• Roque de Muchachos

    17. januar, Spanien ⋅ ☀️ 9 °C

    Der Roque de los Muchachos (deutsch etwa Fels der Jünglinge und kurz Roque) ist mit einer Höhe von 2.426 Metern die höchste Erhebung der zu Spanien gehörenden Kanareninsel La Palma.

    Zwischen 2.350 und 2.400 Metern Höhe befindet sich das Institutsgelände des Roque-de-los-Muchachos-Observatoriums. Es ist eine Ansiedlung von Sternwarten am Hang des Roque de los Muchachos. Zusammen mit dem Teide-Observatorium auf Teneriffa bildet das ORM das European Northern Observatory.

    Die astrophysikalischen Observatorien wurden 1985 eröffnet. Das ORM beherbergt sowohl Nacht- als auch Sonnenteleskope und gilt als eines der größten Observatorien weltweit. Ausschlaggebend für den Standort des Projektes waren die klimatischen Bedingungen auf der höchsten Erhebung von La Palma.

    Das ORM ist dabei neben dem Paranal-Observatorium in Chile Teil des Cherenkov Telescope Array (CTA), welches das weltweit größte Forschungsprojekt der Gammastrahlen-Astronomie ist. Vor allem die large-size Teleskope auf La Palma machen dieses Observatorium so besonders, denn diese sind auf Gammastrahlen im niedrigsten Energiebereich (20 Gigaelektronenvolt) spezialisiert und schnell beweglich, was sie zu einem idealen Werkzeug zur Beobachtung vorübergehender Ereignisse im Universum machen.

    Soweit Wikipedia, wo es noch mehr über das Observatorium zu lesen gibt: https://de.wikipedia.org/wiki/Roque-de-los-Much…

    Da es bei den Wetterverhlätnissen nicht möglich war, Fotos zu machen, habe ich lizenzfreie Fotos aus dem Internet herunter geladen.

    Nun noch etwas trauriges: Florian Goebel war ein deutscher Astrophysiker.

    Er promovierte 2001 in Hamburg und arbeitete anschließend am Max-Planck-Institut für Physik in München und war Mitglied bei DESY. Bis zu seinem Tod leitete er das MAGIC II Teleskop-Projekt. Er starb im Alter von nur 35 Jahren, als er aus etwa zehn Metern Höhe abstürzte, während er an der Kamera des Teleskopes arbeitete. Sein Tod führte zur Absage der Einweihungsfeier des MAGIC II Teleskops, die neun Tage nach seinem Tod geplant gewesen wäre. Ihm sind die beiden Teleskope MAGIC I und MAGIC II des MAGIC-Teleskop-Projektes gewidmet, woran eine bei der Einweihung der Teleskope im April 2009 enthüllte Gedenkplakette erinnert. Am 13. Oktober 2025 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (800457) Floriangoebel.

    Wir sind heute morgen schon früh unterwegs gewesen, da blauer Himmel und pure Sonne lockten uns zum "Aufstieg" des Roque. Eine sehr kurvenreiche Strecke führt über die LP-4 hoch. Eine traumhafte Landschaft. Aber, als wir in etwas 2.000 Hm waren, zog Nebel auf. Dazu mehr und mehr Regen und starker Wind. Und ca. 5 km vor dem Ziel wurden die Straßenverhältnisse miserabel. Auf der Fahrbahn lagen viele Steine, teils Faustdick und sogar Felsbrocken von 60 bis 70 cm Durchmesser. Dazu an einigen Stellen war der Asphalt aufgerissen. Slalomfahren war norwendig. Um es ehrlich zu sagen: es war eine gefährliche Fahrt. Den Roque anzufahren über die LP-4 vom Osten aus würde ich nie mehr machen.

    Oben angekommen war es bitterkalt, gefühlt 0 Grad, es stürmte und regnete. Kurz raus aus dem Auto und nur ein Foto gemacht, siehe unten.

    Wir sind dann zum Besucherzentrum gefahren und haben uns dort umgeschaut. Eine wirklich faszinierende Ausstellung, die auch zum Mitmachen anregt, also interaktive Wissensvermittlung. Sehr empfehlenswert. Man kann dort Stunden verbringen. Es wird in einem kleinen Kinosaal ein Video gezeigt, ebenfalls sehr interessant, leider nur
    etwa 10 Minuten.

    Danach sind wir zurück über Barlovento zur Ferienwohnung gefahren. Kurz vor Santa Cruz waren die Wolken plötzlich verschwunden, die Sonne schien, aber der Wind war immer noch heftig.

    Zum Schluss noch ein Blick auf geschicktes Marketing: Das Salz aus der hiesigen Saline (Fuencaliente) kostet im Supermarkt oder im Salinen-Shop zwischen 0,55 und 0,70 EUR, dann im 500 g Plastikbeutel. Es wird auch im Glas angeboten, dann kostet es 6,50 EUR, immerhin für 250 g :-)
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