• Brigitte und Jürgen
  • Brigitte und Jürgen

شبه الجزيرة العربية

Diesmal schicken wir uns in die Wüste. "The edge of the world" in Saudi Arabia, Kamelkauf in Qatar, Party in Bahrain, moderne arabische Architektur in Kuwait City und Baden im arabischen Golf - ob uns das wirklich alles in diesen 16 Tagen erwartet? Weiterlesen
  • Kamele im Nebel

    6. November 2024 in Qatar ⋅ 🌙 22 °C

    Morgens um halb drei sind wir aufgestanden, um drei hat und Uber abgeholt und seit Viertel vor vier sind wir an der Kamelrennstrecke. Alles nur, weil uns erzählt wurde, dass das Kamelrennen um fünf Uhr starten soll und wir eine Stunde für die Strecke brauchen würden. Jetzt sind wir hier und stehen fast alleine im Nebel von Katar.
    Immerhin sind ein paar Kamele zu sehen und ein paar Anwesende versuchen uns auf Arabisch klar zu machen, wo der Start des Rennen ist und dass es wohl erst um sechs Uhr losgehen wird.
    Weiterlesen

  • Camel Race

    6. November 2024 in Qatar ⋅ ☀️ 24 °C

    Endlich erleben wir ein Kamelrennen live. In Oman haben wir keines gesehen, in Jordanien gab es immerhin ein Trainingslauf für uns und jetzt gleich ein solches Spektakel.
    Da lohnt es sich, um halb drei aufzustehen und bis Viertel nach sieben zu warten, bis es losgeht.
    Ein Rennen nach dem anderen startet über die vier Kilometer Distanz. Sobald die Kamele im Ziel sind und die Kameras wieder bereit, startet das nächste Rennen.
    Wir sind die einzigsten Zuschauer und sehen die ersten Rennen im Startbereich an, bei den folgenden den Zieleinlauf und zum Schluss nochmals den Start. Auch nach zehn Rennen ist noch nicht Schluss, wir haben aber von der prallen Sonne genug.
    Egal wo wir waren, überall wurden wir freundlich begrüsst, teilweise sogar fotografiert und Brigitte bekam von einem Scheich sogar eine Packung Waffeln geschenkt.
    Wir haben hunderte Kamel gesehen und sind müde, platt und begeistert.

    Kamelrennen sind in Katar ein traditionsreicher Sport, der viele Fans vor den TV zieht und eng mit der Kultur und Geschichte der Region verbunden ist. Die Rennen finden auf speziellen Sandstrecken statt, die bei uns vier Kilometer lang ist. Die Kamele tragen spezielle Rennnummern (die frisch mit einer Ziffern-Schablone aufgesprüht werden) und anstelle eines menschlichen Reiters wird ein kleiner Roboter-Jockey eingesetzt. Diese Roboter-Jockeys sind ferngesteuert und werden von den Besitzern, die in Autos neben der Rennstrecke fahren, bedient. Sie können Peitschen und Anweisungen über Lautsprecher kontrollieren, um die Kamele anzutreiben. Sobald das Rennen startet, laufen die Kamele mit hoher Geschwindigkeit die Strecke entlang. Die Autos mit den Besitzern fahren nebenher und geben den Robotern Anweisungen, um die Kamele zu steuern. Die Kamele können Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h erreichen und sind oft sehr schnell, was das Rennen zu einem spektakulären Anblick macht. Die schnellsten Kamele brauchen heute für die 4 Kilometer zwischen fünf und sechs Minuten.
    Weiterlesen

  • Nach dem Rennen

    6. November 2024 in Qatar ⋅ ☀️ 31 °C

    Nach den Rennen gehen wir den Weg zurück zu einem Supermarkt auf dem Gelände des Camel Race Tracks. Uns entgegen kommen weiterhin Dutzende von Kamelen, die alle in späteren Rennen noch starten. Jeweils ein Mutterkamel wird von einigen ihrer kleinen Kamele begleitet. Die Kleinen rennen und die Kamel Mutter wartet dann im Ziel schon auf sie.
    Völlig ungläubig ob der vielen Kamele starren wir die Tiere an, die wie eine nicht enden wollende Karawane an uns vorbeizieht.
    Kamele sind wunderbare Tiere.
    Weiterlesen

