen Wegen und über Holzbohlen wandern wir eine große Runde um das Dörfchen Marcinkonys. Die ersten frühen Herbstboten mischen sich unter die Bilder, was wir richtig schön finden. Auf der Strecke lernen wir einen schönen Brauch kennen. Wir stoßen auf eine
    Kiste mit dem litauische Wort „Vaišinkitės“, was übersetzt „Bedienen Sie sich“ oder „Greifen Sie zu“ bedeutet. Es handelt sich um eine freundliche Geste, bei der Spaziergänger oder Wanderer eingeladen werden, sich kostenlos an den frisch geernteten Äpfeln in der Kiste zu bedienen. 🍏 😋 Ein sehr schöner Abschluss für unsere 4 Wochen Baltikum. Wir genießen am Abend noch einmal die Stille der Wälder und freuen uns auf unser nächstes Reiseland, Polen 🇵🇱.
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  • Vilnius

    August 21 in Lithuania ⋅ 🌧 20 °C

    Vilnius, die dritte Baltische Hauptstadt, die wir besuchen, ist für uns ein weiteres Highlight auf unserer Reise. Die Hauptstadt Litauens muss man sich erlaufen. Ist bei Tallinn bzw. Riga die Altstadt übersichtlich, so fällt es uns hier nicht leicht, die richtigen Wege zu finden. Die Altstadt von Vilnius zählt zu den größten in Osteuropa und wurde 1994 zum UNESCO-Welterbe erklärt. Aufgrund der über 50 Kirchen der Stadt trägt Vilnius auch den Beinamen „Rom des Ostens". Vilnius ist facettenreich, schön und voller Geschichte. Ehemalig auch als "Jerusalem des Ostens" bezeichnet, blieb von dem reichen, jüdischen Erbe nichts mehr übrig. Durch die Verfolgung des Naziterrors existiert von ehemals über 100 Synagogen heute noch eine. Teilweise versucht man eine Erinnerung z.B. an das große Ghetto aufrecht zu erhalten, allerdings finden wir dass die Abbildung, jüdischen Lebens, an Häuserwänden zwischen Cocktailfähnchen und Bierlaune untergeht. Ob eine der ältesten Universitäten Europas, dem Palast des Großfürsten, dem Gediminas-Turm, der Kathedrale mit seinem Glockenturm, das Tor der Morgenröte, dem Präsidentenpalast, .... . Hier gibt es so viel zu entdecken, dass ein Tag nicht ausreicht. Was uns auch sehr beeindruckt hat, ist die enorme Sympathie mit der Ukraine 🇺🇦. Ob auf Stadtbussen, in Fenstern, auf Anschlagstafeln von Kneipen. Überall wird auf den Zusammenhalt hingewiesen. Wir haben uns zwei Tage die Füße plattgelaufen und sind begeistert von der Vielfältigkeit, dem historischen Erbe und dem modernen Vilnius, die ineinander verschmelzen und eine großartige europäische Hauptstadt bilden.Read more

  • Trakai

    August 19 in Lithuania ⋅ 🌧 15 °C

    Malerisch gelegen inmitten von einer wunderschönen Seenlandschaft ist die Wasserburg definitiv eins der Haupttouristenziele in Litauen. Ob sie hält was die Bilder versprechen, wollen wir herausfinden. Die Rekonstruktion aus dem 20 Jh. basiert auf den Ruinen der im 14. Jh. gebauten Burg. Unter Fürst Gediminas als Residenz genutzt, bevor er seinen Hauptsitz nach Vilnius verlegte, verlor die Festung früh an Bedeutung und versank fast 500 Jahre im Dornröschenschlaf. Der mittelalterliche Flair der Burg wird allerdings nur zum Teil aufrechterhalten, widmen sich doch große Teile der als Museum genutzten Räume als Museum für Kunstgegenstände des19. Jh. Ein Besuch der Burg lohnt sich aber trotzdem, macht es uns doch Freude die alt-neuen Mauern zu erkunden. Doch Trakai hat noch mehr zu bieten. Die Inseln und Wasserwege sind mit Holzbrücken verbunden und laden zu Spaziergängen in der malerischen Landschaft ein. Eine Besonderheit gibt es aber noch, haben sich doch die ethnische Minderheit der Karäer hier angesiedelt. Einst zur Verteidigung der Burg als Soldaten benötigt gibt es noch heute eine kleine Gemeinde. Das turksprachige Volk versteht sich als jüdisch-israelitische Reliigionsgemeinschaft. Die bunten karaitischen Häuser sind leicht zu unterscheiden, denn sie stehen mit dem Giebel der Straße zugewandt und weisen drei Fenster auf. Das karaitische Nationalgericht Kibinai und andere Gerichte sowie das Getränk Krupnik können heute in den karaitischen Restaurants probiert werden. Für uns war es ein sehr schöner Tag insbesondere da die Lage und das drumherum die Burg sehenswert macht.Read more

