• Zum Markt von Puntagorda

    11. januar, Spanien ⋅ ⛅ 15 °C

    Seit letzten Donnerstag sorgte und sorgt das Tief aus dem Nordatlantik für Chaos in Deutschland. In Hamburg zum Beispiel Schneehöhen von 1 Meter. Flüge wurden gestrichen, die Bahn stellte im Norden von Deutschland ihre Fahrten ein, Schulen wurden geschlossen und ganz schlimm: die Bundesligaspiele von Sankt Pauli und Werder Bremen wurden abgesagt.

    Hier auf den Kanaren bekommen wir scheinbar die Vorboten und Auswirkungen von "Elli" zu spüren. Seit dem 01. Januar ist es nicht nur auf La Palma kalt und nass. Mit "kalt" meine ich, dass es tagsüber 20 Grad sind, nachts 13 Grad. Das ist ungewöhnlich für die Kanaren. Wir haben in diesem Herbst unser 30-jähriges Teneriffa-Jubiläum, aber an so eine Kälte kann ich mich nicht erinnern. Die Sonne lässt sich im Osten von La Palma selten blicken, wenn dann nur für wenige Stunden. Im Westen und Süden ist es etwas besser.

    Wir sind heute Vormittag nach Puntagarda gefahren, also in den Nord-Westen. Bauer Himmel und Sonnenschein. Puntagorda liegt auf rund 700 Hm, entsprechend frisch ist es dort. Der Bauern-Markt ist wie immer gut besucht, besonders an den Brot- und Kuchenständen muss man lange anstehen, um seinen Einkauf zu machen. Die Gegend von Puntagorda ist zwar landschaftlich schön, aber in der Höhe und Abgeschiedenheit möchte ich nicht wohnen. Ich bin nicht sicher, ob man zu einem Friedhof "schön und romantisch" sagen darf, aber der Friedhof unterhalb der Stadt liegt, macht auf mich so einen Eindruck.

    Wir besuchen das Restaurant "Los Olivos" in Tijarafe und fahren danach runter zum Hafen von Tazacorte, um dort noch etwas spazieren zu gehen.

    Auf der Rückfahrt zur Ferienwohnung können wir den Vulkan "Tajogaite" gut erkennen, der im September 2021 ausgebrochen ist. Damals wurden rund 3.000 Häuser zerstört, ganze Siedlungen mit Lava überschüttet.
    Læs mere