Über Stock und Stein zum Passo Duran
July 14 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C
In der letzten Nacht gab es ein Gewitter und etwas Regen. Als wir beim zusammenpacken unsere Rucksäcke waren, hat es auch einmal kurz geregnet. Der vorhergesagte leichte Regen und eventuell auch Gewitter über den Tag, haben sich nicht eingestellt. So konnten wir den ganzen Tag, allerdings bei starker Bewölkung, trocken bewältigen.
Da wir aber immer knapp unter der Wolkendecke unterwegs waren, lief der Schweiß nur so von der Stirn.
Wie geplant sind wir also als komplette Mannschaft heute Früh pünktlich um 7:00 Uhr zum Frühstück erschienen. Nach einem eher durchschnittlichen Frühstück sind wir dann nach und nach bis circa 7:40 Uhr am Rifugio Vazzoler gestartet. Als erstes mussten 300 Höhenmeter auf einem Fahrweg nach unten bewältigt werden. Dann zweigte der Weg ab und es ging sowohl über trockene Bachbetten mit großen Felsbrocken, als auch durch Wald mit viel Wurzelwerk am Boden. Der Weg wurde allmählich steiler.
In die Stille hinein war zunehmend starker Hubschrauberverkehr zu hören, den ich als überaus lästig empfand. Als dann nach einiger Zeit der Hubschrauberlärm beendet war, vernahm ich ein sehr starkes Rauschen über mir. Es waren Wingsuit Basejumper, welche zuvor von den Hubschraubern auf die hohen Felsklippen gebracht wurden. Immer wieder war das Rauschen zu vernehmen, aber erst als wir den Wald durchschritten hatten und ins freie Gelände kamen, konnten wir diesem Schauspiel auch folgen. Als offensichtlich alle zu Tal geschwebt waren, wurden sie erneut von den Hubschrauber nach oben gebracht. Dieses wiederholte sich einige male. Da wir zwischenzeitlich den größten Anstieg bewältigt hatten, folgte unser Weg, in leichtem auf und ab, am Hang entlang. Allerdings außer Sichtweite des vorher genannten Spektakels.
Dann wieder im stetigen leichten auf und ab, ging es dann bis zum Rif. Carestiato. Da wir ja mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unterwegs waren, war das unser letzter Sammelpunkt vor dem Abstieg zum Passo Duran.
Nach einer Stärkung mit Kaffee, Cola und einem „Mittagessen“, wurde der Zeitplan noch einmal angepasst. Da wir doch sehr zeitig dran waren, wurde die Abfahrtszeit unseres Taxi per Telefon noch einmal vorverlegt.
Als ich dann noch die letzten 200 m zum Parkplatz zurückzulegen hatte, ist auch das Taxi schon vorgefahren. Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem obligatorischen Gruppenfoto, sind wir dann ins Taxi eingestiegen und wurden über diverse Pässe nach Niederdorf zurückgefahren.
In meiner bereits gebuchten Unterkunft habe ich dann meine deponiert Reisetasche in Empfang genommen, bin auf mein Zimmer gegangen und habe die Dusche genossen. Nachdem ich dann meine Füße verarztet hatte ( habe mir natürlich wieder Blasen gelaufen🤪☹️) und das Abendessen erst um 19:30 Uhr stattfindet, habe ich die Zeit genutzt um ein Stück den fehlenden Schlaf nachzuholen.😜
Ich habe an diese Wanderung ja noch drei Tage in Südtirol drangehängt. Zum einen, um etwas zu erholen, aber auch die Wanderung noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich denke, dass ich morgen noch mal einen Bericht, eine Art Resümee verfassen werde.
Aufgrund der doch nicht so tollen Sicht auf der Wanderung gibt es heute auch nicht sehr viele Bilder.Read more















