Tag 2: Von der Rhônewelle ins Felsenwunder – Unterwegs durchs Ardèchetal
Am nächsten Morgen hieß es: Koffer wieder verladen, Anschnallen, weiter Richtung Süden. Die Provence rief – und wir waren bereit. Zwar kam der Bus an Lyon nur im Schneckentempo vorbei, aber das hatte auch sein Gutes: So konnten wir einen flüchtigen Blick auf die imposante Silhouette der Stadt erhaschen – ein bisschen urbaner Kontrast, bevor die Landschaft langsam in sanftere Töne überging.
Dann war sie da – die Rhône. Breit, ruhig, ehrwürdig. Allein ihr Anblick ließ die Reisegeschwindigkeit plötzlich egal erscheinen. Ein kurzer Toilettenstopp in der Nähe von Montélimar – der Heimat des berühmten Nougats, den wir zumindest im Geiste schon schmecken konnten – und weiter ging es Richtung Ardèche.
Unser Ziel: der Pont d’Arc – dieses spektakuläre Naturwunder, das sich wie ein steinerner Regenbogen über die Ardèche spannt. Hier legten wir einen längeren Aufenthalt ein. Und während die Gäste staunten, fotografierten und einfach die Kulisse genossen, packten wir am Bus aus: heiße Bockwurst, frischer Kaffee – ein Hauch deutscher Rastkultur mitten im südfranzösischen Panorama. Der Mix kam gut an.
Im Anschluss nahmen wir uns Zeit, das Ardèchetal hinunterzufahren. Kurve um Kurve ein Postkartenmotiv. Immer wieder hielten wir an, ließen die Gäste aussteigen, Kameras klicken, Augen glänzen. Es war einer dieser Tage, an denen man merkt: Die Natur ist manchmal der beste Reiseleiter. Und ich darf dabei sein.Read more