Hörst du das Flüstern? Lausche... spüre... wo in dir wohnt die Freude? Folge ihr... Das ist der Weg deiner Seele.
  • Day42

    Nochmal seekrank

    December 6, 2021, North Atlantic Ocean ⋅ ⛅ 26 °C

    Nikolaustag. Und mir ist wieder ganz komisch 🙄🤮

    Es ist wohl Zeit, das zweite Plaster Scopoderm zu kleben. Ich bin nicht sicher, ob mein Körper es geschafft hätte, sich auf dieses wilde Geschaukel einzulassen und die Übelkeit irgendwann tatsächlich weggeblieben wäre. Ich hab's nicht wirklich ausprobiert 🙈 Bin gerade sehr dankbar über diese medizinische Entwicklung ☺️Read more

  • Day41

    Mid-Atlantic Party 😍

    December 5, 2021, North Atlantic Ocean ⋅ ⛅ 26 °C

    Es kommt mir vor, als wäre das Ewigkeiten her... Die Mid-Atlantic-Party auf der Eye of the Wind. Dabei war das erst vor knapp zwei Monaten!

    Am 24.11. sind wir losgesegelt und am 5.12. hatten wir schon die Hälfte der Gesamtentfernung zurück gelegt! Der Wind war uns hold 😀Read more

  • Day34

    Day 6

    November 28, 2021, North Atlantic Ocean ⋅ 🌬 22 °C

    So langsam geht es mir besser. Ich habe lange und tief geschlafen und das Wunderpflaster funktioniert! Ein Glück 🙏🏼

    Die Eye of the Wind rollt stetig Richtung Westen... Und das Rollen meine ich wortwörtlich 😝 Ayla von der Crew hat ein "Roll-O-Meter" gebastelt, dass sie Rollbewegung des Schiffes zählt. Ich bin schwer beeindruckt, als sie die ersten Zahlen aufs Whiteboard schreibt: wir sind bereits Tausende Male hin- und her gerollt!

    Rundherum bis zum Horizont nur Wasser und Wellen 🌊 Das Meer ist wunderschön. Manchmal ist es knalleblau, dann wieder dunkelblau-grau, oft schaut es aus wie flüssiges Silber. Das berührt mich besonders.
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  • Day33

    Richtung Kapverdische Inseln

    November 27, 2021, North Atlantic Ocean ⋅ ⛅ 22 °C

    Wir fahren Richtung Süden, an der afrikanischen Küste entlang (die jedoch nicht zu sehen ist). Bald werden wir dann nach Westen abdrehen und Richtung Kapverdische Inseln fahren. Von da an geht's dann stetig gen Westen.

    Mir ist ziemlich übel 🤮 Ich bin nicht sicher, ob sich die Fische über das zusätzliche Futter gefreut haben 🙈 Ich finde es jedenfalls ziemlich grausig, über der Reling zu hängen und zu speiben. Und so beschließe ich, die Wunderwaffe gegen Seekrankheit zum Einsatz zu bringen - das Scopoderm-Pflaster. Das Abendessen lasse ich aus - allein der Geruch lässt mich zum Eimer greifen 🤢
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  • Day30

    Leinen los!

    November 24, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 22 °C

    Nach einer gemütlichen ersten Nacht in der kleinen, feinen Kabine krieche ich aus meiner Koje (mein Kabinenmitbewohner Danko aus Slowenien hat mir die obere überlassen) und orientiere mich erstmal.

    Um 8 Uhr gibt's Frühstück und dann heißt es "Leinen los"! Das ist alles sehr aufregend! Wir schippern also aus dem Hafen und setzen recht bald die Segel. Was für eine Action! Fünf Crewmitglieder klettern die Tackelage hoch, um die Seile zu lösen, mit denen die Segel hochgebunden sind. Dann kommen sie wieder runter und wer will, der darf beim Segel raffen gleich mal mithelfen. Ich bin fasziniert, wie man sich mit all den vielen Seilen auskennen kann 😅 Das Segel Setzen ist voll anstrengend! Manchmal ziehen wir zu dritt oder zu viert an einem Seil!
    Und dann.... sind schaltet Captain Moritz den Motor ab und wir gleiten dahin 😊🤩
    Noch sind Wind und Seegang eher moderat und ich fühle mich wohl.
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  • Day29

    Das Schiff liegt im Hafen!

    November 23, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 22 °C

    Es ist soweit...

    Ich habe einen wunderschönen Morgen mit Martina aus der Schweiz und Egle und Osvaldas verbracht, zwei besonderen Menschen aus Litauen. Ich bat die beiden, mich zur nächsten Bushaltestelle mitzunehmen - und am Ende haben sie mich zum Hafen gefahren 🙏🏼 Was für ein Geschenk!

