• "Trostloser Ort, wo der Teufel haust",

    Dec 2–3, 2025 in Chile ⋅ 🌬 16 °C

    bedeuted "Pali Aike" in der Sprache der Tehuelche - Indigenen. Der Nationalpark ist unser nächstes Ziel, doch vorher müssen wir noch Obst und Gemüse kaufen ... die Grenze zu Chile mit den Einfuhrrestriktionen liegt hinter uns. In Punta Delgada, dem ersten Ort hinter der Grenze, soll es zwei Supermärkte geben, doch "Supermarkt" (Zitat: IOverlander) ist das falsche Wort: Tante-Emma-Laden mit eingeschränktem Angebot wäre der richtige Ausdruck! Der erste Krämer hat auf seinen 9qm zu 90% Hochprozentiges. Es gibt außerdem je eine kleine Kiste Kartoffeln, Zwiebeln und Birnen. Aus letzterer suche ich 2 für das Frühstück heraus, die in Deutschland nicht mehr verkauft würden. Der Rest ist komplett gammlig.
    Der zweite Krämer gleicher Größe verkauft neben Chips und anderen Snacks auch noch eine eingeschränkte Menge Hygieneartikeln. Wir erstehen eine Zahnpastatube ... jetzt sind dort nur noch 2 im Regal.
    Mich gruselt es etwas, wenn ich an unsere Ernährung denke ... es gibt nur noch einen weiteren Ort auf dem chilenischen Festland Richtung Süden - Punto Arenas. Wenn wir dort nicht vernünftig einkaufen können, ... .
    Aber erst einmal "Pali Aike"! Die Rangerin ist überaus freundlich: Wir müssen nur für einen Tag Eintritt bezahlen, dürfen aber 2 Tage hinein und sie erlaubt uns sogar, vor dem Eingang zum Nationalpark zu übernachten. Torres del Paine hat mehr Besucher an einem Tag als dieser NP im ganzen Jahr.
    Dabei sind die erkalteten Lavaströme und die erloschenen Vulkankrater in diesem trockensten Teil der patagonischen Steppe wirklich sehenswert, wenn auch ein trostloser Ort, wo der Teufel haust.
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