Where the Desert meets the Ocean
15. juni, Namibia ⋅ 🌬 17 °C
Auf diesen Ausflug hatten wir uns ganz besonders gefreut: Sandwich Harbour mit Sandwaves Adventure.
Punkt 14 Uhr wurden wir von Garry abgeholt – einem sympathischen älteren Mann, der uns auf eine lustige Art direkt ein bisschen an den Familienvater aus Family Guy erinnerte.
Zuerst fuhren wir durch Walvis Bay zur Flamingo Lagoon. Eigentlich hatten wir gehofft, dort viele Flamingos zu sehen, doch wegen der starken Regenfälle im April waren die meisten in den Norden weitergezogen. Ein paar Eindrücke konnten wir trotzdem sammeln, bevor es weiter zum Salzwerk ging.
Dort sahen wir riesige pinke Salzpfannen und weiße Salzberge. Das Salz von Walvis Bay gilt als eines der reinsten und hochwertigsten solar gewonnenen Meersalze Afrikas. Es entsteht nur durch Sonne, Wind und Atlantikwasser – und das in beeindruckenden Mengen: rund eine Million Tonnen Salz werden hier pro Jahr gewonnen. Die pinke Farbe der Salzpfannen kommt übrigens nicht vom Salz selbst, sondern von salzliebenden Mikroorganismen und Algen. Während wir die pinke Salzpfanne bestaunten, ließ Garry bereits Luft aus den Reifen. Das war der Moment, in dem man wusste: Jetzt beginnt der wilde Teil der Tour.
Im Namib-Naukluft National Park begann dann der Teil des Ausflugs, auf den wir uns am meisten gefreut hatten. Wir sahen Kormorane an der Küste und sogar Wale in der Ferne. Neben uns wechselte der Sand immer wieder seine Farbe und Garry erklärte uns, dass man im schwarzen Sand sofort einsinken würde, wenn man falsch hineinfährt. Genau deshalb darf man hier auch nicht einfach allein hineinfahren.
Es war unglaublich windig. Der Sand peitschte uns teilweise richtig entgegen, aber Garry sagte dazu nur ganz trocken: „No wind, no desert“.
Besonders spannend war auch, dass er früher einmal Diamanttaucher war. Er erzählte uns so viele faszinierende Dinge aus dieser Zeit.
Dann begann die wilde Fahrt über die Dünen. Hoch, runter, schräg entlang der Hänge, manchmal mit so viel Schwung, dass uns kurz der Atem stockte. Und wenn wir eine Düne nicht hochkamen? Dann gab es eben einen anderen Weg über eine andere Düne. Es war pures Adrenalin. Ohne Reisetablette hätte ich das wahrscheinlich nicht gemeistert, aber genau das machte es auch so unvergesslich. Es war wild, laut, sandig, windig und einfach unfassbar spaßig.
Mitten in dieser gewaltigen Wüstenlandschaft hielten wir schließlich für ein Picknick. Eine Flasche Champagner, Snacks, Sand unter den Füßen und um uns herum nur Dünen, Wind und Weite. Es war einer dieser Momente, in denen man kurz innehält und realisiert, wie besonders das gerade ist.
Sandwich Harbour wird oft beschrieben als: Where the Desert meets the Ocean. Und genau so fühlt es sich auch an. Auf der einen Seite die riesigen Dünen der Namib, auf der anderen Seite der Atlantik. Zwei Welten, die hier direkt aufeinandertreffen.
Zum Abschluss schenkte uns Namibia noch einen spektakulären Sonnenuntergang. Das Licht wurde weich, die Dünen leuchteten und der ganze Tag fühlte sich plötzlich fast unwirklich schön an.
Dieser Ausflug war mehr als nur eine Tour. Es war Abenteuer, Naturgewalt, Adrenalin und Staunen zugleich. Eine Erinnerung, die für immer in unseren Herzen bleiben wird.Læs mere

