  • Lietuvos liaudies buities muziejus

    August 18 in Lithuania ⋅ ⛅ 21 °C

    Bei bestem Regenwetter 🐸🌧☔️ besuchen wir das Lietuvos etnografijos muziejus. Es ist eines der größten Freilichtmuseen Europas und das einzige ethnografische Museum in Litauen. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Versuche unternommen, ein zentrales Freilichtmuseum zu errichten, die jedoch aus verschiedenen Gründen scheiterten. Das zentrale Museum wurde relativ spät, nämlich 1966 (Eröffnung für Besucher 1974), in Rumšiškės auf dem Gelände des Dorfes Pievelės gegründet. Es wurde mit Exponaten von ganz Litauen geschaffen und zeigt auf einem sehr weitläufigen Gelände die unterschiedlichen Regionen und ihre Besonderheiten. Durch das hügelige Museumsgelände führt ein 7 km langer Rundweg. An diesem befinden sich Baugruppen mit Dörfern, Einzelhöfen und technischen Gebäuden wie einer Getreidemühle, einer Ölmühle, einer Tuchwalkerei und einer Schmiede. Die wichtigsten Regionen Litauens, Oberlitauen, Žemaitija, Dzūkija und Suvalkija werden durch Baugruppen repräsentiert.Eine Abteilung zum Thema Verbannung und Widerstand erinnert an die leidvolle Zeit der deutschen und der sowjetischen Besetzung Litauens. Die Vielfältigkeit des Museums beeindruckt uns. Tartaren, die als Soldaten um 1400 benötigt wurden, brachten ihren muslimischen Glauben mit und siedelten sich in der Region Dzūkija an. Im Žemaitija hat sich bis heute die tolle Tradition des Winteraustreibens erhalten. Dafür werden kunstvoll schaurige Masken geschnitzt. Die Standesunterschiede zwischen arm und reich wurde an der Bauart der Höfe ersichtlich. Aber auch das tägliche Leben in vergangenen Zeiten wurde ersichtlich. Und vieles mehr. Ein tolles Museum, das wir gerne irgendwann einmal wieder besuchen werden.Read more

  • Fahrt von Land zu Land

    August 17 in Lithuania ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir lassen Kuldiga hinter uns und wollen ein wenig Strecke machen. Der Weg zum Nationalpark Žemaitija führt uns einmal gerade 170 km durch das Nirgendwo des Baltikums. Wir erleben auf den langen Fahrstrecken dazwischen eine einerseits monotone Landschaft andererseits abwechslungsreich. Die baltische Landschaft verändert sich nur im Kleinen und wir können das gar nicht fotografisch festhalten. Und so wird das Nirgendwo zur Attraktion. Die Grenze nach Litauen ging über Schotterstraßen, in ein Tälchen zu einem ganz kleinen Flüsschen, dann eine wackelige, einspurige Brücke und wir waren in einem neuen Land. Und so klein auch die Grenze ist, hier wird aufgepasst. Zwei freundliche Grenzbeamte haben ein Auge darauf, wer hier ein und ausreist An einer Walfahrtskirche (Žemaičių Kalvarijos ) finden wir müden "Pilger" einen Stellplatz mit allen Annehmlichkeiten auf Spendenbasis. Super frisch geduscht erkunden wir noch das kleine Dörfchen und schlafen hier in himmlischer Ruhe. Im Nationalpark machen wir einen Ruhetag. Das wechselhafte Wetter lässt uns gerade etwas langsamer reisen und so kommen wir am nächsten Tag nur zum Regionalpark Panemuniai. Die Memel hat hier eine ruhige aber gewaltige Flusslandschaft geschaffen. Die zwei Tage mit weniger Eindrücken haben uns gut getan, so dass wir wieder mit neuer Energie Litauen 🇱🇹 entdecken werden.Read more

