• Brigitte und Jürgen
  • Jan-Philip Knirsch
  • Brigitte und Jürgen
  • Jan-Philip Knirsch

Chile, Patagonien, Feuerland

Bald geht es wieder los, dank den Studien-Bemühungen von Jan-Philip zieht es uns diesmal zu ihm nach Chile und in den südlichen Teil von Argentinien. Wir erwarten Wüste, Gletscher, Pinguine, Berge und Seen, Bier und Wein und jede Menge Abenteuer. Les mer
  • Swimmingpool und El Taito Geysire

    17. oktober 2018, Chile ⋅ ☀️ 11 °C

    Dank unserem antizyklischen Verhalten haben wir den Pool bei den über 80 Geysiren von El Taito für uns alleine. All die Frühaufsteher sind schon weg und wir können das warme Wasser und die Landschaft (vor allem den Blick auf den Vulkan El Taito, dank dem es die heissen Quellen gibt) geniessen. Und es ist nicht weniger beeindruckend als am Morgen.

    Nur der kalte Wind stört etwas, als wir nach langer Zeit den Pool verlassen um die Rückfahrt (die eigentlich nur 2000 Höhenmeter bergab geht) anzutreten.
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  • Gottesdienst und Prozession der Indios

    18. oktober 2018, Chile ⋅ ☀️ 16 °C

    Unterwegs sehen wir in einem Dorf eine Absperrung und ein paar geschmückte Hofeinfahrten. Spontan entscheiden wir anzuhalten und stehen plötzlich auf dem Dorfplatz mitten im Gottesdienst zu Ehren des heiligen Lukas. Um uns herum sind zahlreiche verkleidete Indios, es kommen immer mehr und dann wird klar, dass nach dem Gottesdienst eine Prozession durch den Ort starten wird.
    Die Gewänder und Musiken faszinieren uns, es ist jedoch irritierend, dass alles rückwärts abläuft. Denn zum Schluss der Prozession wird eine Christusstatue getragen und alle Tänzer und Musiker laufen rückwärts mit dem Gesicht zur Statue.
    Gesegnet wird mit Konfetti und es werden Bonbons geworfen.
    Die ganze Prozession mit den Verkleidungen, den Musiken und den Segnungen der verschiedenen Hofeinfahrten kommt uns wie eine Mischung aus Osterprozession, Karneval in Rio und Basler Fasnacht vor. Laut, fröhlich und chaotisch, aber mit Hintergrund und Tradition.
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  • Bei den Flamingos

    18. oktober 2018, Chile ⋅ ☀️ 24 °C

    Unser heutiges Ziel war die Laguna Chaxa, mitten im Salar de Atacama, dem eigentlichen Zentrum der Atacama-Wüste. Überall sieht man das Salz, die Fläche ist gan eben, aber ringsum von hohen Bergen umsäumt. In der Laguna hat es verschiedene Arten von Flamingos, viele Vögel und unendlich viele Eidechsen.
    Datenschutz wird hier klein geschrieben, beim Betreten des Geländes müssen wir in eine offen ausliegende Liste unsere Namen, Reisepass-Nummer, Alter, Herkunftsland, Geschlecht, Autokennzeichen und Hoteladresse eintragen.
    Obwohl wir hier auf 2600 Höhenmeter sind brennt die Sonne unerbittlich und die 25 Grad fühlen sich wie 45 Grad an, entsprechend platt sind wir nach dem Besuch.
    Und warum mussten wir beide (und viele andere Besucher) hier auf dem Salär ständig niesen?
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  • Auf der Strasse

    18. oktober 2018, Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Eindrücke aus der Wüste.

