• Bayeux, Kathedrale und Teppich

    July 20, 2025 in France ⋅ 🌬 20 °C

    Heute ging es weiter an der Küste vorbei, zunächst nach Longues-sur- Mer. Dort findet man heute noch gut erhaltene "unzerstörbare" Bunker, die von den Nazis zur Verteidigung an der neuen Küstenlinie ab etwa 1943 gebaut wurden. Sie sind noch heute "gut in Schuss" und man kann sich auch als Laie durchaus vorstellen, was das Leben da drin zu bedeuten hatte und wie schwer eine Einnahme war.
    Danach fuhren wir einige Kilometer weiter und besuchten den amerikanischen Militärfriedhof in Colleville-sur Mer, auf dem fast 10.000 Soldaten beerdigt sind, die meisten davon waren bereits in den ersten Stunden und Tagen des DDay gefallen. Täglich wird dort um 09.00 Uhr pünktlich die amerikanische Flagge gehisst und pünktlich um 16.30 wieder eingeholt. Wir waren auch Zeugen einer Gedenkveranstaltung einer größeren Gruppe von Amerikanern, die nach einer Rede und der Nationalhymne einen Kranz niederlegten. Also, die Amerikaner halten ihre toten Soldaten in Ehre.
    Weiter fuhren wir dann zu Kriegern aus anderen Zeiten. In Bayeux besuchten wir zuerst die Kathedrale Notre Dame, 1077 von Bischof Odo von Bayeux nach 30 jähriger Bauzeit eingeweiht. Die Kathedrale gehört zweifellos zu den bedeutendsten Baudenkmälern der Normandie.
    Wer zu den damaligen Zeiten ein richtiger Bischof war, ließ sich aber auch im Krieg nicht lumpen und so zog er mit seinem Halbbruder Wilhelm dem Bastard 1066 gen England und half tatkräftig dem späteren englischen König, jetzt Wilhelm der Eroberer, in der Schlacht von Hastings, sein ihm zugesprochenes Reich zu erobern.
    Diese ganze Geschichte kann man im Museum auf einem 69 Meter langen Teppich bewundern, auf dem die einzelnen Abschnitte von Anfang bis Ende aufgenäht sind. Beim Rundgang erfährt man dann auch, dass die Geistlichkeit kein Blut vergießen durfte, weshalb die Herren mit großen Keulen hantierten anstatt mit Spieß und Schwert.
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