  • Der Weg nach Kuldiga

    August 16 in Latvia ⋅ ☁️ 27 °C

    Wir verlassen Kap Kolka und folgen dem schwarzen Teerband Richtung Ventspils. Immer geradeaus durchschneidet die Straße den dichten Nadelwald, von der schönen Küste sehen wir nichts. Deshalb machen wir am Ovīši Leuchtturm ausführlich Mittagspause mit großem Strandspaziergang. Bald darauf erreichen wir die Hafenstadt Ventspils. Der heute noch wichtige Güterumschlagsplatz begeistert uns mit seiner großen Hafenanlage. Zu Sowjetzeiten kam hier russisches Öl in großen Pipelines an. Ein gemütlicher Ort mit einer mehrfach umgebauten Ordensburg und einer schönen Orthodoxen Kirche. Uns zieht es aber weiter nach Kuldiga zu einem kleinen Stellplatz in Nähe des großartigen Wasserfalls Ventas rumba. Das Wasser der Venta stürzt auf einer Breite von 240 Metern über eine Dolomitbarriere, ein beeindruckendes Naturschauspiel. Am Abend gesellen sich dann auch noch die zwei Frankfurter vom Kap Kolka dazu und wir haben bei einem gemeinsamen Abendessen eine schöne Zeit. Am nächsten Morgen geht es dann hinein in des malerische Örtchen. Wir streifen durch die historischen Gassen, bewundern die alten Holzgebäude und sind begeistert von dem Flair alter Zeiten. Das Besondere finden wir ist die Natürlichkeit die Kuldiga sich bewahrt hat. Hier ist nicht alles auf Hochglanz gebracht worden sondern in Würde gealtert und verleiht dem Ort seinen romantischen Charakter.Read more

  • Kemeri und Kap Kolka

    August 14 in Latvia ⋅ ☁️ 19 °C

    Von Riga aus führt unser Weg über den alten Kurort Kemeri noch einmal an die Küste. Bekannt für seine heilkräftige Schwefelquelle entwickelte sich hier im 19 Jh. ein Kurort mit Park, Hotel und gesundheitlich fördernden Anwendungen. In der Sowjet Ära weiter ausgebaut kann der Kurort nicht mehr an seine berühmten Zeiten anknüpfen. So liegt die heute noch gepflegte Anlage im Dornröschenschlaf. Namensgebend ist der Ort noch heute für den den gleichnamigen Nationalpark. Geprägt von Feuchtgegieten, Seen, Lagunen und Mooren bietet das Schutzgebiet eine Oase für Flora und Fauna. Auf ausgedehnten Spaziergängen erfahren wir die vielfältige Landschaft. Am Abend finden wir einen Platz in der Nähe des Meeres mit traumhaftem Strandzugang. Am Abend füllt sich der Strand mit Menschen, die genauso gespannt sind wie wir, die Sonnenfinsternis zu erleben Das warme Abendlicht der abgedunkelten Sonne legt sich über fröhliche Stimmung am Meer und beschert uns einen wunderschönen Abend. Der nächste Tag führt uns dann zum Kap Kolka. Auf dem Weg halten wir immer wieder an, um die unterschiedlichen Küstenabschnitte aufzunehmen. So vergeht ein ruhiger Tag mit schauen, schwimmen und genießen. Kap Kolka selbst ist ein schöner Küstenabschnitt, wenn auch wir von einem Kap etwas mehr erwartet hätten. Am Abend kommen wir noch zu einem gemütlichen Gespräch mit zwei lieben Reisenden, deren Wege sich mit unseren mehrfach berührt haben. So fallen wir spät und müde in die Betten und genießen die Ruhe der Natur.
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  • Riga

    August 12 in Latvia ⋅ ☁️ 19 °C

    Riga Hauptstadt, Hansestadt, Jugendstilstadt , Kulturhauptstadt , größte Stadt des Baltikums ..... Riga eine Stadt mit bewegter Geschichte, der man soviel Atribute zuordnen kann, die sie dennoch nicht ausreichend beschreiben. Riga muss man erleben . Durch die Gassen bummeln , durch riesige Markthallen schlendern oder staunend vor den alten Gebäuden stehen. Hier gibt es mehr als das ein kurzer Footprint dem gerecht würde und alles was es hier zu sehen gibt würde einen Reiseführer füllen Uns hat es gefallen, besucht Riga und schaut ob es euch auch gefällt.Read more

