• Hans Schwendner
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Alta Via 1

Vom Pragser Wildsee durch die Dolomiten bis zum Pass Duran. 1 Woche Berge pur😎. Von Hütte zu Hütte Read more
  • Trip start
    July 7, 2026

    Auf der Anreise

    July 7 in Germany ⋅ ☁️ 28 °C

    Resümee:
    Für mich wird es wohl das letzte Mal gewesen sein, so eine anstrengende Tour zu unternehmen.

    So endete mein letzter Beitrag bei der Alpen Überquerung. 😂

    Na ja. Ich war wohl doch ziemlich müde 😜
    Kaum erholt, wuchsen die neuen Ideen.

    Nun bin ich auf der Anreise nach Südtirol.
    Erstes Ziel ist meine Unterkunft in Niederdorf (Pustertal).
    Inzwischen habe ich mit dem FlixBus den ZOB in München erreicht. Hier habe ich erst mal noch 1h Wartezeit, bevor es dann Richtung Meran weiter geht. Ich werde in Sterzing aussteigen um dann mit Bus und Bahn zum Zielort zu gelangen.
    Dank der Südtirol Mobilcard, welche mir vom Hotel vorab per Mail zugestellt wurde, kostet das schon mal nichts mehr 😎

    Morgen früh habe ich dann den Bus um 08:39 Uhr zum Pragser Wildsee gebucht. Dann geht erst mal 900hm nach oben 😅.
    Natürlich zu Fuß 🦶
    Dann geht es 1 Woche von Hütte zu Hütte um am Ende mit dem Taxi wieder zurück ins Hotel zu fahren.
    Dort habe ich dann, in weiser Voraussieht, noch mal 3 Tage zu Erholung gebucht.😜
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  • Ich bin da 😎

    July 7 in Italy ⋅ ☁️ 25 °C

    Die Anreise mit dem Flixbus hat einwandfrei funktioniert und führte mich über Garmisch nach Innsbruck und dann über die Brennerautobahn nach Sterzing. Hier war ich der einzige Fahrgast der Ausstieg. In Sterzing angekommen, habe ich die Straßenseite gewechselt, um an der gegenüberliegenden Haltestelle den Bus zum Bahnhof zu nehmen. Eine kurze Recherche im Onlineportal des Nahverkehrs zeigte mir dann, dass mein Bus circa 5 Minuten Verspätung haben wird. Da ich in Sterzing aber diesen Zug erreichen wollte, war das schon sehr knapp. Ich habe eine Route in Google Maps eingegeben und festgestellt: Wenn ich laufe, bin ich früher am Bahnhof. Und nach dem langen Sitzen war die Bewegung sicher nicht verkehrt. Am Bahnhof angekommen, bin ich dann direkt zum Gleis gegangen (Was ein Fehler war🤪). Der Zug kam pünktlich und brachte mich bis Franzensfeste. Dort bin ich dann wieder umgestiegen in den Zug Richtung Innichen.
    In den Nutzungsbedingungen meine Mobil Card hatte ich bereits gelesen, dass diese vor der ersten Benutzung entwertet werden muss. Leider habe ich in Sterzing und in Franzensfeste keinen Automaten gesehen, so bin ich ohne diese Entwertung in den Zug eingestiegen. Promt kam auf der Fahrt Richtung Innichen eine Fahrscheinkontrolle. Die nette Schaffnerin hat mich dann aufgeklärt, dass ich diese Karte erst entwerten hätte müssen und ich das bitte das nächste Mal dann tun sollte. Die Entwertungsautomaten sind immer in der Bahnhofshalle zu finden. Ich habe ihr versprochen, das zukünftig zu tun.
    In Niederdorf angekommen war es ein kurzer Fußmarsch bis zu meinem Hotel ( ca. 300m 🥵). Hier wurde ich herzlich begrüßt und mir mein Zimmer zugewiesen. Durch eine Umplanung habe ich ein etwas größeres Zimmer bekommen. Natürlich zum gleichen Preis.
    Da es erst um 19:30 Uhr Abendessen gibt, habe ich noch eine kleine Runde durch den Ort gemacht. Im nahe gelegenen Supermarkt habe ich mir dann noch ein Eis und zwei Birnen gegönnt und liege nun faul auf meiner Couch und schreibe diesen Bericht.
    Morgen wird es dann ernst.
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  • Welch ein Panorama!