  • 🤬🤮 Populismus hat gesiegt 🤬🤮

    6. November 2024 in Qatar ⋅ ☀️ 30 °C

    Auch auf der arabischen Halbinsel gibt es heute nur ein Thema, der wahrscheinliche Sieg von Trump in USA. Auf allen Sendern gibt es nur diese Bilder.
    Ein Populist, Rassist, Lügner und verurteilter Straftäter wird wieder Präsident der USA.
    Damit ist die Welt wieder ein Stück schlechter, unsicherer, bedrohlicher und menschverachtender geworden. Und bei uns schwindet die Hoffnung, dass unsere Kinder oder Enkelkinder auch in Zukunft noch solche Reisen machen können, wie wie sie aktuelle erleben.
    Weiterlesen

  • Hamad International Airport Doha

    6. November 2024 in Qatar ⋅ ☀️ 31 °C

    Bye Bye Qatar.
    Unsere Reise geht weiter, wir lassen uns die Laune von Trump seinem.Wahlsieg nicht vermiesen. Oder ist es eher Zynismus, der bei uns vorherrscht?
    Jetzt heisst es erst mal Abschied zu nehmen von Doha. Mit dem Souq, den Museen und Stadion sowie dem Beach kann Doha ein Urlaubsparadies für all diejenigen sein, welche in den Wintermonaten dem Blues entfliehen wollen und die ein paar Tage Sonne, Strand und Meer brauchen.
    Dafür scheint Doha gut gerüstet zu sein, ein paar Touristen mehr könnten schon kommen.
    Unser absolutes Highlight war das Camel Race heute Vormittag, das werden wir nicht so schnell vergessen und ist nicht so austauschbar wie die Skyline, der Strand oder der Souq.
    Ein Wiedersehen wird es aber wohl nicht geben - dazu gibt es noch zu viel anderes auf dieser Welt zu entdecken.
    Ach ja, der Bär mit der Lampe hinter mir ist von Urs Fischer.
    Und wir fliegen heute mal mit Qatar Airways.
    Weiterlesen

  • Camel Meat Burger

    6. November 2024 in Bahrain ⋅ 🌙 27 °C

    Mal was anderes für uns, es gibt Camel Meat Burger. Der Beste von Bahrain - rühmt sich das Restaurant selber.
    Der Burger ist wirklich gut und es ist schon ein Unterschied zu einem normalen Beef Burger. Ob das Fleisch von einem derjenigen Kamele war, welches heute Vormittag langsam war? Zum Burger gibt es ein leichtes Sol, und unsere Welt ist in Ordnung.
    Noch besser wird es, wenn wir uns die anderen Gäste des Restaurants anschauen. Araber in Kaftan und Kopftuch trinken Bier und rauchen, halbnackte Frauen in hochhackigen Schuhen versuchen die Araber abzuschleppen. Wir schauen lieber Fussball und ich lasse mich von Brigitte abschleppen.
    Weiterlesen

  • Hotel with a view (BRN)

    7. November 2024 in Bahrain ⋅ ☀️ 26 °C

    Unser Hotel liegt in der Nähe des Flughafens und ist endlich mal ein richtiger Tower. Vom 26. Stock haben wir einen grandiosen Ausblick über Manama. Leider ist die Skyline nicht annähernd so toll wie jene von Doha. Wie das gesamte Land wirkt auch die Hauptstadt etwas lieblos zusammengewürfelt, die Hochhäuser sind willkürlich überall verteilt und es fehlt ihnen an Feinheiten und Eleganz.Weiterlesen

  • Wasteland trifft Mad Max

    7. November 2024 in Bahrain ⋅ 🌬 27 °C

    Direkt neben dem Fort gibt es ein Stück Strand mit blauem Meer. Auf dem Sand stehen Foodtrucks, die auch in Mad Max oder im Wasteland von Wacken stehen könnten. Leider ist hier am Donnerstagvormittag noch nichts los und es wäre spannend zu sehen, was hier am Abend passiert
    Die Mischung aus verrostetem Metall und blau-grünem Meer ist auf jeden Fall schön verrückt.
    Weiterlesen