  • Gauja Nationalpark

    August 10 in Latvia ⋅ ☁️ 22 °C

    Die letzten zwei Tage waren wir entlang der mäandrierenden Gauja unterwegs. Der Gauja-Nationalpark wurde 1973 als erster Nationalpark Lettlands gegründet. Seine Gesamtfläche beträgt 91.745 Hektar. Sein bedeutendster Teil ist das alte Gauja-Tal, das sich durch seine große natürliche Vielfalt sowie seine kulturellen und historischen Denkmäler auszeichnet. Seine natürliche Vielfalt haben wir in den dichten Wäldern entlang der Gauja und ihren Zuflüssen gefunden. Malerisch fließende Flüsse unterbrochen von steilen Sandsteinformationen an denen treppenreiche Holzwege entlang führen. Die kulturellen und historischen Denkmäler haben wir in Cesis und Sigulda gefunden. Cesis ein gemütliches lettisches Städtchen mit einer gut erhaltenen Ordensburg. Die Ritterorden des Mittelalters haben im Baltikum zwischen 1200 und 1600 einen Ordensstaat errichtet. Dabei sind verschiedene Orden ineinander übergegangen von denen der Deutschritterorden bis heute existiert. Weitere wichtige Ordeensburgen im heutigen Gauja Nationalpark waren in Tureida, Krimulda und Sigulda. In Sigulda gibt es dazu noch ein Schloss aus neuerer Zeit zu besichtigen. Schön war die Zeit und die Eindrücke, die wir hier gewinnen konnten, doch zieht es uns weiter nach Riga.Read more

  • Die letzten Tage in Estland 🇪🇪

    August 7 in Estonia ⋅ ☁️ 22 °C

    Vom Peipussee geht es weiter zu der schicken Universitätsstadt Tartu. Wir spazieren durch die gepflegten Straßen und Gassen. Viel gibt es zu sehen und Vieles kostet Eintritt. Einerseits normal, andererseits würde hier für einen Tag doch so einiges Zusammenkommen. Wenn man die wichtigsten Museen, Kirchen und Sehenswürdigkeiten besichtigen wollte, käme man schnell auf mindestens 50 eher 100 Euro. Dann zwar für zwei Tage aber das sprengt doch unser Budget.
    So zieht es uns weiter in die reichhaltige Natur Estland. Bei einem 5km Naturlehrpfad um den Moorsee Mustjärv lernen wir viel über den Aufbau und Entstehung des Moores. Eine erfrischende Badeeinlage gehört natürlich dazu. Unsere zwei Wochen in Estland neigen sich dem Ende zu und wir genießen noch einen ruhigen Tag im Karula Nationalpark. Spaziergänge, schwimmen und lecker Essen, ein perfekter Entspannungstag. Weiter geht es nach Lettland 🇱🇻 doch davon mehr im nächsten Footprint.
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  • Die Dörfer der Altgläubigen

    August 5 in Estonia ⋅ ☀️ 24 °C

    Entlang des Peipussee erreichen wir das Gebiet der Altgläubigen. Ihre bunten Straßendörfer entlang des Sees erscheinen als ob die Zeit stehen geblieben wäre. In den sandigen Böden der Äcker und Gärten gedeihen besonders Zwiebeln, die auch überall zum Trocknen und Verkaufen ausliegen. Eine zweite traditionelle Einnahmequelle war der Fischfang, den es heute vor allem geräuchert zu kaufen gibt. Sehr, sehr lecker 😋 . Über das traditionelle Leben und den Glauben informiert das empfehlenswerte Museum in Kolkja. So erfahren wir, dass die ersten Altgläubigen Ende des 17. Jahrhunderts nach Estland kamen, als das Land unter schwedischer Herrschaft stand. Es handelte sich zumeist um Russen, die aufgrund der Verfolgung und Repressionen, die auf die von Patriarch Nikon der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK) Mitte des 17. Jahrhunderts eingeleiteten Kirchenreformen folgten, aus Russland flohen. Viele orthodoxe Gläubige lehnten die Veränderungen im kirchlichen Leben ab. Die Reformgegner wurden Raskolniken und später auch Altgläubige oder Altritualisten (russisch: староверы, старообрядцы) genannt. Uns haben die Dörfer gut gefallen, auch wenn die Zeit nicht wirklich stehen geblieben geblieben ist, haben die Dörfer einen besonderen Charme.Read more

