Wehrtürme und Häuser in Mestia
July 21 in Georgia ⋅ ⛅ 25 °C
Wehrtürme bestehen meist aus drei Stockwerken und in Swanetien mit dazugehörigen Häusern.
●Unterste Etage: Ein Raum für die Tiere und Menschen im Winter, beide geben sich Wärme und die Möglichkeit den harten Winter zu überstehen. Schlafen,Kochen, Essen, Leben,
Wobei mittlerweile Menschen und Tiere jetzt ins Tal abwandern.
●Erste Etage: Wohnraum für den Sommer die Tiere bleiben draußen.
Und im Winter wird hier das Heu für die Tiere gelagert. Es bietet auch noch eine Wärmeisolation.
●Der oberste Stock: hier sind viele Schießscharten angebracht um Feinde abzuwehren und Lagerraum( Munition Waffen Bögen Steine und weiteres Verteidigungsmaterial)
Die Wehrtürme wurden sehr stabil gebaut, eine Ecke zeigt zum Berg und bieten vor allen Dingen so auch Schutz vor Lawinen. 1987 wurden ganze Dörfer von Lawinen verschüttet, die Türme blieben stehen.
Und sie waren ein großes Statussymbol.
Viele Wohnhäuser haben zusammen einen Wehrturm.
Die Wohnhäuser sind zweistöckig und sind wie die Wehrtürme in den unteren beiden Etagen aufgebaut.
Im Augenblick existieren nur noch Wehrtürme im obersten Swanezien.
Dies ist die einzige Region, die unabhängig geblieben ist und sich wiederholt, erfolgreich der Obrigkeit zu wehr gesetzt hat.
Im restlichen Swanetien wurden die Wehrtürme abgerissen, um die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung herab zu setzen.
Text aus Wikipedia:
Swanetische und tuschetische Wehrtürme unterscheiden sich vor allem in Form, Einbindung in die Bebauung und regionaler Funktion. Swanetische Türme sind meist schlanke, hohe Steintürme von etwa 20 bis 25 Metern, oft an Wohnhäuser angebaut oder frei stehend, mit mehreren Stockwerken, engem Eingang und schmaler werdendem Oberteil �.
Swanetische Türme
Meist sehr hoch und schmal, mit 4 bis 5 Stockwerken, seltener 6 �.
Der Eingang liegt typischerweise erst auf Höhe eines oberen Stockwerks, nicht am Boden �.
Sie sind oft Teil eines Haus-Turm-Komplexes; unten Wohnhaus, daneben oder darüber der Wehrturm �.
Ihre Funktion war nicht nur Verteidigung, sondern auch Schutz vor Feinden und Naturgefahren �.
Tuschetische Türme
Tuschetische Türme wirken im Vergleich oft robuster und kompakter und stehen stärker für eine kombinierte Festungs- und Wohnarchitektur in einem hochalpinen Grenzraum. Diese allgemeine Charakterisierung passt zur Region Tuschetien und ihren historischen Siedlungen, etwa Omalo �.
Im Unterschied zu den berühmten Svanetien-Turmensembles gibt es in Tuschetien weniger einheitliche, dicht gedrängte Turmdörfer, sondern eher einzelne oder in kleinen Gruppen stehende Bauten im Umfeld von Siedlungen und Wehranlagen �.
Historisch ist Tuschetien stärker von abgelegenen Bergpässen und Grenzsicherung geprägt, was sich in der Architektur meist funktionaler und weniger ikonisch-standardisiert zeigt �.
Der wichtigste Unterschied
Der sichtbarste Unterschied ist: Swanetische Türme sind ikonische, sehr einheitliche Hochtürme mit Wohnhausbezug, während tuschetische Türme regional variabler und oft stärker in eine wehrhafte Siedlungs- und Grenzarchitektur eingebettet sind �.
Ein praktischer Merksatz
Wenn du an Mestia/Uschguli denkst, sind es die berühmten, fast schon „klassischen“ Kaukasus-Türme von Swanetien �. Wenn du an Omalo/Tuschetien denkst, ist das Bild stärker von der abgelegenen Hochgebirgslandschaft und kleineren Wehranlagen geprägt
Tuschetien
Tuschetien liegt als Grenzregion im Nordosten Georgiens zwischen hohen Pässen und war historisch gegen Überfälle aus Dagestan und dem nordkaukasischen Raum abgesichert. Die Türme dienten dort ausdrücklich als Beobachtungs-, Warn- und Zufluchtsbauten; in den Quellen werden auch die Laken als konkrete Gegner genannt �.
Swanetien
Swanetien ist vor allem für die sehr einheitlichen, hohen und schmalen Wohntürme bekannt, die oft direkt mit Häusern verbunden sind. Diese Türme schützten die Familien nicht nur vor Feinden, sondern auch vor Naturgefahren wie Lawinen; sie sind zudem das bekannteste und am stärksten „ikonisierte“ Turmbild des Kaukasus �.
Chewsuretien
Chewsuretien wirkt architektonisch oft rauer und stärker wie eine Wehrlandschaft als wie ein Ensemble einheitlicher Wohntürme. Dort gibt es zahlreiche Wehrtürme und Wehrdörfer, aber die Siedlungsform erscheint weniger standardisiert als in Swanetien; die Region ist insgesamt sehr wild, steil und defensiv geprägt �.
Direktvergleich
Einordnung
Wenn man es zugespitzt sagt: Swanetien ist das klassische Türmepostkartenbild, Tuschetien ist die Grenz- und Warnregion, und Chewsuretien ist die am stärksten wehrhaft wirkende Berglandschaft �. Der Unterschied liegt also weniger darin, ob Türme vorhanden waren, sondern darin, wie systematisch, sichtbar und standardisiert sie in die jeweilige Kultur- und Siedlungsform eingebunden warenRead more
