  • Pearling Path Visitor/Experience Center

    7. November 2024 in Bahrain ⋅ 🌬 28 °C

    Basel trifft Al-Muharraq 💪. Der schweizer Architekt Valerio Olgiati (bekannt für seine Interpretation des Brutalismus) hat nicht nur in Basel ein Gebäude der Baloise geplant, sondern auch in Manama I'm Stadtteil Al-Muharraq das Visitor-Center des Pearling Path. Brutal schaut es auch aus und von Innen ist es noch brutaler.
    Draussen treffen wir auf einen Firmenevent und wir kommen in dem Genuss der Beschriftung von Austern mit arabischen Zeichen sowie der Suche nach Perlen (bei uns ist das vor die Säue geworfen 😂).
    Weiterlesen

  • Path

    7. November 2024 in Bahrain ⋅ 🌬 29 °C

    Nach dem Visitor-Center laufen wir den Pearling Path ab und kommen in unterschiedliche Viertel von Manama, in denen jeweils ein Teil der Perlen-Geschichte stattgefunden hat. Die entsprechenden Gebäude sind toll restauriert und auch hier bestätigt sich das Bild von Bahrain: es ist ein fürchterliches Durcheinander von neu und alt, von Tradition und Moderne, von Design und Kitsch.
    Vor lauter Erschöpfung braucht Brigitte erst mal ein Kägi zur Stärkung.
    Weiterlesen

  • 24h Bahrain sind genug?

    7. November 2024 in Bahrain ⋅ 🌬 29 °C

    Wir sitzen am Bahrain International Airport sowie im Flugzeug und fragen uns, ob sich die 24 Stunden Bahrain gelohnt haben und ob es genug war?
    Gelohnt ja, um ein ganz anderes arabisches Land kennenzulernen. Genug nein, denn es gibt noch einige Dinge zu besichtigen (zB. das National Museum, den ersten Öl-Bohrturm) und zu erleben (Strände).
    Würden wir nochmals kommen? Nein.
    Bahrain hat uns nicht gefallen, es ist weder so traditionell wie Saudi Arabien noch so modern wie Qatar. Bahrain versucht, modern zu wirken, vernachlässigt die Tradition und es fehlt dafür an Seel, an Eleganz, an alle. Bahrain wie wir es erlebten ist einfach ein schlechtes Durcheinander verschiedener Einflüsse ohne etwas eigenes.
    Jetzt sind wir gespannt, was uns in Kuwait erwartet. Das Essen im Flugzeug ist schon mal nicht die Reise wert…
    Weiterlesen

  • Permanent online

    7. November 2024 in Bahrain ⋅ 🌬 28 °C

    Für den Moment habe ich eine gute Lösung gefunden, um fast permanent online zu sein. Bei Saily habe ich eine feste eSIM, auf die ich aus beliebigen Ländern Guthaben für die Internetnutzung aufladen kann. Selten hat hier der Minimalbetrag nicht gereicht und gleichzeitig habe ich eine Historie über meine Reisen ausserhalb Europas.
    Für Qatar, Bahrain und Kuwait habe ich somit zusammen keine 20 CHF bezahlt. Konnte aber alle Touren planen, Uber bestellen, einchecken, Reiseblog schreiben, Geocache loggen, usw.
    Manchesmal ist es perfekt, damit die Wartezeit z.B. jetzt am Flughafen zu überbrücken. Manchesmal nervt es aber auch, so viel online zu machen.
    Weiterlesen

  • Airport Kuwait City

    7. November 2024 in Kuwait ⋅ 🌙 26 °C

    Letzter "Urlaubs"-Ort für uns, zwei Tage Kuwait City. Nach sehr wenigen Touristen in Saudi Arabien, viele Touristen in Doha, komischen Touristen in Manama gibt es nochmals keine anderen Touristen in Kuwait City.
    Wir sind gespannt, wie es sein wird.
    Der Flug hat geklappt, auch wenn es beim Check-In Fragen gab.
    Und auch das Visa On Arrival klappte schlussendlich gut. Mit einer Mischung aus falsch anstellen, Naivität und dem Ausländerbonus klappt es schon. Da macht es nichts, dass wir schonmal einen Antrag gestellt hatten, welcher aber verfallen ist.
    Nachdem längeren Visa-Prozedere warten dafür unsere Koffer schon auf uns - das Gepäckband ist schon abgestellt.
    Weiterlesen

  • The Kuwait Towers

    7. November 2024 in Kuwait ⋅ 🌙 22 °C

    Wir sind direkt zu einem der Wahrzeichen von Kuwait City aufgebrochen, den zwei Wassertürmen. Zuerst schauen wir von unten die Türme an, dann werfen wir von oben einen Blick auf die Stadt
    Es fällt uns schwer zu verstehen, dass wir jetzt in Kuwait sind. Aber die ersten Eindrücke sind absolut positiv und die Stadt gefällt uns besser als Manama.

