• 60, nicht 67

    March 4 in Morocco ⋅ ⛅ 11 °C

    Wie schon mal geschrieben, stehen in Marokko alle naslang Verkehrspolizisten auf den Straßen, meistens an großen Kreuzungen und Kreisverkehren sowie Ortsein- und ausfahrten. Meistens sind sie mit Handradargeräten bewaffnet, die sie auch eifrig nutzen. Dies wissend, fahren wir bei 80, 80, wenn es auf die "Gefahrenpunkte" zugeht bei 60 eben 60, und dann bei Stufe drei eben 40. Hat drei Winter gut geklappt. Heute, bei ordentlich Regen! Wenn's dermaßen regnet!! Falsch gedacht! Der freundliche Polizist winkte uns zur Seite und erklärte uns feierlich. In Marokko sind 60 km, 60 km. Bis 65 darf man auch fahren! Irgendwie logisch?! Aber 67 sind eindeutig zu viel und deswegen kostet das jetzt 150 Dirham. Mit Führerschein, Kfz- Schein, Versicherungskarte und 150 MAD ging er ins trockene Einsatzfahrzeug und kam so 10 Minuten später mit den Papieren und einer richtigen Urkunde zurück und wünschte uns eine gute Fahrt.
    Mohammedia war unser Tagesziel, kurz hinter Casablanca. Weil es aber weiter regnete und kein Ende abzusehen war, ging es halt über die Autobahn weiter bis Larache, rund 470 Kilometer.
    Die Landschaft war durchgängig etwas hügelig, aber von sattem grün, wie es im Norden halt überall grünt und blüht. Aber auch riesig große, überschwemmte Gebiete waren noch teilweise vom letzten Jahrhundertregen Anfang Januar und dem jetzigen Regen vorhanden. Das waren jedenfalls mehrere Quadratkilometer Wasserfläche, aus denen gelegentlich Häuser und Solaranlagen herausschauten.
    Aber auch an den Slums von Casablanca, der mit 3,3 Millionen registrierten, geschätzten tatsächlichen 4 Millionen Einwohnern größten Stadt in Marokko, führte die Autobahn vorbei.
    In Larache stehen wir nun auf dem Stellplatz, den wir vor 3 Jahren als Tipp in park4night eingestellt hatten. Der Wächter war jedenfalls froh darüber, denn der Platz ist mittlerweile immer gut belegt und die Gemeinde hat sogar ein Toilettenhäuschen errichtet.
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