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  • Day127

    Weihnachtszeit in Bariloche

    January 6, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Moin!

    Inzwischen bin ich ja wieder auf deutschem Boden und darf dieses Wort wieder freudig benutzen!

    Trotzdem möchte ich dem Blog noch einmal zu Ende führen und über meine zwei letzten Stopps berichten.

    Zuerst hieß es für uns, Weihnachten in Bariloche zu verbringen. Wir kamen schon am 17.12. dort an & übernachteten die ersten beiden Nächte in einem Hostel. Bariloche ist wirklich eine süße Stadt, die einzelnen Läden mit Vordächern aus Holz erinnern ein wenig an Hütten in Skigebieten und überall gibt es nette Cafés und vor allem Chocolaterías. Dort haben wir so einige Male etwas probiert!
    Am dritten Tag sind wir in ein kleines Nachbar-Hippie-Dorf gefahren, namens El Bolsón. Wir kamen dort an und man wurde direkt von Musik und einem kleinen Markt mit handgefertigten Produkten begrüßt. Natürlich konnten wir nicht widerstehen!
    Anschließend fanden wir unsere Unterkunft - das Hostel, welches am Ende auf Platz 1 unserer Liste landete! Es nennt sich Earthship, ist in vielen anderen Ländern verbreitet und ein totales Ökohostel - im positiven Sinne!
    Überall sprießen Pflanzen, Gemüse- und Kräutersorten, mit denen sie ihr Abendessen jeden Tag größtenteils zubereiten. Es gibt nicht mal einen Kühlschrank und am ersten Abend haben wir uns daher der Pizza-Party angeschlossen & es war grandios!
    Es gab verschiedene Variationen mit Vollkorn-Pizzateig aus einem richtigen Steinofen und sogar selbstgemachten veganen Käse! Man muss zugeben, dass dieser teilweise leckerer war als normaler Käse..
    Es hat uns dort so gut gefallen, dass wir gleich noch eine Nacht länger blieben trotz nur einer Portion mit frischen Klamotten - aber das gehört ja auch mal dazu.
    Verrückterweise befindet sich Manu, ein Freund aus der Schule, auch momentan in Argentinien und eben jenem Dorf, sodass er uns in unserer Unterkunft besucht hat & wir mit ihm eine Fahrradtour zu einem See gemacht haben. An diesem Tag war wunderschönes Wetter und wir wollten nach langer Zeit mal wieder schwimmen gehen. Allerdings hat der Wind uns einen Strich durch die Rechnung gezogen..
    Am Abend sind wir auf einen Hügel gelaufen und haben dort mit Blick auf das gesamte Dorf ein bisschen Sport gemacht - nur für das gute Gewissen natürlich!
    Wieder zurück in Bariloche angekommen, waren wir weitere zwei Tage in einem Hostel, bevor es in die Hütte ging. Wir haben ein paar Leute kennengelernt & mit denen noch einen Roadtrip an den sieben Seen vorbei gemacht. Es war um ehrlich zu sein ein ziemlicher Reinfall, weil es den gesamten Tag geschüttet hat & man durch den Nebel leider nicht gerade die schönen Seiten der Seen bewundern konnte.

    So, Weihnachten rückte immer näher und am 23. sollte es soweit sein. Der Tag begann mit unserem lange geplanten und mit Vorfreude erwarteten Weihnachtseinkauf!
    Wir hatten uns ein wahres Festmahl für alle drei Tage überlegt, um uns die Zeit so schön wie möglich zu machen!
    Zum Glück holte uns Fernando (der "Vermieter") mit einem Truck ab, sodass gerade so alle Kisten, Rucksäcke & Backpacks hineingepasst haben.
    Wir haben uns in der kleinen selbstgebauten Hütte breit gemacht & die nächsten Tage original geschlafen, geskypt, gekocht & gegessen. - War nicht schlecht, und vor allem lecker!
    Trotzdem würde ich mich immer für ein Weihnachten bei meiner Familie entscheiden.
    Es ist einfach nicht zu vergleichen, ob man sich leckeres Essen macht, mit Wein bei Sonnenschein anstößt & seiner Familie ein bisschen über das Handy bei der Bescherung begleitet oder selber dabei ist, einen geschmückten Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen hat & es mit der Familie feiert.
    Eine kleine Überraschung gab es für uns aber doch! Meine Mama, wirklich unglaublich, hat mir ein Paket nach Bariloche zu der Hütte geschickt für Weihnachten. Leider musste ich dieses bei der Post abholen & das war erst am 26. möglich, trotzdem habe ich mich wahnsinnig gefreut!
    Es gab einen kleinen Weihnachtsbaum & für jeden von uns eine Kugel mit unserem Namen, Schokolade, eine Kleinigkeit von meiner Oma, mein Lieblingskinderbuch & mein geliebtes Schafskäsegewürz. Das war für uns alle ein Stück Heimat.
    Am 27. wurden wir dann ganz früh von Fernando zum Busterminal gefahren & um 14 Uhr ging unsere letzte Langstreckenfahrt nach Santiago de Chile los. Das war eine Fahrt!
    Aber dazu beim nächsten Eintrag!

    XX, Jojo
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