    "The Kuwait Towers are a group of three thin towers in Kuwait City, standing on a promontory into the Persian Gulf. They were the sixth, and last, group in the larger Kuwait Water Towers system of 34 towers (33 store water; one stores equipment), and were built in a style considerably different from the other five groups. The Kuwait Towers were officially inaugurated in March 1979 and are regarded as a landmark and symbol of modern Kuwait. The towers were closed for maintenance from March 2012 to 8 March 2016, with a massive fireworks festival commemorating the re-opening.Kuwait Towers facility is operated and managed by the state-owned Touristic Enterprises Company. The Main Tower served as the venue for TEDxKuwaitCity event in 2018 and 2019."
    Weiterlesen

  • TGIF

    8. November 2024 in Kuwait ⋅ 🌬 20 °C

    TGIF (`Thank god it's Friday) bekommt in arabischen Ländern eine ganz andere Bedeutung als in Mitteleuropa.
    Hier ist Freitag arbeitsfrei. Und alle gehen in die arabische Fastfood-Kette TGIF. Und Gott ist Allah.
    Wir sind also maximal verwirrt. Da muss uns ChatGPT helfen:

    Die Widersprüche des Konzepts "Thank God It's Friday" (TGIF) in Europa und der arabischen Welt lassen sich durch kulturelle und religiöse Unterschiede sowie verschiedene Arbeitswochen und Freizeitkulturen erklären.

    1. Unterschiedliche Wochenenden:

    In Europa ist das Wochenende traditionell Samstag und Sonntag, weshalb sich der Freitag als letzter Arbeitstag mit der Vorfreude auf das Wochenende verbunden hat. "Thank God It’s Friday" steht hier für Entspannung und Freizeit, was in Restaurants und Bars zu mehr Kundschaft führt.

    In vielen arabischen Ländern fällt das Wochenende jedoch auf Freitag und Samstag oder sogar auf Donnerstag und Freitag. Freitag ist in der islamischen Welt ein heiliger Tag für das Gebet und die Familie, was dem Gedanken von „Freitag als Feierabendtag“ widerspricht. TGIF würde hier nicht als Vorfreude auf das Wochenende verstanden.

    2. Kulturelle Bedeutung des Freitags:

    In der arabischen Welt ist der Freitag ein spiritueller und ruhiger Tag, oft verbunden mit dem wöchentlichen Freitagsgebet. Dies widerspricht der westlichen TGIF-Mentalität, die Freitag als Abend voller Spaß und Freiheit betrachtet.

    Im Gegensatz dazu ist Freitag in vielen westlichen Kulturen ein Tag der Entspannung, auf den man sich aufgrund der Wochenendaktivitäten freut.

    3. Verschiedene Einstellungen zu Freizeit und Arbeit:

    In westlichen Kulturen wird der Übergang ins Wochenende oft mit Feiern und Vergnügen verbunden. Bars, Clubs und Restaurants haben Freitagnacht Hochbetrieb. Dieser „Partyabend“ wird aber in der arabischen Welt wegen religiöser und kultureller Normen weniger so gesehen.

    Die Vorstellung, dass Arbeit und Freizeit strikt getrennt sind, ist in Europa stärker ausgeprägt als in der arabischen Welt, wo soziale Verpflichtungen und das religiöse Gemeinschaftsleben eine größere Rolle im Alltag spielen.

    4. Marketing und Branding:

    Marken wie TGI Friday’s, die auf dem westlichen Konzept von "Freitagsstimmung" basieren, könnten in der arabischen Welt auf kulturelle Ablehnung oder Unverständnis stoßen. Ein Name wie TGIF wirkt hier fremd oder missverständlich, weil der Freitag in diesen Regionen ein ganz anderes Konzept ist als in Europa.

    Zusammengefasst gibt es widersprüchliche Vorstellungen über den Freitag in beiden Kulturen, was zeigt, dass solche westlichen Begriffe und Markenmodelle nicht universell übertragen werden können.
    Weiterlesen