    Obwohl wir schon so lange zusammen verreisen ist mir erst heute aufgefallen: Brigitte achtet sehr auf die Dinge/Tiere auf und neben der Strasse, während ich sehr den Blick zum Horizont geniesse - das ist unabhängig davon, wer fährt 😄😄.Les mer

  • Brauereibesichtigung

    18. oktober 2018, Chile ⋅ 🌙 18 °C

    Brigitte hat heute eine tolle Kneipe ausgesucht - es ist eine gleichzeitig die einzige Hausbrauerei in der Atacama-Wüste.
    Da ist eine Besichtigung Pflicht und jetzt werden gleich mal die drei Bierstile probiert: ein Amber, ein Porter und starten werde ich mit einem Bier mit frischen Kräutern (Rica Rica Ale).Les mer

  • Regenbogental

    19. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 14 °C

    Das Valle del Arcoiris gibt uns die Möglichkeit, die Vielfarbigkeit der Berge aus direkter Nähe zu erleben. Und es ist unfassbar, welche Farben die Natur für Felsen und Steine übrig hat. Unendlich viele Grün-, Rot- und Brauntöne gibt es zu entdecken.
    Unterwegs gab es noch ein paar unspektakuläre Felsenmalereien zu besichtigen.
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  • Grüne Oase inmitten der Wüste

    19. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    Auf dem Rückweg vom Rainbow-Valley durchqueren wir eine Oase. Ein kleiner Fluss fliesst hier durch, alles ist grün und eine Herde Alpakas und eine Herde wilder Esel weiden hier. Die Tiere haben nur Angst vor uns, wenn wir aus dem Auto aussteigen und uns zu Fuss näheren. Mit dem Auto könnten wir sie wahrscheinlich anfahren, ohne dass sie zur Seite gehen würden...Les mer

  • Die Wüste... so still

    19. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 22 °C

    Die Wüste.. so still wie man es sich nicht vorstellen kann: Einfach mal inne halten und hören, es ist so leise, dass es schon eine Wohltat für die Ohren ist. Die Vulkane in der Ferne sind erloschen, am Himmel gibt es von Flugzeugen keine Kondensstreifen zu sehen und der Rundumblick in die Ferne verspürt keine Eile. Man muss schon ein wenig einen Faibel haben für Landschaften.Les mer

  • San Pedro de Atacama bei Tag

    19. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 23 °C

    Bisher haben wir dieses kleine Städtchen immer nur nachts gesehen (weil wir tagsüber jeweils auf Ausflügen waren). Heute sind wir mal tagsüber hier und sind positiv überrascht. Denn es gibt neben den staubigen Strassen, den Touranbietern und Bars noch einen tollen Marktplatz, viele Einheimische, eine entspannte Atmosphäre und tolles Pisco-Sour-Eis.Les mer

  • Valle de la Luna

    19. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 22 °C

    Zum Abschluss unseres Aufenthalts in der Atacama Wüste geben wir uns heute noch den Sonnenuntergang im Valle de la Luna. Anscheinend die grösste Touristenattraktion in der Gegend. Wir machen uns auf hunderte/tausende Touristen gefasst. Doch es ist gar noch so wild. Zwar kommen und gehen ständig die Touristen, aber bis zum Sonnenuntergang bleiben nur die wenigsten. Da haben wir schon ganz andere Sonnenuntergangs-Horden erlebt.
    Allerdings ist der Sonnenuntergang im Tal hier auch nicht so spektakulär. Die Sonne geht halt unter, aber weder sie selber noch die Felsen werden Blutrot, es gibt auch keine überraschenden Schattenformationen.
    Da haben wir uns mehr versprochen. Aber immerhin sah das Tal bei Sonnenschein schon sehr nach Mond aus - sofern wir dies überhaupt beurteilen kann. Aber anscheinend wurde hier sogar das Mars Mobile getestet - weil es hier wie auf dem Mond sein soll??
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  • Alte und neue Zeiten in der Atacama

    20. oktober 2018, Chile ⋅ ☁️ 25 °C

    Als Tourist sieht man hier in der Atacama-Wüste ja immer nur die faszinierende Landschaft. Doch es gibt auch eine Zeit dafür und danach.
    Wobei die Vergangenheit bestimmt schlimmer war als die Zukunft es sein wird.
    Mehrfach sind die Spanier über Peru in Chiles
    Norden eingedrungen, immer auf der Suche nach Gold. Dies ging bestimmt nicht friedlich zu. Dann gab es immer wieder Kriege mit Peru, Bolivien und Argentinien um Land. Die Gehend hier hat wahrscheinlich schon jedem dieser vier Länder gehört. Auch die Kriege waren nicht friedlich.
    Später gab es dann Kriege um die Silber-, Kupfer- und Salpeter-Vorkommen in dieser Gegend, wobei die Bevölkerung immer zwischen Enteignung und Sklaverei „wählen“ durfte.
    In den 80er Jahren liess der Diktator Pinochet hier dann Konzentrationslager erreichten - weit weg von Santiago. Und seine Todesschwadrone haben überall im Land Oppositionelle hingerichtet. Eine der Gedenkstätten dazu haben wir heute noch besucht und dort den Sohn eines Hingerichteten getroffen. Leider konnte er nur drei Worte englisch, trotzdem beeindruckend.

