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  • Day81

    Futurehippie Yoga Retreat - Tag 1-4

    December 2, 2019 in Thailand ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute begann meine letzte volle Woche und für die nächsten 6 Tage zog ich nun an die Westküste der Insel, um im Futurehippie Resort an einem Yoga Retreat teilzunehmen. Das kleine Paradies am Strand wird von einem deutschen Paar geführt und liegt mit sechs kleinen Bambus Bungalows, einer offenen Yoga Shala und einem veganen Café direkt am Strand.

    Tag 1:
    Ich buchte mir am Montagmorgen vom Lamai Beach ein Taxi nach Taling Ngam Beach und kam nach circa 20 Minuten Fahrt in dem kleinen Fischerdorf an. Hier traf ich zum ersten Mal auf Meike und Reyk, die mich super lieb willkommen hießen und zur Begrüßung erstmal einen kalten Drink servierten. Da sie diese Woche gerade erst in die Saison starteten, waren wir für die kommenden Tage im Retreat Modus auch nur zu dritt: ich, Lisa aus Berlin und Anita aus der Nähe von Graz. Wir verstanden uns alle drei bzw. fünf von Beginn an blendend und bevor es 16.30 Uhr zur ersten Yoga Stunde ging, nutzten wir natürlich erstmal die Sonne und das Meer, um uns zu erfrischen und zu entspannen. Mein Bungalow lag ganz hinten unter einem riesigen, schönen Banja Baum und war wie alle anderen einfach aber niedlich eingerichtet. Es reichte zum Schlafen absolut aus, denn sofern es das Wetter zulassen würde, wollte ich mich idealerweise sowieso immer draußen aufhalten!
    Für die nächsten Tage hieß es also jeweils 7.30 & 16.30 Uhr Yoga, zusätzlich Dienstag und Donnerstag Abend-Meditation, am Mittwoch eine Creativity und Samstag eine Community Class sowie kein Alkohol und komplett vegane Ernährung innerhalb des Camps. Zwischen den Klassen konnte man sich frei aussuchen, wie man seine Freizeit verbringen möchte - da ich nun am Ende meiner Reise stand, hatte ich aber hauptsächlich vor, zu entspannen :)!
    Nach unserer ersten Yin&Yan Klasse um 16.30 Uhr fühlte ich mich bereits super entspannt, die Nachmittagsstunden sollten sowieso gezielt zum Runterkommen sein, während es morgens wohl eher anstrengend bzw. energiereicher werden wird - klang für mich definitiv gut und logisch :)! Da es leider auch anfing zu regnen, zogen wir uns unters Dach im Café zurück und bekamen auch gleich nach der Anstrengung unser erstes Abendessen serviert: vegane Tacos, gefüllt mit Bohnen, Gemüse und Reis, eine Karottenkürbissuppe und Salat - dazu die obligatorische frische Kokosnuss, es war super lecker! Nach dem Dessert blieben wir noch einige Stunden sitzen und quatschen was das Zeug hielt bis wir irgendwann müde in die Bungalows zogen :) - im Hintergrund rauschte das Meer und es war absolut friedlich und ruhig - genau das, was ich definitiv gesucht hatte.

    Tag 2:
    Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 7 Uhr, es regnete leicht und ich war zugegeben sehr müde und anfangs nur wenig motiviert, so früh Yoga zu machen. Zum Glück kamen in den Morgenklassen aber auch noch ein paar andere Yogis, die ebenfalls auf der Insel lebten und somit waren wir nicht die einzigen müden Gesichter, die sich morgens auf der Matte räkelten. Bereits nach der ersten Vinyasa Morgenklasse konnte ich jedoch feststellen, dass es mich absolut munter machte und meinen Energiefluss anregte, denn ich fühlte mich danach großartig! Wie zum Abend zuvor wurde uns auch hier sofort nach der Klasse ein vielfältiges Frühstücksbuffet serviert: vier verschiedene Sorten Obst, selbstgemachter Kokosjoghurt, selbstgemachtes Granola, Haferflocken, allerlei Samen und Kerne und Toast mit Aufstrich als Alternative.
    Die Sonne wollte heute nicht so richtig scheinen, was wieder dazu führte, dass wir im Café saßen und uns über alles Mögliche unterhielten. Zum Mittagessen liefen wir 100 Meter um die Ecke zu "Mama Roy" und teilten uns zu dritt zwei Currys, Pad Thai und einmal Mango Sticky Rice als Nachtisch. Danach hielten wir uns wieder bis zur nächsten Yoga Stunde halb 5 im Café auf - ihr seht, so ein Yoga Retreat ist neben den Anstrengungen bestens zum Entspannen geeignet :)! Am Nachmittag fokussierten wir uns auf unsere Mikro-Faszien und lernten so einige Übungen, um den Verklebungen entgegen zu wirken. Zum anschließenden Abendessen gab es dann Linsensalat, Falafel und verschiedene Rohkosts. Heute hatten wir zur Abwechslung noch eine Meditationsstunde für den Abend auf dem Programm. Hierfür zündete Maike ein paar Kerzen in der Shala an und führte uns im Sitzen durch eine Herzöffner Meditation, die uns anschließend auch gut zum Nachdenken brachte. Die Auswertung unserer Gedanken erfolgte wie immer in gemütlicher Runde bei Kerzenschein im Café bis wir uns irgendwann müde in die Betten verabschiedeten.