  • Von Küremäe zum Peipussee

    August 4 in Estonia ⋅ ☀️ 21 °C

    Wir verabschieden uns von der Küste und erreichen das Kloster Pühtitsa in Küremäe. Es ist das einzige orthodoxe Nonnenkloster Estlands. Nach einer Überlieferungen soll hier unter einer Eiche eine Ikone gefunden worden sein. Heute hat sich rund um die heilige Eiche eine beeindruckende Klosteranlage entwickelt. 100 Nonnen leben noch heute in der beeindruckenden Anlage. Von außen wehrhaft mit dicken Mauern und Türmen zeigt sich das Kloster innen als idyllischer Ort des Lebens und Glaubens. Wir spazieren durch die Anlage, die durch ihre vielen Blumen und Alleen auffällt. Aber auch Kontroversen gibt es hier. Dem Patriarch von Moskau unterstellt, der vom Sieg über die Ukraine spricht und nicht von Frieden, kam es zu Zerwürfnissen mit dem estischen Staat, der einerseits die Religionsfreiheit garantiert, aber die Moskauer Linie im eigenen, bedrohten Land nicht dulden kann. Weiter geht es durch Wälder und Moore nach Vasknarva am Grenzfluss zu Russland gelegen. Unscheinbar wirkt die Grenze die Europa in Ost und West zerschneidet. Fast schon idyllisch steht ein Aussichtsturm am Ausfluss des Peipussee , im Hintergrund ein schönes Kloster. Wir winken einmal über die Grenze und lassen uns von der Idylle nicht täuschen. Auch ohne Stacheldraht ist hier alles gut überwacht, wie wir dann auch gleich am Grenzschutz im Zivilfahrzeug sehen. Freundlich grüßen und weiter geht die Fahrt entlang des fünftgrößten Sees Europas. Irgendwo im nirgendwo kommen wir an das Binnenmeer und spazieren entlang des wunderschönen Sandstrandes. Unser Ziel sind die Dörfer der Altgläubigen, so fahren wir entlang des riesigen Sees und machten immer wieder Abstecher von der Hauptstraße bis wir bei Kolkja einen ruhigen Platz am See finden.Read more

  • Entlang der Nordküste

    August 3 in Estonia ⋅ ☁️ 21 °C

    Auf unserer Fahrt entlang der Nordküste erleben wir einen tollen Tag. Statt die Schnellstraße zu nehmen folgen wir der Küstenlinie Richtung Ostern. Erster Halt ist Käsmu, welches auch Kapitänsdorf genannt wird. Das schmucke Feriendörfchen gefällt uns gut. In früheren Zeiten gab es hier eine Seefahrt Schule und somit in fast jedem Haus einen Kapitän bzw. Lotsen. Auf einer kleinen Wanderung erkunden wir die Natur und bestaunen die riesigen Findlinge. Über kleine Straßen kommen wir zum Sagadi Herrenhaus, einen weiteren gut erhaltenen Sitz des baltischen Adels. Aus noch früherer Zeit ist Schloss Toolse (Tolsburg). Sie war eine Kreuzfahrerburg des Livländischen Ordens. Sie wurde 1471–1473 im Auftrag von Meister Wolthus von Herse zum Schutz des Hafens erbaut. Im 16. Jahrhundert war sie der nördlichste Außenposten des Heiligen Römischen Reiches. Sie wurde an der Stelle einer früheren Vasallenburg der Wrangells errichtet. Während des Livländischen Krieges (1558–1581) gehörte die Burg den Russen, danach den Schweden. Die Burg wurde im Russisch-Schwedischen Krieg (1656–1661) gesprengt. Zum Abschluss kommen wir dann noch zum Valaste. Der Wasserfall Valaste an der Steilküste Ontika ist mit seiner 30 Meter hohen Wasserwand der höchste in Estland. Spektaktulär kann man hier über eine spannende Treppenkonstrukion 60m zum Meer hinabsteigen. Die stürmige Ostsee ist hier in der Bucht von Narva etwas wilder. Ein toller Tag, der uns eine interessante Region gezeigt hat.Read more