    ⛵ Das Piratenschiff liegt vor Anker im Hafen von Puerto de la Cruz, Teneriffa. Sie ist wunderschön, die Eye of the Wind, noch viel schöner als auf den Fotos!! 28 Tage auf See, von hier über den Atlantik nach Martinique. Ich bin ein bisschen aufgeregt 😊 Und voller Vorfreude!!! Die überwiegt zum Glück 😅

    Liebe Freundin, lieber Freund. Je nachdem, wo du lebst, fühlt sich dein Leben jetzt halbwegs normal oder sogar weit an - oder ganz furchtbar eng, weil wieder ein Lockdown gilt. Ich fühle mit dir 🙏🏼

    Wir haben alle unsere ganz eigene Lebensreise. Meine führt mich mitten in diesen turbulenten, unsicheren Zeiten immer weiter nach Westen. Der Westen steht in vielen schamischen Traditionen für tiefe persönliche Transformation. Der Jakobsweg war der Anfang, nun geht es über das große Wasser und hinein in den Amazonas, diesen zutiefst weiblichen Ort. Ich weiß nicht, was mich dort erwartet. Ich weiß nur, dass ich hin muss, dem inneren Ruf folgen. Ich so gehe ich weiter, neugierig und voller Vertrauen.

    Erinnere dich an deine Kraft. Sie lebt in dir 💕

    P. S. Bin ab jetzt für 4 Wochen offline 🙂

    Herzensgrüße ❤️
    Katrin
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  • Day27

    Abendhimmel

    November 21, 2021 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Das Leben ist einzigartig. Unzählige kleine Zufälle erschaffen dieses Kunstwerk, das meine Seele nach dem heutigen Sonnenuntergang erfreut und nährt. Es verändert sich in jeder Sekunde. Der Einfall des Lichts, die Spiegelung auf dem Wasser, die Bewegung der Luft, Partikel in der Atmosphäre... all das und noch so viel mehr trägt zu dieser stetigen Veränderung bei.

    Möge das heute so ruhige Meer dein aufgewühltes Herz beruhigen.

    Möge das Rosa des Abendhimmels dich an deine Sanftheit erinnern.

    Möge dich die Schönheit dieses Momentes daran erinnern, ins Hier und Jetzt zurück zu kommen.

    Möge dieses Bild dir Ruhe schenken und dich in deine Kraft führen.

    Erlaube dir, all das loszulassen, was dich in diesem Moment belastet.
    Es ist deine Entscheidung.
    Du darfst dich fürs Ausruhen entscheiden. Du darfst dich entscheiden, dich niederzulassen, durchzuatmen, den Rhythmus deines Herzens ganz bewusst zu vernehmen, vielleicht zum ersten Mal seit Tagen.
    Erlaube dem Sturm im Außen weiterzutoben. Erlaube dem Sturm in deinem Inneren, sich zu legen.
    Es ist deine Entscheidung.

    [Und wenn du eh in deiner Kraft bist, genieße einfach den Anblick dieses Meisterwerkes der Natur, der Schöpfung 💜]
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  • Day26

    Alto de Guadajara

    November 20, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 12 °C

    Juhuuuu, wie schön es ist, Freunde vom Jakobsweg wiederzusehen!

    Fernando und seine zwei charmanten italienischen Begleiterinnen Sonia und Anna habe ich ein paar Etappen vor Santiago kennengelernt und wir saßen ein paar Stunden beisammen und haben uns unterhalten. Es war sehr lustig, inspirierend und einfach fein.

    Fernando lebt auf Teneriffa und hat mir heute seine Heimat gezeigt 😀 Natürlich stand auch eine Wanderung am Tableau, ganz in Camino-Tradition 😉 Es war wunderschön!

    In der Nähe von Vulkanen ist immer eine ganz besondere Stimmung. Riesige, scharfkantige Steinbrocken, Konglomerat, dann kleine, bröselige Steine am Weg und eine unglaubliche Vielfalt an Farben... und die Stille... fantastisch.

    Zum krönenden Abschluss hat mich Fernando noch in ein Guanchinche entführt. Guanchinches sind traditionelle Speisehäuser, in denen früher der überschüssige Wein mit ein paar typischen Gerichten der lokalen Küche angeboten wurden. Es war sooooo lecker 🤩

    Danke, Fernando. Danke, liebes Leben 🙏🏼
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  • Day23

    Erkenntnisse

    November 17, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 17 °C

    ❤️

    Das kleine Mädchen saß auf der obersten Stufe der Treppe. Sie kannte das Knacksen jeder einzelnen Stufe. Das Holz dehnte sich bei Wärme aus und zog sich wieder zusammen, wenn es wieder kälter wurde. Und natürlich knarrte und quietschte es, wenn jemand hinauf- oder hinunterging.