    Tag 3:
    Heute verlief alles wie am Tag zuvor außer dass wir Zuwachs bekamen - zum Mittag reiste Dani an, eine Freundin von Meike aus München, die einige Zeit im futurehippie verbringen wird, um ihr kürzlich operiertes Knie auszukurieren. Auch wir verstanden uns von Anfang an bestens, was es ein wenig traurig machte, denn Lisa würde morgen schon wieder abreisen und Anita entschied, ihr Retreat zu verkürzen, um wieder nach Koh Pha Ngan zu reisen bevor ihr Urlaub endete.
    Da es leider auch wieder regnetet, konnten wir nicht viel machen außer im Café zu lesen und zu quatschen aber wir sind ja Frauen und können das problemlos und stundenlang :)!
    Heute stand aber zwischendurch noch etwas anderes auf dem Plan - Mittwochs ist nämlich "Creativity Class" und wir entschieden uns, mit Meike einen Traumfänger zu basteln! In meinem Perfektionsstreben dauerte dies natürlich eine Weile aber es machte wirklich Spaß - ich denke, das Ergebnis kann sich auch sehen lassen :)!
    Die Nachmittagsstunde übernahm schließlich Chris, ein externer Lehrer und unterrichtete Ashtanga Yoga, was ziemlich strikte und schnelle Abfolgen von Asanas beinhaltete und an diesem Tag leider so gar nicht meins war. Erstens war es mir viel zu anstrengend und streng und zweitens sollte ich es auch noch abends spüren, denn Ashtanga ist eher energietreibend und pusht einen statt, wie wir es die letzten beiden Tage hatten, einen zu entspannen - ich konnte an dem Abend ewig nicht einschlafen und war gleichzeitig fasziniert, was die unterschiedlichen Yogaarten mit meinem Körper machten!
    Zum Abendessen gab es diesmal Spaghetti mit veganer Bolognese und/oder einer Spinatkokossauce. Ich hatte ewig keine Nudeln mehr gegessen und fand es super lecker - wir hatten Meike schon am ersten Tag geraten, ihr eigenes Kochbuch rauszubringen, es war einfach jede Mahlzeit ein reines Geschmackserlebnis :)!
    An unserem letzten gemeinsamen Abend machten wir natürlich nichts anderes als gemütlich zu Quasseln :). Bereits nach drei Tagen waren mir Lisa und Anita sehr ans Herz gewachsen und somit ging ich heute ein wenig traurig ins Bett, da wir morgen schon nur noch zu zweit sein werden - war aber natürlich gleichzeitig auch dankbar, dass es bis dato überhaupt so perfekt passte!

    Tag 4:
    Nicht sehr überraschend verlief auch der heutige Tag wie diejenigen zuvor :). Langsam gewöhnte sich mein Körper an die Aufstehzeit und ich fühlte mich jeden Morgen nach dem Yoga so gut, dass ich schon darüber nachdachte, wie ich dies zu Hause adaptiert bekomme. Da sich mein Bungalow Richtung Straße ganz hinten im Camp befand und Anita heute aus ihrem Bungalow direkt am Strand abreiste, sprach ich mit Meike und zog schließlich am Vormittag noch um - von nun an hörte ich zum Einschlafen nur noch das Rauschen der Wellen und sah das Meer sobald ich die Tür öffnete... was will man denn mehr :)!
    Da das Wetter nach wie vor nicht so mitspielte, lag ich mal wieder nicht wie gedacht jeden Tag am Strand, sondern schrieb heute ein bisschen am Blog und las im Café ein wenig in den dort liegenden Büchern. Wir verabschiedeten schließlich die Mädels und entspannten auf den Kissenliegen bis zur nächsten Yogaklasse, die diesmal Rayk unterrichtete und es zu unserer Freude wesentlich entspannter angehen ließ. Zum Abendessen waren wir dann nur noch zu viert und verspeisten Meikes leckere, vegane Pizza mit Salat. Hiernach war wieder eine Meditationsklasse geplant und somit lernte ich zum ersten Mal Yoga Nidra kennen. Bei dieser Form der Entspannung liegt man auf dem Boden und bekommt eine Geschichte in einer bewusst unspannenden Leseart vorgetragen, die zur Tiefenentspannung aber nicht zum Einschlafen führen soll. Während Dani nach circa 5 Minuten schlief, hielt ich die halbe Stunde durch, mit meinen Gedanken bewusst der Meditation zu folgen und dachte mir langsam, dass dieses Retreat wohl die beste Entscheidung überhaupt war - ich war schon lang nicht mehr so entspannt wie hier :)!
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