    July 8 in Italy ⋅ ☁️ 16 °C

    Und sitze hier vor der Sennes Hütte. Die Sonne scheint in die gegenüberliegenden Berge. Welch ein Panorama! Aber der Reihe nach.
    Im Vorfeld bei der Planung wurde ich von einem Tour Teilnehmer angeschrieben, wegen einer Fahrgemeinschaft am Ende der Tour zurück nach Niederdorf. Um das Ganze besser zu organisieren, habe ich der Fahrgemeinschaft ein Bild von mir gesendet.
    Als ich dann an der Bushaltestelle auf den Bus gewartet habe, ist Fabian, einer aus der Gruppe, bereits auf mich zu gekommen.
    So sind wir wie geplant, gemeinsam mit dem öffentlichen gebuchten Bus zum Pragser Wildsee gefahren. Dort herrschte absolutes Verkehrschaos.
    Schnell haben wir uns auf den Weg um den See herum gemacht, um dann über die Schotterfelder aufzusteigen. Da ich bei meinen Anstrengungen immer sehr auf meinem Puls achte, musste ich meine Geschwindigkeit doch etwas zurücknehmen und wir haben uns dann erst mal getrennt.
    Der Aufstieg bis zur Ofenscharte mit gut 900 Höhenmetern war zwar anstrengend, aber in gut 3h zu bewältigen. Nach einer kurzen Pause auf der Seekofel Hütte mit Kaffee und einem Ski Wasser, ging es dann weniger anstrengend bis zur Sennes Hütte weiter.
    Das Panorama ist atemberaubend. Ich hänge ein paar Bilder mit hinten an, um euch einen Eindruck zu vermitteln.
    Die Hütte ist gut bewirtschaftet. Es gab eine warme Dusche. Wir sind als Wandergruppe, wenn man das so als Gruppe bezeichnen kann, sechs Leute, die gemeinsam in einem Zimmer untergebracht sind. So waren wir jetzt zum Abendessen noch beieinander gesessen, um auch den morgigen Tag kurz zu besprechen.
    Da ich aber kein Netz habe, schreibe ich diesen Bericht jetzt auf einer Bank außerhalb der Hütte mit herrlichem Panorama auf die von der Sonne beleuchteten Berge. Ich werde ihn dann Morgen, wenn ich wieder Netz habe hochladen, damit ihr neidisch werden könnt 😎😜. Jetzt wird mir aber trotz Daunenjacke doch etwas zu kalt hier draußen. Es geht nämlich doch ein etwas unangenehmer Wind und wir sind doch relativ weit oben.
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  • Wie immer der dritte Tag

    July 9 in Italy ⋅ ☀️ 18 °C

    Der dritte Tag, inklusive der Anreise natürlich, ist für mich immer einer der schwierigsten. Die Umstellung auf die Dauerbelastung, die fehlenden Muskeln und vor allem der fehlende Schlaf. die letzten beiden Nächte waren nicht erholsam. So habe ich mich heute durch den Tag gequält.
    Nach einem überaus reichlichen Frühstück bin ich gegen 8:30 Uhr an der Sennes Hütte gestartet. es folgte ein langer, steiler und beschwerlicher Abstieg bis zur Pederü Hütte. Eigentlich war ich froh, dass ich diesen Weg nicht nach oben laufen musste. Da die Pederü Hütte mit dem Auto erreichbar ist, war die Tour heute sehr überlaufen. In allen Richtungen Menschenmassen. Auf der gestrigen Tour war es überwiegend doch bewölkt. Heute strahlender Sonnenschein. Da ich an der Pederü Hütte über einen Bach musste, habe ich vorsichtshalber meine Filterflasche aufgefüllt. Das hat sich im Nachhinein als richtig erwiesen. Heute habe ich viel Wasser verbraucht. Der anschließende Aufstieg bis zum heutigen Tagesziel, der Faneshütte, hat sich gezogen. Zudem war ich hundemüde. Als ich dann endlich eine Bank mit Schatten fand, habe ich mich dort hingelegt und bestimmt 10 Minuten geschlafen. Danach noch etwas Energie zugeführt, Müsliriegel und Erdnüsse, dann ging es doch besser bis zum Tagesziel. Hier habe ich jetzt kurz vor 15:00 Uhr eingecheckt, war unter der Dusche und schreibe jetzt gleich den Bericht. Hier gibt es WLAN😎. Ihr müsst also nicht bis morgen warten, weil normales Netz ist hier wieder nicht vorhanden ☹️.
    Heute bin ich in einem „Lager“ untergebracht worden. Elf Betten. Eines bis in den dritten Stock. Ich muss leider in den zweiten Stock. Mir tun jetzt schon die Füße weh von der Leiter.
    Um 19:00 Uhr gibt es Abendessen. Ich werde mich wohl jetzt noch mal ins Bett legen. Vielleicht kann ich noch ein bisschen schlafen. Morgen geht es mir dann bestimmt besser, denn Morgen gibt es wieder eine schwere Tour mit 1000 Höhenmeter Anstieg. Morgen geht es nämlich auf den Lagazuoi.
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  • Das war ein wunderbarer Tag