    Rund um das Mahnmal sehen wir dann die Zukunft von Chile. Es gibt einen grossen Windpark und Solaranlagen in der Wüste. In der grössten Mine des Landes wird immer noch genug Kupfer um alle in diesem Land ernähren zu können - früher wurde von den Gewinnen der Mine der Militärhaushalt bestritten. Eigentlich kann Chile positive in die Zukunft schauen, auch wenn es bzgl Bildung und Wohlstand noch nicht mit Europa oder den Schwellenländern in Asien mithalten kann.

    Wir sind gespannt, wie es mit der „Schweiz Südamerikas“ weitergehen wird.
    Wir werden auf jeden Fall jetzt gleich zurück nach Santiago fliegen und die nächsten Tage dort verbringen.
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  • Wein statt Bier

    21. oktober 2018, Chile ⋅ ☀️ 18 °C

    Auch als Biersommelier muss man mal über den Tellerrand hinausschauen und sehen, was die Konkurrenz so macht. Also ging es heute mit einem Fahrer (Chilene, der in England geboren ist) sowie einer Australierin, einer Chilenin, einer Mexikanerin und uns drei in das Casablanca Valley, um den lokalen Wein zu verkosten - für mich ein gutes Sensoriktraining.
    Um neun Uhr war Abfahrt, um zehn Uhr standen die ersten vier Weine vor uns auf dem Tisch bei Veramonte (dem Pionier des chilenischen Weines). Weiter ging es zu Viña Mar, Bodegas Re und Casas del Bosque.
    Unterwegs gab es genug Wein, gute und sehr gute Sommeliers, Einkäufe, Lunch, viel Neues zu Erfahren und viel zu lachen. Mehr Details gibt es hier aber nicht, denn ihr wisst ja - sobald Alkohol im Spiel ist Finger weg von den sozialen Medien (hicks).
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  • Endlich wieder Stadionfussball

    21. oktober 2018, Chile ⋅ ☁️ 20 °C

    Was gibt es schöneres als den Sonntag mit einem Stadionbesuch ausklingen zu lassen. Es spielt Universidad de Chile (4.) gegen Everton (14.), mit Sonnenuntergang ist Anpfiff, das Stadion gut gefüllt und wie erwartet geben die Heimfans alles.
    Zu dem Heimfans dürften wir übrigens nicht in den Block, zwei Ordner waren um unsere Sicherheit bemüht und so sitzen wir jetzt mit unseren Stehplatztickets auf der Gegengerade weit genug weg von den „Ultras“.

    Obwohl Everton mehr Ballbesitz hat gewinnt Universidad das Spiel mit 2:0. Everton hat es geschafft, trotz vieler vielversprechender Ansätze nicht einmal auf das gegnerische Tor zu schiessen. Währenddessen hat Universidad aus zwei Chancen zwei Tore gemacht.
    Insgesamt ein kurzweiliges Spiel auf einem guten technischen und taktischen Niveau.

    Es fehlte leider das Bier (Alkohol gibt es keinen im Stadion) und die Stadionwurst (statt dessen gab es Foodtrucks und Sandwiches).
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  • Das kommt uns spanisch vor.

    23. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 22 °C

    Nachdem wir alle drei den kompletten gestrigen Tag irgendwo zwischen Bett und Keramik-Gott verbracht haben (Spoiler: trinkt kein komisches Wasser während einer Weinprobe) ging Jan-Philip heute wieder zur Uni und Brigitte und ich machten uns endlich auf, Santiago zu entdecken. Wir haben denn ganzen Tag versucht, uns mit der Stadt anzufreunden, irgendwie ist sie uns aber fremd geblieben. Während wir am Anfang noch Sonne geniessen konnte, wurde es am Mittag grau. Uns fehlte in der Stadt die Exotik, alles fühlt sich wie in Spanien an, nur ohne Zara, Mango und Desigual...

