• Meknes

    January 12 in Morocco ⋅ 🌙 10 °C

    Nach dem Frühstück haben wir uns dann aufgemacht, die Stadt zu besichtigen. Was heißt "die Stadt" bei fast 600 tausend Einwohnern. Also der historische Teil der Königsstadt. Los ging es dabei mit einem Besuch des Mausoleums von Moulay Ismail, kaum 300 Meter vom Stellplatz entfernt. Das Grab beherbergt den zweiten Sultan der bis heute regierenden Alawiden-Dynastie, der hier 1727 nach einem angeblichen Leben als grausamer, sadistischer und zügelloser Herrscher in einem weißen Sarkophag über seine Schandtaten nachdenken kann.
    Um zur Medina zu gelangen mussten wir zwangsläufig an dem berühmten Stadttor Bab Mansour vorbei, das mit Keramikfliesen versehene Tor gehört zu den schönsten Toren weltweit und stammt aus der Zeit oben angeführten Herrschers. Zur damaligen Zeit und auch später wurden vor dem Tor die Gerichtsverhandlungen durchgeführt, Strolche (und wer weiß) gehenkt und ihre Köpfe aufgespießt.
    Über den Platz El Hedim liefen wir dann durch die Medina, vorbei an zahlreichen Moscheen und allem, was eine Medina zu bieten hat, verwinkelte Gässchen, Handwerker und Händler und auch schöne Riads, die teilweise als Hotels betrieben werden.
    Zudem befindet sich mittendrin auch das Lokal "Aisha" in das wir einkehrten und bestes Essen aus der Berberküche serviert bekamen.
    Unser Fazit nach zwei Tagen. Eine bemerkenswerte Stadt, vergleichbar mit Marrakesch, allerdings bedeutend weniger Touristen und vor allem bedeutend weniger Hektik.
    Jetzt stehen wir nach gut zweieinhalbstündiger Fahrt über die N 13 und R 712 in Khenifra auf dem Parkplatz des Carrefour, den der Betreiber nachts zu einem Teil für Wohnmobile zum Parken frei gibt. Was will man mehr.
    Morgen wollen wir dann nach Marrakesch und auf einem dortigen Campingplatz mal zwei/drei Tage ruhen
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