    July 10 in Italy ⋅ ⛅ 15 °C

    So war eben die einhellige Meinung im Zimmer.
    Wir sind ja sechs Personen, die über OASE.DE diese Wanderung gebucht haben. So treffen wir uns spätestens im Quartier immer wieder. Unser heutiges Ziel war die Lagazuoi Hütte auf 2752m.
    Wir waren uns alle einig, dass es zwar sehr anstrengend, aber wunderschön war.
    Meine Trekking App hat 1184 m Aufwärts und 510 m Abwärts gezählt. Das ganze auf 13,5km verteilt.
    Als kleinen Abschluss bin ich dann gleich noch bis zum Gipfel durchgelaufen. Da war ich vor vielen Jahren schon mal, aber jetzt haben die da wirklich wie eine Autobahn einen Fußweg hin gebaut für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet.
    Jetzt sitze ich hier vor der Hütte auf der Aussichtsplattform die Tagestouristen, sind mit der Seilbahn wieder ins Tal gefahren
    und genieße das Panorama rundum. Wir sind fast der höchste Gipfel. Nur gegenüber der Berg ist noch höher, da liegt noch Schnee auf dem Gipfel, aber alles andere ist weit unter uns.
    Die Sonne brennt richtig. Es soll auch heute noch Gewitter geben.
    Die Tour begann ja bei der Faneshütte. Ein kurzer leichter Aufstieg und dann zog sich der Weg im gemächlichen auf und ab durch die Fanes Hochebene.
    Dann kam der erste knackige Anstieg zum Limojoch.
    Nach dem gestrigen Tag, an dem ich vor Müdigkeit kaum noch laufen konnte, hatte ich schon Bedenken, wie dieser Tag wohl werden wird.
    Der Anstieg zum Limojoch hat mich zwar gefordert, aber nicht überanstrengt.
    Nach einer kurzen Trinkpause und einem Apfel bin ich dann zum Limosee abgestiegen. Hunderte Kehren waren zu bewältigen, bis ich unten war.
    Am See habe ich dann eine halbstündige Pause eingelegt und mir das Schauspiel auf den Kehren von und zum Joch angesehen. Es waren viele Gruppen unterwegs, die auf dem schmalen Pfad immer aneinander vorbei mussten.😜
    Dann ging es zum finalen Anstieg auf den Lagazuoi. Die 500 Höhenmeter waren in knapp 2 Stunden bewältigt. Auch dieser Weg war anstrengend, aber nicht überfordern.
    Die Aussicht auf die umliegenden Berge ist zwar jetzt schon durch dicke Wolken beeinträchtigt, aber immer noch atemberaubend.
    Morgen früh erfolgt dann der Abstieg zum Falzarego-Pass. Den werde ich dann mit Stirnlampe ausgerüstet durch die Kriegstunnel des ersten Weltkriegs machen. Darauf bin ich schon sehr gespannt.
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  • Ein anstrengender Tag