    Es gibt hier kaum Latinos oder indigene Einflüsse zusehen, Ausländer werden ausgegrenzt in eigene Strassenzüge, politische Ideologien (Botschaften) klingen gleich wie in Spanien und egal, ob es Tattoos, Graffitis oder die Mode sind, alles kommt uns hier spanisch vor.
    Gestern haben wir gelernt, man muss mehrmals in Santiago gewesen sein, um den Reiz zu entdecken. Unser zweites Mal (innerhalb einer Woche) reicht wohl noch nicht. Dabei haben wir uns bemüht, sind viel zu Fuss unterwegs gewesen, in der Innenstadt und auch in abgelegenen Viertel, sind mit der Metro gefahren und haben auch den HopOn-HopOff-Bus genutzt, dessen Fahrkarte uns amerikanische Touristen für den Nachmittag geschenkt hatte.

    Immerhin haben wir wenigstens noch einen Panflöten-Spieler gefunden 😀😀.
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  • Impressionen

    23. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 12 °C

    Leider klappt es mit dem Verschieben des Rückflugs nicht und so ist Brigitte ein Häufchen Elend, weil es nichts mit Robbie Williams im Santiago wird. Da helfen auch die vielen bunten Graffitis, die Strassenkünstler, das baldige Weihnachtsfest (in Kombination mit dem hier kommenden Frühling fühlt es sich seltsam an) und das leckere Essen nichts. Immerhin schmeckt es heute wieder!Les mer

  • Schuhe

    24. oktober 2018, Chile ⋅ ⛅ 16 °C

    Wer mich kennt weiss, dass ich sehr gerne Schuhe von unseren Reisen mitbringe. Für Chile habe ich beschlossen, dies dem Zufall zu überlassen. Und wie der Zufall so wollte, sollte dies ein guter Zufall gewesen sein, denn ich wurde zufällig fündig und konnte nicht widerstehen. Es gab ein letztes Paar Winterschuhe im Sale, denn in Chile sind alle auf den kommenden Sommer eingestellt, was für Mitteleuropa ja nicht zutrifft.Les mer

  • Chilenische Datenschutzgrundverordnung

    24. oktober 2018, Chile ⋅ ☁️ 18 °C

    Eine DSVGO (Datenschutzgrundverordnung) gibt es in Chile definitiv nicht. Mit seinen persönlichen Daten muss (oder will) jeder sehr freizügig umgehen. Egal ob beim Einchecken ins Hotel, beim Einkaufen im Supermarkt oder bei jedem Weingut der Tour von letzter Woche - überall werden neben der Nationalität auch Reisepass-Nummer, Alter, Geschlecht, Unterkunft und manchmal weitere Daten abgefragt - keinen scheint es zu interessieren, ob andere diesen Daten einsehen können oder was damit geschieht. Aber jeder Einheimische ist’s ich sicher, dass mit diesen Daten nichts gemacht wird - ausser sie zu sammeln.
    Und jeder Einheimische gibt diese Daten bereitwillig preis. Sogar der Vermieter von meinem Sohn gibt seine Pass-Nummer an Jan-Philipp, damit er sich für diverse Dinge registrieren kann (zB Velo-Sharing) oder an Vergünstigung kommt (zB beim Einkaufen).
    Wo die Regulationswut unter dem Deckmantel „Verbraucherschutz“ in Deutschland und der Schweiz viel zu weit getrieben wird, geht man in Chile vile zu lasch damit um.
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  • Total verrückt.

    24. oktober 2018, Chile ⋅ ☀️ 9 °C

    Punta Arenas stellt sich uns in den ersten Stunden als eine verrückte aus Alaska und dem mittleren Westen der USA (so wie wir es aus dem TV kennen), einem finnischen Dorf aus einem Kaurismäki-Film sowie Tomsk in der sibirischen Tiefebene dar. Der Ort hat von allem etwas - aber nichts von Chile, wie wir es uns vorstellen.
    Diverse Bausteile reihen sich in der Mittsommer-Nacht aneinander, alles scheint entschleunigt vor sich zugehen und auch die Menschen scheinen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt zusammengewürfelt worden zu sein.
    Ist dies wirklich wahr?
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