• Lykischer Weg - Tag 18: Pass - Göynük Yaylasi

    May 14 in Turkey ⋅ 🌧 19 °C

    24,7 km; 860 m aufwärts; 1.760 m abwärts
    Kurz nach unserem Lager kommen wir am Abzweig zum Gipfel des Tahtali Dagi vorbei. Aber wir entscheiden uns gegen eine Besteigung. Die Bergpanoramen sind auch hier unten schon genial und wir meinen zu sehen, dass auf der gegenüberliegenden Seite des Berges sehr viele Wolken hängen. Der Abstieg vom Pass verläuft durch atemberaubende Landschaft. Man wähnt sich in anderen Regionen der Welt. Und tatsächlich: sobald wir auf die andere Seite des Berges gelangen, sehen wir eine geschlossene Wolkendecke, die Wolken wabern durch die Bäume. Wir haben uns also richtig entschieden.
    Überall plätschern kleine Bächlein, viel mehr als wir erwartet hätten. An einem der Bäche füllen wir unser Wasser, bevor wir unseren Abstieg fortsetzen. Zurückblickend bieten sich schöne Wolkenspiele. Der Abstieg zieht sich, ganze 1.000 Meter müssen wir hinab. Wir werden meistens vom Plätschern eines Baches begleitet. Dort begegnet uns auch Schildkröte 19. Wir erreichen die ersten Häuser von Yaylakuzdere. Mit einem sich zeigenden Hungergefühl steuern wir das uns bekannte Restaurant an und sehen das Schild: Closed. Mist! Voller Hoffnung begeben wir uns zum Camping Platz und bekommen dort erfreulicherweise ein leckeres Mittagessen.
    Wir starten die nächste offizielle Etappe, die wir heute auch noch gerne beenden würden. Meistens über Forstwege wandern wir nach Gedelme. Der Wald hier oben sieht nicht ganz so gesund aus, größere Flächen sind kahl. In Gedelme kommen wir an einer alten Burgruine vorbei und sind begeistert von riesigen Platanen. Eine davon ist mehr als 2.000 Jahre alt. Im kleinen Markt gönnen wir uns eine Cola und Orangen. Kaum gehen wir weiter hören wir Gewittergrollen. Gerade rechtzeitig entscheiden wir uns zur Umkehr, um uns im Markt unterzustellen. Da kommen wir an einem Haus im Bau vorbei. Der Bauarbeiter Lütfe bittet uns zum Unterstellen in die unterste Etage. Kaum sind wir da, schüttet es für 30 Minuten richtig heftig.
    Nach dem Regen dampft die ganze Natur, wir laufen gefühlt in einem Dampfbad. Dazu passend geht es nach dem Ort gleich wieder nach oben. Als ob dies nicht genug ist, streifen wir von allen Büschen das Wasser ab. Oben angekommen bin ich patschnass. Mittlerweile laufen wir wieder in den Wolken. Doch bevor wir Göynük Yaylasi erreichen, kommt wieder die Sonne raus. Im Wald sind teilweise zahlreiche Wände abgerutscht, da wurde viel mit Maschinen gearbeitet. Sobald wir aus dem Wald treten, haben wir herrliche Panoramen. Das letzte Stück vor dem Zielort wandern wir durch eine schöne Felsenlandschaft. Nach 2 Nächten im Zelt, übernachten wir in der einzigen Herberge im Ort. Da aber das Essen in den Rezensionen zerrissen wurde, nehmen wir nur die Übernachtung und weichen auf Instant Nudeln aus.
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