• Berg und Tal im Hohen Atlas

    January 25, 2025 in Morocco ⋅ ⛅ 8 °C

    Von El Ksiba starteten wir gegen 09.30 Uhr, obwohl wir den Wecker schon auf halb acht gestellt hatten. Da war es aber noch dunkel und kein Mensch regte sich, so dass wir uns denen einfach anschlossen. Unser Tagesziel sollte irgendwo weiter im Süden in Richtung Tinghir liegen. Los ging es auf rund 1000 Meter über NN und die Straße, gut ausgebaut, schraubte sich langsam aber sicher auf 1500 Meter und wir durchfuhren eine ständig wechselnde Landschaft mit richtigen Wäldern und Obstplantagen bevor es dann wieder etwas runter ging und die Landschaft karger wurde. Der Bergsee Lac de Isli war wie die anderen Seeen vorher nur mäßig gefüllt. Rund um diesen Bergsee gibt es einige Restaurants und Hotels, aber offensichtlich hat der Bauboom dort nachgelassen. So richtig überzeugend war das alles nicht. Wir konnten auf der ganzen Strecke Menschen beobachten, die sich entweder um ihre Schafherden kümmerten, mit Hacken von Hand die Böden bearbeiteten oder akrobatisch in ihren Bäumen herumkletterten und diesen den richtigen Schnitt verpassten. Wir konnten uns sowohl an den ständig sich ändernden Bergformationen wie auch an den in den Felsen klebenden Häusern und Kashbas kaum satt sehen. Die Ortsdurchfahrten waren alle sehr eng und nur mit viel Geduld und Aufmerksamkeit zu befahren, die Straßen wurden auch noch teilweise zu besseren Feldwegen, was erklärte warum Google Maps für eine Strecke von 90 Kilometern eine Fahrzeit von mehr als 2 Stunden anzeigte. Nach dem Dorf Imilchil ging es dann langsam immer höher, die Farben der Berghänge wechseln ständig, die Landschaft ist traumhaft schön und atemberaubend.
    Nach dem fast 2700 Meter hohen Pass Tizi-Tirherhouzine ging es dann langsam ins Tal und nach einem wohl erst kürzlich angelegten Stausee ging es dann durch die bekannte Schlucht der Todrha. Was Wasser alles anstellen kann erlebt man hier hautnah. Die Schlucht hat an ihrer engsten Stelle mal 10 Meter und links und rechts steigen Steilwände gigantische 300 Meter in die Höhe. Einfach fantastisch.
    Wir waren uns gegen 17.30 Uhr, als wir nach rund 190 Kilometern den Campingplatz "Le Lac Garden of Eden" anfuhren, einig; dies war die beeindruckende Tagestour, die wir bislang in Marokko gefahren sind!
    Read more