• Der Busch schenkt uns noch einen Abend

    July 1 in South Africa ⋅ ☀️ 26 °C

    Wie immer, wenn ein Campwechsel ansteht, begann der Morgen sehr früh: Sachen in den Koffer, alles ins Auto verladen, den Schlüssel noch schnell in den Kasten werfen – und raus auf Safari.
    Zuerst fuhren wir noch einmal zu der Stelle, an der wir gestern kurz vor Sonnenuntergang die Löwen entdeckt hatten. Und tatsächlich: Sie lagen wieder dort. Was für ein cooler Start in den Tag. Danach ging es weiter auf die S21 und anschließend auf die S114. Das Wetter war zunächst eher grau und ungemütlich, deshalb blieben die Sichtungen auf dieser Strecke etwas ruhiger.
    Einen Stopp machten wir am Stevenson-Hamilton Memorial. Er war der erste Wildhüter des damaligen Schutzgebiets und gilt als eine der prägenden Figuren in der Geschichte des Kruger-Nationalparks. Von den Einheimischen bekam er den Spitznamen „Skukuza“, was sinngemäß „der, der sauber fegt“ bedeutet – weil er konsequent gegen Wilderei vorging und das Schutzgebiet mit aufbaute.
    Danach hielten wir noch am Mathekenyane Lookout. Von dort hatten wir einen fantastischen Panoramablick über die weite Buschlandschaft des südlichen Kruger-Nationalparks. Anschließend ging es zurück ins Skukuza Camp, wo wir erst Mittag aßen und dann in unsere Safari Lodge eincheckten – der komfortablere Abschluss unserer Kruger-Zeit.
    Am Nachmittag entschieden wir uns, die letzten zwei Stunden noch einmal im Abendlicht rauszufahren. Auf dem Weg zur H1-4 sahen wir Ranger, die kontrolliert Feuer legten. Im Kruger gehört dieses sogenannte Management Burning zur Pflege der Savanne: Kleine, gezielte Brände verhindern große unkontrollierbare Buschfeuer, schaffen eine natürliche Patchwork-Landschaft und helfen dabei, dass nach kurzer Zeit frisches, nährstoffreiches Gras nachwächst.
    Auf unserer letzten Abendrunde sahen wir dann noch einmal unglaublich viele Tiere auf einmal – fast so, als wollte sich der Kruger gebührend von uns verabschieden. Glücklich fielen wir am Abend endlich in ein Bett ohne Besucherritze, sodass wir nach den einfachen Camp-Nächten endlich wieder ganz normal kuscheln konnten.
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