    Gelähmt vor Anspannung und Angst wagte sie kaum zu atmen. Wie so oft konnte sie nicht schlafen, weil ihre Eltern unten stritten. Oder besser gesagt: ihr Vater ihre Mutter gnadenlos anbrüllte und fertig machte. Sie würde dies nicht richtig machen und jenes, sie würde sein hart verdientes Geld für irgendwelchen Scheiß ausgeben, sie habe ihn angelogen, sei untreu und von Grund auf schlecht und sowieso an allem (!) Schuld.

    Das kleine Mädchen kannte all diese hasserfüllten Tiraden schon auswendig. Doch sie fürchtete sich jedes Mal (und es waren viele Male) wieder zu Tode und die Angst kroch immer tiefer in ihre Zellen. Vor allem die Angst, dass ihr Vater ihrer Mutter etwas antun würde. Die Angst, dass sie ihre Mutter nicht würde beschützen können vor der maßlosen Wut ihres Vaters. Sie wusste nicht, dass es nicht ihre Aufgabe war, irgendwen vor irgendwas zu bewahren. Doch weil ihre Mutter so wehrlos wirkte, hatte irgendwas in ihr unbewusst diese Aufgabe übernommen: aufpassen auf die Mama, sie beschützen vor dem betrunkenen, herumwütenden Vater.

    Das kleine Mädchen wuchs heran. Spürte, dass sie irgendwie anders durchs Leben ging, als andere Menschen. Verstand aber nicht, warum.

    Es war, als fände sie nicht so richtig ins Leben.
    Es war, als könnten alle anderen nährende und liebevolle Liebesbeziehungen führen.
    Es war, als bekämen irgendwann alle Kinder und bauten sich ein Haus.
    Es war, als wären alle erfolgreich im Beruf.
    Nur bei ihr haute das alles nicht hin.
    Es war, als würde sie immer wieder über unsichtbare Hindernisse stolpern, die ihr im Weg lagen.

    Die Frau, die einst das kleine Mädchen gewesen war, wurde traurig. Sie war verzweifelt und erschöpfte sich immer wieder in dem, was sie gerade tat, im Versuch, ihr Leben möge ihr doch endlich gelingen.

    Nach und nach verstand sie, dass es die Erfahrungen ihrer Kindheit und Jugend gewesen waren, die ihr Leben auch nach so vielen Jahren kontrollierten. Dass es die Angst der Vierjährigen war, die sie auch mit 40 noch lähmte, wenn sie mit Wut und Aggression konfrontiert war. Dass diese Erfahrungen sie auch heute noch Männer wählen ließen, die entweder real oder emotional nicht verfügbar waren - weil sie auf einer unbewussten Ebene immer noch so große Angst vor liebevoller Intimität und Nähe hatte.

    Und so stand sie auf, erhob entschlossen ihren Kopf, rückte sich ihre Krone zurecht, klopfte den Staub aus ihren Kleidern und gab sich das Versprechen, dass sie einen Weg finden würde, sich selbst zu heilen und ganz zu werden. Sie würde sich Unterstützung holen und keinen Stein auf dem anderen lassen, alles loslassen, was ihrem Leben nicht mehr diente und all das in ihr Leben holen, was sie sich wünschte. Sie versprach sich, sich selbst zum wichtigsten Menschen in ihrem Leben zu machen und sich selbst aus tiefstem Herzen lieben zu lernen.

    Sie spürte, dass die Heilung und Ganzwerdung ihrer selbst Kreise ziehen würde. Es würde ihren Ahninnen und Ahnen Heilung und Frieden bringen. Und es würde in der Gegenwart wirken und damit auch in die Zukunft hinein.

    Die Frau hat gelernt, für ihre inneren Kinder zu sorgen. Die Vierjährige sitzt nun nicht mehr alleine am Treppenabsatz. Sie sitzt auf dem warmen Schoß der Frau und wird von starken Armen gehalten und getröstet. Sie darf nun einfach das Kind sein, das sie ist. Sie muss nun keine Angst mehr haben. Ich bin da für sie. Ich kümmere mich und passe auf sie auf.

    ❤️
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    Traveler

    Feel you!

    11/18/21Reply
    Traveler

    So berührend und schön! ❤️✨

    11/22/21Reply
    Traveler

    ein wunderbar beschriebener Lebensweg, so ehrlich und berührend🙏💖

    12/21/21Reply
     
  • Day22

    Der Übergang

    November 16, 2021 in Spain ⋅ ⛅ 19 °C

    I have arrived 🙏🏼

    Zwischenstop Kanarische Inseln 🏝️

    Blick aus dem Flughafen Teneriffa Süd. Palmen. Blauer Himmel. Ein guter Cortado steht vor mir und ich bin einfach nur dankbar, dass ich hier sein darf 🪶

    Ein wunderbares Fleckchen Erde, der Jardín Mariposa, an dem ich eine Woche leben darf. Ich höre das Rauschen des Meeres, habe eine eigene terr und schaue gen Westen auf den Atlantik.

    Ich spüre deutlich: das ist ein Übergang.

    ☀️☀️☀️

    In Verbundenheit.
    Katrin
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