    July 11 in Italy ⋅ ☁️ 18 °C

    Nach einem zeitigen Frühstück führte mich, zusammen mit unserer Gruppe, der Weg durch die Weltkriegssollen vom Lagazuoi herunter bis zum Falzaregopass. Parallel zur Passstraße führt dann der Weg immer leicht bergab, bis zum Bain de Dores. Dort habe ich, Matthias & Maria beschlossen, mit dem Sessellift zu den Cinque Torri hoch zu fahren. Was für mich sehr angenehm war. Der andere Teil der Gruppe wollte diese Strecke unbedingt zu Fuß zurücklegen. An der Bergstation angekommen habe ich erneut die Wettervorhersage gecheckt. Die Vorhersage hat für dieses Gebiet für circa 14 bis 15:00 Uhr Gewitter angesagt. So bin ich als auch Matthias & Maria unabhängig voneinander zu der Entscheidung gekommen, einen alternativen Weg zu wählen. Dieser Weg erfordert laut Plan 2 Stunden weniger Gehzeit. Somit konnten wir sicherstellen, auf jeden Fall vor irgendeinem Gewitter am Ziel anzukommen. Aber auch dieser alternative Weg hatte es in sich. Nachdem wir bereits vom Lagazuoi bis zur Seilbahnstation 820 Höhenmeter abgestiegen waren, erfolgte nun von der Bergstation aus erneut ein Abstieg in Richtung unseres Ziels.
    Es ging erneut, durchwegs durch den Wald, noch einmal 600 Höhenmeter nach unten.
    Als wir die Straße zum Passo Giau überschritten, ging es wieder bergauf. 390 Höhenmeter waren wieder zu bewältigen, teilweise sehr steil. Hier musste ich erneut langsamer werden, um meinen Puls unter Kontrolle zu halten. Vor dem Ende des Anstiegs hatten wir dann noch einen wunderbaren Ausblick Richtung Cortina d’Ampezzo.
    Kurz nach 14:00 Uhr haben wir dann unser Tagesziel das Rifugio Croda da Lago erreicht. Wir haben unser Zimmer bezogen und geduscht bin ich auch schon. Nun habe ich gleich noch den Bericht verfasst und werde dann nach unten auf die Terrasse gehen, um meinen Flüssigkeitsspiegel wieder auszugleichen.😎
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  • Rif. Croda da Lago zum Rif. Coldai

    July 12 in Italy ⋅ ☀️ 17 °C

    Dieses war heute die längste Etappe. Über 17 km waren zu bewältigen. Zudem ging es 850 Höhenmeter nach oben und 760 nach unten. Im Großen und Ganzen war es aber gut zu bewältigen. Die ersten 250 Höhenmeter waren direkt vom Rif. Corda da Lago nach oben. Danach zog sich der Weg in leichtem auf und ab immer am Monte Pelmo entlang. Der Weg war sehr abwechslungsreich. Teilweise durch Wald und eine ganze Zeit lang querten wir den Schuttkegel des Monte Pelmo mit tollen Ausblick. Schließlich erreichten wir den Passo Staulanza. Dort legten wir eine gemütliche Pause bei Kaffee und Kuchen ein. Anschließend folgte unser Weg einige 100 m parallel zur Passstraße um dann wieder auf einen Wirtschaftsweg ab zu zweigen. Ab hier begann dann so nach und nach der finale Aufstieg zum Ziel. Da heute Sonntag ist, waren natürlich sehr viele Tagestouristen unterwegs. Beim letzten Aufstieg zum Ref. Coldai kamen Massen an Menschen entgegen. Die waren teilweise so in Gesprächen vertieft, dass sie uns aufsteigende Wanderer beinahe umrannten🤪 Und obwohl schon so viele Touristen ins Tal gelaufen waren, war hier an der Hütte immer noch sehr viel los. Nachdem welche aus unserer Gruppe schon früher hier waren, informierten die uns über unser Zimmer.
    Dieses war nicht leicht zu finden, da es sich hinter einem anderen Zimmer befindet. Auch die Raumgröße ist sehr klein. Zum Glück hat es aber ein Fenster!
    Da die Dusche keinen sehr einladenden Eindruck bei mir gemacht hat, habe ich beschlossen, mich am Waschbecken zu waschen. Hier gibt es aber nur kaltes Wasser und das sehr wenig. Es kam so wenig Wasser aus dem Hahn, dass es kaum möglich war, meine kurzen Haare damit zu waschen. Was ich noch gesehen habe, es gibt im ganzen Haus keine Steckdosen. Einzig im Speiseraum gibt es ein Regal, wo man sein Handy oder seine Elektronik aufladen kann. Dies mache ich sehr ungern. So habe ich jetzt die Power Bank ans Handy angeschlossen und werde darüber aufladen. Im Anschluss werde ich dann die Power Bank im Speisesaal aufladen.
    Morgen geht es dann weiter zum Rifugio Vazzoler.
    Gehzeit ca. 5 Stunden, Aufstieg 500 m, Abstieg 900 m, Länge ca. 10 km.
    Das wird entspannt.😎
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  • An der Civetta entlang

