• Salkantay Trek |V

    August 20, 2022 in Peru ⋅ ⛅ 6 °C

    Heute Morgen wurden wir schon um 4:45 Uhr geweckt. An das frühe Aufstehen kann man sich glatt gewöhnen. 😅
    Heute stand wieder eine längere Tages-Wanderung an. Unser Ziel: Aguas Calientes - die Stadt vor dem Macchu Picchu an dem so gut wie jeder übernachtet, der hoch zur alten Inkastätte will.

    Am Anfang der Wanderung gingen wir drei Stunden den Berg Llactapata hoch. Der Berg liegt auf einer Höhe von 2.600 Metern. Am Anfang war es noch relativ flach und entspannt, nach einer Stunde nahm die Steigung aber wesentlich zu. Janine beschloss ihr eigenes Tempo zu gehen und machte hin und wieder Pausen. Es war echt anstrengend! Toby ging ganz vorne mit Louis. Bei der Mitte des Berges machten wir eine kurze Trink- und Snackpause. Die letzte Stunde hatte es noch immer in sich, aber belohnte uns mit einer atemberaubenden Landschaft… 😱 Fast oben abgekommen, sahen wir außer Nebel erstmal nicht viel. Nach einer Weile lichtete sich alles ein wenig und wir konnten auf die Berglandschaft des Machhu Picchus schauen. Hier auf der kleinen Lichtung lag sogar eine Inkaruine. Diese wurde wohl früher als Wachposten von Soldaten genutzt, da diese auf das komplette Tal und den Bergen gute Sicht hatten.

    Für uns ging es aber bus ganz nach oben auf den Gipfel. Der Nebel ist hier inzwischen fast weggezogen und wir sahen sogar ganz in der Ferne die verlorene Stadt der Inkas: Macchu Picchu. Hier blieben wir einen Moment und betrachteten die spektakuläre Naturkulisse, die vor unseren Augen lag… Die Wolken an den Bergen verwandelte das Schauspiel in einen mystischen Ort. Wir sahen den riesigen Berg Macchu Picchu, den berühmten spitzen Berg hinter der Ruinenstätte: Huayna Picchu, einen riesigen Wasserfall und viele weitere gigantische Berge.

    Nach unserem Ausblick ging es den Berg auf der anderen Seite wieder knapp 2 Stunden nach unten.
    Die Knie taten uns vom Abstieg schon total weh. Der Weg nach unten war relativ mühselig. Janine flog sogar einmal auf die Nase. 🙈

    Unten angekommen ging es über eine sehr vertrauenswürdige Hängebrücke auf die andere Seite des Flusses und in Richtung Hidraelectrica, wo wir unser Lunch einnahmen. Eigentlich war die Brücke der Treffpunkt der Gruppe. Nur leider waren außer uns, Larissa, Flo und dem Guide JP keiner da. Wir gingen langsam weiter. Die Jungs sind nämlich vor uns gewesen und konnten nur schon weiter gegangen sein. Wir kamen an dem riesigen Wasserfall und entlang, den wir zuvor von unserem Ausblick sehen konnten. Der Wahnsinn mit was für einer Kraft die Wassermassen unten aufkamen.

    Zwei der vier Jungs trafen wir ganz in der Nähe des Wasserfalls. Von den anderen beiden Jungs: Fehlanzeige. So langsam wurde unser Guide nervös. Wir folgten dem Schild Hidraelectrica während unser Guide einen anderen Weg nahm, um die beiden zu suchen. Nach einer Weile kamen wir an einer Weggabelung, wir trafen unseren Guide und siehe da die Jungs warteten wenige Meter von uns entfernt. Ende gut alles gut!
    Wir gingen alle gemeinsam weiter und kamen wenige Minuten später an Bahnschienen entlang. Die Schienen führten uns geradewegs zu unserem Lunchplatz - einem gemütlichen Restaurant. Wir waren alle platt von der Wanderung und lagen uns nach dem leckeren Essen erstmal alle gemeinsam auf den Boden zu einem kleinen Nickerchen. Oh ja wir waren sehr platt! 😂

    Nach gut einer Stunde ging unser Weg weiter. Wir hatten noch eine fast 2 1/2 stündige Wanderung zur Stadt Agua Calientes vor uns. Unser Weg ging die ganze Zeit an Bahnschienen entlang zur Stadt. Hin und wieder kam uns ein Zug entgegen und wir mussten Platz machen.

    Das Tal hier unten war wirklich schön und es machte Spaß hierher zu wandern. Trotzdem konnten wir es kaum erwarten endlich im Hotel anzukommen. Diese Nacht schliefen wir in einem Hotel mit heißem Wasser! 👏

    Wir kamen endlich in Agua Calientes an. Die Stadt haben wir uns irgendwie ganz anders vorgestellt. Sie war relativ groß und sehr touristisch. Die Gebäude und Hotels wurden relativ hoch gebaut. Wir kamen entlang an vielen touristischen Ständen, wo die Einheimischen Ponchos, Tücher und Souvenirs verkauften.

    Am Hotel angekommen, ging es für uns auf die Terrasse auf unserem Ebene. Wir waren im 6.Stockwerk! Es gab keinen Fahrstuhl und die Beine brannten. Wir saßen gemütlich mit Larissa und Flo zusammen. Die Jungs waren so lieb und besorgten uns Bier aus dem Kiosk neben dem Hotel.
    Das Hotel hatte sogar einen Pool. Wir ließen unsere Füße ins Wasser hängen, auch wenn das Wasser eisekalt war.

    Unsere Wanderung heute ging insgesamt 10 Stunden (6:07 reine Gehzeit) bei 25km und 1130 Höhenmetern.

    Nach 2 Stunden kam endlich unser Gepäck an. Es kam mit dem Zug an. Wir gingen alle schnell duschen und trafen uns dann gemeinsam mit der Gruppe in einem Restaurant zum Essen.

    Im Bett schliefen wir schnell ein. Die Nacht ist kurz. Um 4:00 Uhr müssen wir raus! Der große Tag zum Macchu Picchu!
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