• Loch Lomond

    July 3 in Scotland ⋅ ☁️ 14 °C

    Im Loch Lomond gibt es rund 30 Inseln. Am besten lassen sie sich vom Wasser aus erkunden.
    Also buchen wir heute Vormittag eine Bootstour.

    Viele der Inseln sind unbewohnt und stehen unter Naturschutz. Zusammen mit den Buchten und Bergen verleihen sie dem Loch Lomond seine außergewöhnliche Landschaft und haben zu zahlreichen Mythen und Legenden inspiriert.

    Auf Inchcailloch soll die Heilige Kentigerna gelebt haben, deren Grab bis heute Besucher anzieht, während man erzählt, dass ihr Geist noch immer über die Insel wacht.

    Auf Inchconnachan lebt überraschenderweise eine kleine Population von Wallabys – ein Vermächtnis eines privaten Tierparks aus den 1940ern.

    Auch Inchmurrin ist geschichtsträchtig: Dort stand einst eine Burg, in der sich Mary, Queen of Scots aufhielt, bevor sie aus Schottland fliehen muste.

    Am berühmtesten ist aber sicher das Lied „The Bonnie Banks of Loch Lomond“
    Es ist eines der bekanntesten schottischen Volkslieder und geht vermutlich auf die Zeit des Jakobitenaufstands von 1745 zurück. Der Überlieferung nach erzählt es von zwei gefangenen jakobitischen Soldaten: Einer wird freigelassen und nimmt den „high road“, während der andere hingerichtet wird und den „low road“ nimmt – nach altem keltischen Glauben den Weg der Seele zurück nach Schottland.
    Die berühmte Zeile „You'll take the high road and I'll take the low road, and I'll be in Scotland afore ye“ bedeutet also nicht, dass der Sprecher einen kürzeren Weg kennt. Vielmehr sagt er: „Du kehrst lebend zurück, ich kehre als Geist vor dir in meine Heimat zurück.“ Dadurch wird das Lied zu einer bewegenden Mischung aus Liebeslied, Abschied und Sehnsucht nach der Heimat.

    Bis heute gilt das Lied als eine inoffizielle Hymne Schottlands. Es wird bei Konzerten, Sportveranstaltungen und festlichen Anlässen gesungen und wurde unter anderem von Runrig populär gemacht.
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