    July 13 in Italy ⋅ ☁️ 22 °C

    Zeitig sind wir heute am Ref. Coldai gestartet, obwohl die Tagesetappe nicht so lang werden sollte. Einige aus der Gruppe sind noch früher aufgestanden, um schöne Bilder vom Sonnenaufgang über den Monte Pelmo zu machen. Das sollte allerdings nicht klappen, da unsere Hütte komplett in den Wolken war. Die Wolken hielten sich noch einige Zeit. Auch als ich los lief, war der Weg kaum zu sehen. Auf halben Weg zum Lago di Coldai, an einem Wasserreservoir, wartete ich auf andere Tour Teilnehmer um denen aus dem Reservoir Wasser für den Tag abzufiltern. Dort rissen dann auch die Wolken auf und die Sonne kam hervor. Nach einem kurzen weiteren Anstieg war dann auch der See erreicht. Danach führte der Weg kilometerlang unterhalb der Civetta Richtung unseres Ziels. Dieses Felsmassiv ist unheimlich beeindruckend. Der Weg führt immer auf circa 2000 Höhenmetern an der Felsformation vorbei, die sich teilweise weit über 3000 m hoch erhebt. Für eine kleine Rast mit Kaffee und Kuchen sind alle Teilnehmer auf die Tissi Hütte aufgestiegen. Diese Hütte liegt sehr exponiert. Kurz oberhalb der Hütte, am Gipfelkreuz, hat man dann einen wahnsinnigen Ausblick ins darunter liegende Tal. Der Gipfel bricht senkrecht nach unten ab. Selbst mir wurden dort die Knie leicht weich und ich hab mich nicht näher als 1 m an den Abgrund herangetraut.🤪😅 Gut gestärkt folgte dann ein langer, ein sehr langer Abstieg. Über weite Strecken war es wie ein ausgewaschenes Bachbett. Gefolgt von einer kleinen Hochebene ging es dann erneut teilweise steil nach unten. Die letzte Stunde auf einem Fahrweg. So war ich um 13:30 Uhr schon an der Vazzolerhütte. Eine erfrischende Dusche, eine Knödelsuppe und ein Bier reichten erst mal zur Stärkung.
    Da ich heute aus unerklärlichen Gründen wieder sehr müde war, habe ich mich in mein Bett zurückgezogen und etwas geschlafen. Nun sitze ich hier hinter der Hütte und schreibe den kleinen Bericht. In den nahe liegenden Bergen ziehen bereits dickere Wolken ein.
    Morgen ist ja dann unser letzter Wandertag und es geht ab dem Pass Duran mit dem Taxi wieder zurück nach Niederndorf. Wie bereits schon erwähnt, sind wir in dieser Gruppe sechs Personen. Die beiden anderen Teilnehmer haben sich dazu entschieden, auch mit dem Taxi zurückzufahren, so wurde telefonisch ein größeres Taxi bestellt. Die bereits geplante Abfahrtszeit von 15:00 Uhr wurde jetzt auf 14:00 Uhr vorgezogen. Von hier aus gibt es mehrere alternative Routen. Die Gruppe hat sich nun auf die Originalroute verständigt, obwohl das Wetter morgen früh leichten Regen und eventuell Gewitter voraussagt. Der Zeitbedarf wird in der Routenplanung mit knapp 5 Stunden angegeben. Der Plan ist nun so früh wie möglich hier zu starten. Ich bin gespannt.
    Da es auch hier wiederum kein Netz gibt, werde ich diesen Bericht erst mal zwischenspeichern und morgen bei entsprechender Gelegenheit hochladen.
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  • Über Stock und Stein zum Passo Duran

