• Seefahrt

    Feb 9–12 in Argentina ⋅ ☁️ 12 °C

    Es gibt einen Grenzübergang zu Chile, dessen Straße kurz hinter der Grenze an einem See endet. Weiter geht es nur mit einer Fähre. Noch auf argentinischer Seite befindet sich unweit des Weges ein weiterer See, der einsam in die Wälder eingebettet mit einem schönen Wasserfall und heißen Quellen in ihrer natürlichen Umgebung lockt. Das klingt vielversprechend. Das Wetter ist bestens, als wir am Nachmittag einen Schotterweg mit schönsten Gesteinsformationen entlang fahren, als wir bemerken, dass wir zu früh abgebogen sind. Wir drehen um und erreichen den Pass eines niedrigen Höhenzuges - jetzt auf dem richtigen Weg - in schönstem Abendlicht. Allerdings können wir von dort in die Zukunft sehen und die verheißt Regen. Er begleitet uns die nächsten Tage: Wir fahren zwar die Thermalquellen an, verzichten aber auf die 4km Wanderung bis zu Ihnen hin. Nässe und Kälte schrecken uns ab. Nur den Wasserfall erreichen wir, ohne allzu nass zu werden.
    Doch dann rettet uns ein Wetterumschwung und ich kann im schönsten Morgenlicht den Honig aus seinen labbrigen Eimerchen in feste Flaschen umfüllen und in Grobi sicher verstauen - vielleicht sollte ich lieber verstecken sagen, denn die Einfuhr von Honig nach Chile ist verboten. Der Kauf des flüssigen Goldes war wirklich keine gute Idee.
    Doch der Tag bringt uns nicht nur mit dem Wetter Glück. Es bleibt uns auch bei der gründlichen Untersuchung des Wageninneren auf chilenischen Seite der Grenze und am Ticketschalter für die Seeüberfahrt treu. Obwohl wir keine Reservierung haben und die Fähren bis auf weiteres ausgebucht sind, findet sich für Grobi noch Platz.
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