• Tag 16 – Zwischen Seen, Wäldern und dem Gefühl

    July 31 in Sweden ⋅ ⛅ 16 °C

    Heute hieß es Abschied nehmen von Robert und Ingrid. Nach meinem obligatorischen Kaffee im Bett machten wir das Wohnmobil startklar und verabschiedeten uns herzlich von den beiden. Es waren wunderschöne Tage bei ihnen, an die wir sicher noch oft zurückdenken werden.

    Kaum waren wir losgefahren, hielten wir in Edebäck noch einmal kurz an, um die Frontscheibe zu putzen – schließlich wollten wir unterwegs schöne Fotos machen.

    Unser erster Stopp entstand ganz spontan. Volker entdeckte eine kleine Brücke mitten im Wald und nur wenige Meter dahinter einen idyllischen Rastplatz direkt an einem See. Dort gab es für mich zwei Frühstückseier, während wir die Ruhe der schwedischen Natur genossen. Natürlich durfte auch die Drohne noch einmal in die Luft, um diesen besonderen Ort von oben festzuhalten.

    Weiter ging es nach Siljansnäs. Der Aussichtspunkt mit Annas Café war einfach traumhaft. Bei einem Cappuccino und meiner ersten schwedischen Zimtschnecke genossen wir den herrlichen Blick über den Siljansee. Volker entschied sich für ein leckeres Krabbenbrot – ein wirklich gelungener Stopp.

    Das nächste Highlight ließ nicht lange auf sich warten. In Nusnäs besuchten wir die berühmte Dala-Pferde-Manufaktur. Es war spannend zu sehen, wie die traditionellen Holzpferde entstehen. Natürlich durfte ein kleines Dala-Pferd als Erinnerung mitreisen – und vielleicht haben wir auch schon an unsere Enkel gedacht. 🥰

    Von dort führte uns die Route weiter über kleine Landstraßen durch endlose Wälder, vorbei an unzähligen Seen und durch typisch schwedische Orte. Genau so hatten wir uns diese Reise vorgestellt.

    Am späten Nachmittag fanden wir einen wunderschönen Rastplatz und beschlossen kurzerhand, dort unser Abendessen zuzubereiten. Bratkartoffeln mit Würstchen schmecken in so einer Umgebung einfach doppelt so gut.

    Gegen 20 Uhr erreichten wir Sundsvall. Da die Dämmerung gerade begann, entschieden wir uns, noch ein Stück weiterzufahren. Vielleicht würden wir ja doch noch Elche entdecken.

    Ganz ohne tierische Begegnungen blieb der Abend nicht. Ein Fuchs kreuzte unseren Weg und später konnten wir noch zwei Rehe beobachten. Auch wenn die Elche heute noch auf sich warten ließen, waren diese Begegnungen ein schöner Abschluss des Tages.

    Für die Nacht steuerten wir schließlich einen Parkplatz am Betarsjön bei Junsele an. Jetzt hoffen wir auf eine ruhige Nacht. Das Beste daran: Morgen sind es nur noch rund 660 Kilometer bis Rovaniemi. Kaum zu glauben, wie nah wir unserem nächsten großen Traum schon gekommen sind.

    Heute war wieder einer dieser Tage, an denen wir uns einfach treiben ließen. Ohne Zeitdruck, ohne festen Plan – und genau das macht diese Reise so besonders. 🩵🚐🌲
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