    July 14 in Italy ⋅ ☀️ 23 °C

    In der letzten Nacht gab es ein Gewitter und etwas Regen. Als wir beim zusammenpacken unsere Rucksäcke waren, hat es auch einmal kurz geregnet. Der vorhergesagte leichte Regen und eventuell auch Gewitter über den Tag, haben sich nicht eingestellt. So konnten wir den ganzen Tag, allerdings bei starker Bewölkung, trocken bewältigen.
    Da wir aber immer knapp unter der Wolkendecke unterwegs waren, lief der Schweiß nur so von der Stirn.
    Wie geplant sind wir also als komplette Mannschaft heute Früh pünktlich um 7:00 Uhr zum Frühstück erschienen. Nach einem eher durchschnittlichen Frühstück sind wir dann nach und nach bis circa 7:40 Uhr am Rifugio Vazzoler gestartet. Als erstes mussten 300 Höhenmeter auf einem Fahrweg nach unten bewältigt werden. Dann zweigte der Weg ab und es ging sowohl über trockene Bachbetten mit großen Felsbrocken, als auch durch Wald mit viel Wurzelwerk am Boden. Der Weg wurde allmählich steiler.
    In die Stille hinein war zunehmend starker Hubschrauberverkehr zu hören, den ich als überaus lästig empfand. Als dann nach einiger Zeit der Hubschrauberlärm beendet war, vernahm ich ein sehr starkes Rauschen über mir. Es waren Wingsuit Basejumper, welche zuvor von den Hubschraubern auf die hohen Felsklippen gebracht wurden. Immer wieder war das Rauschen zu vernehmen, aber erst als wir den Wald durchschritten hatten und ins freie Gelände kamen, konnten wir diesem Schauspiel auch folgen. Als offensichtlich alle zu Tal geschwebt waren, wurden sie erneut von den Hubschrauber nach oben gebracht. Dieses wiederholte sich einige male. Da wir zwischenzeitlich den größten Anstieg bewältigt hatten, folgte unser Weg, in leichtem auf und ab, am Hang entlang. Allerdings außer Sichtweite des vorher genannten Spektakels.
    Dann wieder im stetigen leichten auf und ab, ging es dann bis zum Rif. Carestiato. Da wir ja mit unterschiedlicher Geschwindigkeit unterwegs waren, war das unser letzter Sammelpunkt vor dem Abstieg zum Passo Duran.
    Nach einer Stärkung mit Kaffee, Cola und einem „Mittagessen“, wurde der Zeitplan noch einmal angepasst. Da wir doch sehr zeitig dran waren, wurde die Abfahrtszeit unseres Taxi per Telefon noch einmal vorverlegt.
    Als ich dann noch die letzten 200 m zum Parkplatz zurückzulegen hatte, ist auch das Taxi schon vorgefahren. Nach einer kurzen Verschnaufpause und einem obligatorischen Gruppenfoto, sind wir dann ins Taxi eingestiegen und wurden über diverse Pässe nach Niederdorf zurückgefahren.
    In meiner bereits gebuchten Unterkunft habe ich dann meine deponiert Reisetasche in Empfang genommen, bin auf mein Zimmer gegangen und habe die Dusche genossen. Nachdem ich dann meine Füße verarztet hatte ( habe mir natürlich wieder Blasen gelaufen🤪☹️) und das Abendessen erst um 19:30 Uhr stattfindet, habe ich die Zeit genutzt um ein Stück den fehlenden Schlaf nachzuholen.😜
    Ich habe an diese Wanderung ja noch drei Tage in Südtirol drangehängt. Zum einen, um etwas zu erholen, aber auch die Wanderung noch einmal Revue passieren zu lassen. Ich denke, dass ich morgen noch mal einen Bericht, eine Art Resümee verfassen werde.
    Aufgrund der doch nicht so tollen Sicht auf der Wanderung gibt es heute auch nicht sehr viele Bilder.
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  • Eine geniale Traum Tour

