• Kobald, Safran und Spargel

    16. februar, Marokko ⋅ 🌙 13 °C

    Gestern starteten wir wie vorgesehen in Richtung Safrananbaugebiet, genauer in die Sanfranhauptstast Taliouine. In Taznakht legten wir eine Pause ein und schauten uns das Pico Bello saubere Dörfchen etwas an. Dort werden vor Ort Berberteppiche aus Schafswolle mit den typischen Berberzeichen, Rauten und Zickzackmuster, hergestellt. Ab dort ging es dann auf gut und etwas weniger gut ausgebauter Landstraße ständig höher in den Anti Atlas, über drei Pässe mit jeweils mehr als 1800 Metern, um dann in Taliouine auf 1050 Metern anzukommen.
    Unterwegs hielten wir erstens kurz an, um zwei Imkern beim Leeren ihrer Bienenstöcke zuzuschauen, und zweitens schauten wir uns einbergbaugebiet an, das von einem hohen Förderturm überwacht wird. Das Internet hat es dann verraten. Wir standen vor einer der größten Kobaldgruben der Welt, die das Kobald bis in mehrere hundert Meter Tiefe abbaut. Angeblich auch der einzige Ort, an dem Kobald fast vollkommen rein abgebaut werden kann.
    Etwa 10 Kilometer vor unserem Ziel fiel uns aber ein Schild mit dem Hinweis Safranverkauf vom Erzeuger oder so auf. Halt gemacht und mal geschaut. Der Safranbauer höchstpersönlich hat uns dann in seinen Verkaufsraum geführt und uns seinen Familienbetrieb erklärt. Auch über den Safrananbau und das ganze drumherum hat er uns erzählt und dass jeden Samstag geführte Womo-Touren bei ihm halt machen.
    Vor ihm auf dem Tisch lagen in einem größeren Glasbehälter etwas 2 bis 3 tausend Euro, nicht in bar, aber in Safran. Daraus nahm er zwei Fädchen und bewies durch zerdrücken und zerreiben die Qualität. Safrantee schmeckt auch gut! 40 Euro wollte er für 10 Gramm.
    Wie wir uns vorher erkundigt haben, haben die Produzenten einen gemeinsamen Preis, eben die 40 Euro. Wer billiger anbietet, betrügt!
    Preisnachlässe gibt es so ab einem Kilo. So viel wollten wir dann doch nicht mitnehmen.
    20 Gramm gekauft und weiter.
    Auf dem Campingplatz Toubkal legten wir dann einen Waschnachmittag ein.
    Heute kam Teil zwei der Wäsche dran und wir machten uns auf zu einer Wanderung in das 2 Kilometer entfernte Städtchen. Am Wegesrand sahen wir Pflanzen stehen, die uns irgendwie bekannt vorkamen. Auch hier half Dr. Chat. Wilder Spargel, der nach Auskunft der KI so nur in der Gegend um Taliouine vorkommt und ein echter Leckerbissen sei.
    Morgen geht's wieder nach Tafraoute. Dort wollen wir auf dem großen Freiplatz mal schauen was die Batterie so meint. Es hat den Anschein, dass sie ihre Tätigkeit einstellen will. Schauen ma mal.
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