GR20 -Tag 2: Refuge Ortu Piobbu - Refuge Carozzu
September 15 in France ⋅ 🌙 17 °C
Gestern Abend hatten wir einen perfekten Sonnenuntergang. Und die Nacht in der kalten Luft war einfach wieder herrlich. Nach dem doch recht leckeren Frühstück geht es los mit den Massen. An der Toilette und an der Trinkwasserquelle gab es Stau. Gleich geht es schön nach oben und ermöglicht herrliche Ausblicke über die frisch angestrahlten Berge. Wir machen wieder das Spiel von gestern. Einer nach dem anderen wird überholt und gegrüßt. Dabei auch wieder das Pärchen mit ihrem Hund Roster, der sogar sein eigenes Essen tragen muss. Der spaziert da ganz tapfer über die Pfade auf und ab.
Dann kündigt der Weg gleich mal an, was heute auf uns wartet, es geht steil nach unten, man muss aufpassen, dass die Beine nicht wegrutschen. Damit wir uns nicht an den Abstieg gewöhnen, wechselt die Gehrichtung bald wieder, es geht zur ersten Scharte hinauf. Der Weg ähnelt T5 Wegen in der Schweiz, schönes Blockgelände, man hofft immer, den richtigen Fels zu treffen. Sobald wir die Scharte erreichen, bleibt uns die Spucke weg. Schon gestern war die Bergwelt atemberaubend, aber hier ist es noch mal ne Nummer genialer.
Der Pfad wird jetzt abenteuerlich. Als ich im Wanderführer gelesen habe, dass wir für die 7,4 km 7:30 h benötigen sollen, konnte ich es erst kaum glauben. Jetzt weiß ich, warum. Die nächsten Kilometer geht es mehrmals steil auf und ab, öfter wandert da die Hand an den Fels oder wir rutschen gleich auf dem Arsch eine größere Stufe nach unten. Diese Teilstücke sind nicht nur körperlich anstrengend, sondern auch mental, volle Konzentration ist gefragt. Aber diese Berge, oh wow. Wenn man dann zurückblickt und den Weg in der Flanke sieht, dann müssen wir schmunzeln, wie wir da durchgekommen sind.
Doch irgendwann erreichen wir die letzte Scharte und wissen, ab jetzt geht es nur noch abwärts. Und wie! 2 Kilometer können so lange sein. Doch da kommt dann bald die Hütte in den Blick. Die Beine freuen sich, teilweise zittern sie schon vom ewigen bergab gehen. Als wir die Hütte erreichen, kommt das tägliche Prozedere: registrieren, zum Essen anmelden und dann einen guten Zeltplatz suchen. Heute liegen die Plätze idyllisch im Wald. Mittlerweile kennen wir die wenigen deutschsprachigen Wanderer und lassen mit ihnen den Tag ausklingen. Die Schweizer hören die gleichen Outdoor-Podcasts wie ich, also hatten wir gleich genug Themen zum Austausch.Read more

































Traveler
Sportlich so ganz ohne Halteseil
JRonTourJa, solche Stellen gab es öfters
TravelerDas sieht ja traumhaft aus, aber …, und deine Bilder sind wie gewohnt super und wecken Sehnsucht. Bin gespannt auf die weiteren Tage