    July 15 in Italy ⋅ ☁️ 25 °C

    Wer die Dolomiten hautnah und spektakulär erleben möchte, ist bei dieser Route richtig aufgehoben.
    Hier könnte mein Resümee schon zu Ende sein, aber einige Dinge möchte ich doch noch zu „Papier“ bringen.
    Die Hütten:
    Alle Hütten waren sauber. Die Verpflegung bei Abendessen und Frühstück war immer ausreichend. Dass es von Hütte zur Hütte qualitative Unterschiede gab ist selbstverständlich. Das Frühstück auf der Lagazuoi Hütte wurde von den meisten Teilnehmern hervorgehoben. Auffällig auf dieser Hütte war, dass nach dem Frühstück keinerlei Tischabfälle vorhanden waren. Alles wurde am Buffet unverpackt bereitgestellt.
    Mein persönliches Highlight bezüglich des Essens waren die Spaghetti mit Knoblauch Chili Öl auf der Vazzoler Hütte.👍🥰😋
    Was alle Hütten gemeinsam hatten: Es scheint kein Öl zum schmieren der Türscharniere vorhanden zu sein.😜 Alle Zimmertüren haben irgendwelche starken Geräusche von sich gegeben, wenn man nachts mal zur Toilette musste.☹️
    Der Preis für ein großes (0,4 l) Bier lag zwischen 5,50 € und 8 €.
    Die einzelnen Etappen:
    Von der Länge und dem Schwierigkeitsgrad war für mich alles okay.
    Ob es der erste Tag mit dem ungewohnten Berg Anstieg bis zur Seekofel Hütte und dann weiter zur Sennes Hütte war oder der spektakuläre Abstieg zum Lagazuoi See.
    Jede einzelne Tagesetappe hatte etwas zu bieten. Bei den Teilnehmern war aber die Tour von der Fanes - zur Lagazuoi Hütte das Highlight. Da man beim Aufstieg vom See bis zur Hütte das Ziel meistens sehen konnte, war das für den einen oder anderen eine neue Erfahrung. Man hat immer den Eindruck, das Ziel kommt kaum näher. Ich habe mir in solchen Situationen angewöhnt, nur zu Beginn zum Ziel zu gucken und unterwegs, links und rechts die Landschaft zu genießen.
    Für mich gab es noch zwei weitere tolle Strecken. Zum einen die halbe Umrundung des Monte Pelmo und die lange Strecke unterhalb der Civetta Gruppe. Diese gewaltigen Felsmassive sind unheimlich beeindruckend. Ich bin froh, das erlebt zu haben!!
    Die Weggefährten:
    Da wäre Fabian, der sich bereits im Vorfeld und während der Tour um den Taxitransport zurück nach Niederdorf gekümmert hat. Danke noch mal dafür.
    Maria & Matthias, die annähernd meine Laufgeschwindigkeit hatten und wir uns häufig gegenseitig überholt oder auch weite Strecken gemeinsam gegangen sind. Schön, euch kennen gelernt zu haben.
    Thomas und Ingo. Diese beiden sind auf der Tour zu uns gestoßen. Sie hatten wie wir über oase.de diese Tour gebucht. Somit waren wir beim Essen und in den Zimmern meistens zusammen.
    Diese beiden waren auch immer die schnellsten auf der Tour. Das hatte den Vorteil, dass sie als erste an den Hütten waren und uns meistens bereits eingecheckt hatten. Bei Ankunft auf der Hütte erfuhren wir von Ihnen bereits, auf welchem Zimmer wir untergebracht sind. Das war sehr hilfreich und schön.
    Das Wetter:
    Es hätte nicht besser sein können. Wann hat man schon mal eine Woche so zusammenhängendes tolles Wetter. Dass am letzten Tag die Aussicht nicht mehr so toll war, nehme ich gerne in Kauf. Ich möchte mir gar nicht ausdenken, wenn es die ganzen sieben Tage bewölkt oder regnerisch gewesen wäre. Wir hätten kaum Aussicht auf die gigantischen Berge gehabt und hätten uns von Hütte zur Hütte quälen müssen. Was für ein Glück.
    Persönliches:
    Wie schon erwähnt, waren die einzelnen Etappen für mich gut zu bewältigen. Leider immer mit irgendwelchen Schmerzen sei es in der Hüfte oder auch in den Waden. Man sollte Eigentlich meinen, dass Muskelkater nach 2-3 Tagen vorbei ist. War bei mir leider nicht so. Selbst heute noch Schmerzen meine Waden.
    Vielleicht liegt es ja am Alter🤪
    Dass ich ausgesprochen müde bin und ein erhöhtes Schlafbedürfnis habe, hatte ich ja so erwartet.
    Jetzt werde ich noch den morgigen Tag geruhsam verbringen, um dann am Freitag per Flixbus und Bahn wieder nach Hause zurückzufahren. Für diese Zeit werde ich keinen weiteren Bericht verfassen. Ist ja auch nicht mehr ganz so spannend. Ich hoffe wieder, dass es euch genauso viel Spaß gemacht hat wie mir und vielleicht gibt es ja auch ein nächste Mal? Man wird sehen🤷‍♂️
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    Trip end
    July 17, 2026