• auf nach Mèknes

    January 11 in Morocco ⋅ 🌙 9 °C

    Gegen 11.00 Uhr starteten wir in Richtung der alten Königsstadt Meknes, rund 200 Kilometer entfernt. Der Weg führte uns über die gut ausgebaute N 13 durch üppiges Grün aus Wäldern und bewirtschafteten Feldern. In dieser Gegend stehen zigtausende von Olivenbäumen. Weite Felder dienen dem Anbau verschiedener Kornarten, die auch eifrig gedüngt und gespritzt werden. Allerdings von Hand, wie wir das aus den fünfziger Jahren von zuhause kennen.
    In Quezzane machten wir nach etwa 70 Kilometern zwei Stunden Pause und liefen durch die Medina der "grünen Stadt", wie sie wegen ihrer häufig genutzten Farbe für Anstriche aller Art genannt wird.
    Nach dem Besuch des Mausoleums Moulay Thami ging es dann weiter zum Tagesziel.
    Zwischendurch boten sich noch zwei Zwischenstopps an. Beim ersten gab es einen Liter Olivenöl und zwei mal 500 Gramm Honig für zusammen 26 Euro und beim zweiten eine 11 kg Gasflasche für 5 Euro. Flasche plus Inhalt, wohlgemerkt.
    Apropos Öl. Momentan ist die Olivenernte voll im Gange und wir sahen am Wegesrand mehrere Ölmühlen, in die Männer Oliven rein bzw. in großen Gebinden Öl heraus trugen.
    Ab Quezzane ließ die Straße allerdings zu wünschen übrig. Tiefe Schlaglöcher galt es zunächst mal zu erkennen und dann möglichst geschickt zu umfahren. Unebenheiten, die offensichtlich wanderndem Untergrund zuzuschreiben sind, konnten Dank Luftfederung ihre Gefahr etwas genommen werden,
    Dann die Krönung des Tages: in Mèknes haben wir einen Stellplatz mitten in der Stadt, direkt an der Stadtmauer gegenüber der Königsniederlassung, herausgesucht. Als wir der Mauer ansichtig wurden war vollkommen klar, da ist nix mit Parkplatz. Einige Wohnmobile hatten wohl vorher mehr Glück und standen umringt von PKWs an der besagten Mauer. Dann kam der Weiterfahrt der parkwächter zuvor. Ob wir über Nacht bleiben wollen? Pas de problème. Deux minutes! Als erster für dann Polizist Nr. 1 sein Auto vor den anderen weg, dann Polizist Nr 2 sein Auto in der Parkreihe. Die so entstandene schmale Lücke wurde verbreitert, indem das Womo des Holländers in die dadurch breiter werdende Lücke nach links versetzte und der Wächter himself sein Auto rechts daneben weg fuhr, wir dort rückwärts rein und Voilà. Dann stellten Polizisten und Wächter ihre Autos vquer vor die Womos und alles war gut. 5 Euro bis morgen Nachmittag und dafür einen Parkplatz sowie zwei Polizisten 10 Meter auf der anderen Straßenseite.
    Kurz die Beine vertreten bis zum bekannten Al-Hadeem-Square und Feierabend!
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