Wilsons Promontory National Park
February 26, 2025 in Australia ⋅ ⛅ 24 °C
Heute ging es weiter in den Wilsons Promontory National Park, knapp 90 Kilometer von unserem letzten Stopp entfernt. Die Strecke schlängelte sich direkt an der Küste entlang, mit atemberaubenden Ausblicken auf weite Strände und kristallblaues Wasser. Das Wetter war traumhaft, und als wir einen besonders schönen Strandabschnitt entdeckten, gab es keinen Grund weiterzufahren, ohne kurz ins Wasser zu springen.
Badesachen an, ab ins Meer – und Kälteschock! Die Wassertemperatur lag gefühlt irgendwo zwischen 19 und 20 Grad, also nicht gerade tropisch. Aber wie so oft gewöhnte sich der Körper nach ein paar Minuten daran, und plötzlich fühlte es sich einfach nur erfrischend an. Danach noch kurz am feinen Sandstrand trocknen, die Sonne auf der Haut genießen, und dann ging es weiter.
Auf dem Weg kamen wir durch ein verschlafenes kleines Städtchen und nutzten die Gelegenheit für einen Einkaufsstopp. Beim lokalen Butcher deckten wir uns mit frischem Fleisch ein – und dann entdeckten wir ein Netz frischer Muscheln für gerade mal 8 A$.
Mit großer Überzeugung verkündete Paul, dass er schon zigmal Muscheln zubereitet hat und uns abends einen schmackhaften Muschel-Pot kochen würde. Ich war gespannt. Sehr gespannt.
Unser Campingplatz lag direkt am Wasser, mit Plätzen, die durch hohe Hecken voneinander abgeschirmt waren – perfekt für ein bisschen Privatsphäre inmitten der Natur. Unser Set-up stand schnell, und wir machten uns auf den Weg zur ersten Erkundungstour: Big Drift.
Big Drift ist eine gigantische Sanddünenlandschaft, die mitten im Nationalpark liegt – und komplett von Wäldern umgeben ist. Eine Art versteckte Wüste mitten im Grünen. Durch die ständigen Winde verändert sich die Landschaft immer wieder, und wenn man einmal oben angekommen ist, fühlt man sich wie auf einem anderen Planeten.
Der Weg dahin war etwas fordernder als erwartet – wobei das auch an unserer nicht vorhandenen Fitness liegen könnte. 😅 Aber sobald wir oben standen, war die Anstrengung vergessen. Eine riesige Sandfläche, in alle Richtungen nur Dünen, und am Horizont der Ozean. Absolut surreal.
Nach einer kleinen Verschnaufpause machten wir uns auf zum Prom Wildlife Walk, einem gut ausgebauten Wanderweg, der mitten durch die Wildnis des Nationalparks führt.
Dieser Spot ist bekannt dafür, dass man hier eine Menge Tiere zu Gesicht bekommt – und genau so war es auch. Überall Kängurus, Wallabys und sogar Emus.
Was wir ebenfalls in Hülle und Fülle sahen: Wombathöhlen. Riesige Tunnel, die in den Boden gegraben waren – aber kein einziger Wombat weit und breit.
Als es bereits dämmerte, machten wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz. Der Muschel-Pot musste ja noch gekocht werden.
Während Paul voller Enthusiasmus die Zutaten vorbereitete, kam dann eine kleine, aber nicht unwichtige Wahrheit ans Licht: Er hatte Muscheln tatsächlich noch nie selbst gekocht. Er hatte nur ein paar Mal zugeschaut. Genauer gesagt: ein einziges Mal. 😄
Meine Spannung stieg. Aber siehe da, das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen. Pauls Talent für gutes Essen hat sich wieder einmal bewiesen. Kochen liegt ihm halt im Blut.Read more














