Im Polizeigewahrsam
24. januar 2025, Marokko ⋅ 🌙 15 °C
Wie vorgesehen starteten wir von Ousoud in Richtung des Stausees Barrage Bin El-Quidane, also die gleiche Strecke wie letztes Jahr. Und wie letztes Jahr machten wir halt beim Kleinkrämer, der in seiner Wellblechbude vom Knopf bis vermutlich Atomkraftwerk alles anbietet. Er erinnerte sich sogar an uns, wir seien schon mal bei ihm gewesen und hätten eine Flasche Gas und zwei Tajine gekauft. So viele Touristen scheinen nicht bei ihm zu halten. Die haben natürlich auch keine Ahnung! Zwei kleine Tajinen sollten es dieses Jahr sein. Und so erstanden wir zwei kleine zwei-Personen-Tajinen zu je 2 Euro und ein unter die Tajine passendes Blech mit Griff damit man sie auch auf offener Gasflamme nutzen kann für einen weiteren Euro.
Danach ging es dann gemächlich von 730 Meter über NN auf gut 1350 Meter auf einer gut ausgebauten Straße, vorbei an gelegentlichen Olivenplantagen und Ackerbau, aber auch an viel unwirtlichem, trockenen Boden. Der Blick auf den als Wasserreservoir gedachten Stausee erschreckte uns geradezu. War der See letztes Jahr schon nicht zur Hälfte gefüllt war es diesmal noch weniger.
Und wieder von vorn. Jetzt auf über 1500 Meter, vorbei an dicht bewaldeten Berghängen und mit Blicken auf die Atlasberge und in tiefste Schluchten.
Und so ist es; Schnee und Regen im Gebirge lassen alles wachsen, das abfließende Wasser wird direkt und in den nahen Tälern und Ebenen genutzt und in Marrakesch und Umgebung kommt nichts mehr an und ausreichend Regen fehlt.
Weiter nach Beni Mellal und im Carrefour kurz eingekauft, den Alkoholshop links liegen lassend.
Wegen der vorgerückten Stunde ließen wir auch Kashba Tadla links liegen und fuhren rund 15 Kilometern weiter nach El Ksiba auf einen bei park4night und in unserem Marokkoführer aufgeführten "offiziellen Stellplatz" an einem Vergnügungspark mit Sportplatz und zahlreichen, kleinen offenen "Restaurants" und einem großen Parkplatz, auf den wir das Womo abstellten und uns dort einen Orangensaft genehmigten. Als wir so da saßen, meldeten sich ein älterer und zwei jüngere Herren bei uns. Sie meinten der Platz sei nicht gut geeignet zum Übernachten, zu laut und vielleicht auch zu unsicher und sie wollen uns in der Gemeinde einen anderen zeigen. Also hinter dem Auto mit den zwei jüngeren Männern zurück nach El Ksiba und auf einen erhöhten Bürgersteig. Die Herren stellten sich dann als Polizisten vor und wir stehen nun vor dem Gerichtsgebäude, neben der Gendarmerie National und gegenüber der Police Royal und der Police Municipale. Dürfte ein sicherer Platz sein.
Und so hat sich bewahrheitet was unser Freund Moulay erzählte; wenn in Marokko Touristen irgend ein Leid geschieht wird zunächst bei der Polizei ermittelt wie das passieren konnte. Und so nehmen die Sicherheitsleute die Touristen bei sich vor die Tür und das Kontrollieren ob sie noch munter und lebendig sind, geschieht vor der Tür und nicht sonstwo. Uns ist's recht.Læs mere












RejsendeDa sind wir ja beruhigt 😅