Sammelsurium "to do"
Dec 1–2, 2025 in Argentina ⋅ ⛅ 18 °C
Es gibt einiges auf einer Langzeitreise wir unserer, mit dem wir uns zu Hause nicht beschäftigen müssen. In Rio Gallegos kommen alle "to dos" ausnahmsweise gleichzeitig zum Tragen.
Trinkwasser - wir haben ca. 90l im Tank - muss alle 10 bis 14 Tage aufgefüllt werden. Wir verwenden es für Kaffee, Tee, zum Kochen und Spülen, aber auch zum Zähneputzen. Zum Waschen ist es uns zu kostbar. Es gibt zwar öffentlich zugängliche Wasserstellen, aber nicht immer läuft auch Trinkwasser aus dem Hahn. In Río Gallegos fahren wir deshalb ein Agua-Purificado an und kaufen sicher entkeimtes Wasser.
Propangas ist monatlich leer: Wir haben 2 kleine Gasflaschen mit je 2½l Inhalt. Wenn eine der Flaschen leer ist, suchen wir nach einer Füllmöglichkeit für unser kanadisches System, denn wir haben keinen Adapter. Wir finden einen Gasladen, der eine Flasche zu Flasche Befüllung vornimmt. Dabei entweicht mehr Propan, als wir tanken. Leider hatte der freundliche Gasmann Getriebeöl an seinen Händen. Nach Einbau der Gasflasche stinkt es übelkeiterregend im Innenraum und es dauert eine Weile, bis ich die Ursache finde. ("Nein, Jörg, da ist kein Leck im Getriebebereich! Wirklich nicht!")
Wäsche waschen ist alle 2 Wochen dran. Dann haben wir ungefähr die Menge an dreckiger Wäsche für 2 Waschmaschinenladungen. In Kanada und den USA konnten wir noch Selfservice-Laundries benutzen, seit Mexiko müssen wir unsere Kleidung abgeben und können sie meistens am nächsten Tag schon wieder abholen. Da wir einen Ersatzbezug für die Matraze und die Kopfkissen haben und beim Fehlen des Bettbezuges Seidenschlafsäcke zum Schutz der Decken verwenden, geht das problemlos. Der Geruch der frischen Wäsche ist mal wie Gummibärchen, mal löst er bei uns die Frage aus, ob überhaupt gewaschen wurde.
Tanken ist natürlich auch wichtig. Anders als zu Hause gibt es hier jedoch noch einen Tankwart, der sein Geschäft versteht und zu wissen meint, welcher Treibstoff für Grobi geeignet ist: Schon mehrfach hatten wir Diskussionen, weil wir auf "Diesel" bestehen. Auch die Litermenge, die wir wünschen, führt zu Irritationen: Schon so mancher Tankwart hat unter den Wagen geschaut, um ein Leck auszumachen, wenn nach über 100l Füllmenge nicht abgeriegelt wurde.
Hin- und wieder, wenn wir die Farbe wegen des Staubes nicht mehr erkennen können, gönnen wir unserem blauen Begleiter eine Wäsche. Selfservice ist nicht üblich und eine Waschstraße haben wir seit Mexiko nicht gesehen. Hier wird noch Hand angelegt! ... und manchmal das Wasser auf offener Flamme angewärmt.
Und dann suchen wir noch nach einem offenen WiFi, denn wir haben keine funktionierende Simkarte für unser Handy ... .
Einkaufen werden wir heute nicht, da wir morgen die Grenze nach Chile überqueren: Die Einfuhr von Gemüse, Obst, Fleisch und anderen tierischen Produkten (auch Honig!) ist verboten.
In Río Gallegos gibt es, wie in fast allen Städten Argentiniens ein verwirrendes Netz an Einbahnstraßen und Verboten abzubiegen. Beschaut man sich unsere zurückgelegte Strecke in der Stadt, könnte man meinen, wir wären orientierungslos.Read more








TravelerSo schön geschrieben 😆😆😆