September 2016 - January 2017
  • Day152

    Santiago de Chile - ein letztes Mal...

    January 31, 2017 in Chile ⋅ ☀️ 31 °C

    Huhu, wie ich so gerne sage, darüber machen sich Leo und Lina immer noch lustig...

    Nun folgt ein letzter Eintrag zu meiner Reise durch Südamerika. Damit ist es aber nicht vorbei, schließlich wartet am 14.02. schon das nächste Abenteuer auf mich - dann geht es nach Sri Lanka! Aber dazu später...

    Nach unserer letzten stundenlangen Busfahrt kamen wir in Santiago an. Es war ein wahrer Hitzeschlag. Wieder einmal war es das gleiche Prozedere: Eben sitzt doch in dickem Pulli und Schal draußen, um nicht zu frieren und als du wieder aus dem Bus aussteigst, kommst du aus dem Schwitzen nicht mehr heraus. Im Hostel angekommen, hieß es also erstmal umziehen! Anschließend sind wir in die Innenstadt gelaufen und haben uns die Fisch- und Obst und Gemüsemärkte angeschaut. Die ganzen Fische und anderen kulinarischen Tiere fand ich wirklich super! Aber man steht es dann ja durch. Außerdem sind wir hier endlich mal ein wenig shoppen gegangen. Erste Mission: Ein Outfit für Silvester finden. In Santiago gibt es sehr viele Secondhand-Läden, wo man sehr günstig schöne Dinge kaufen kann. Die Chilenen haben auch endlich wieder Geschmack! ;-)
    Im Endeffekt waren wir alle sehr erfolgreich und haben ein paar schöne Teile ergattert. Für Silvester waren wir dann auch ausgerüstet. Zusätzlich sind wir mit der Gondel einen Hügel hinauf gefahren, haben den San Cristobal aus der Nähe gesehen und bei einer Free Walking Tour haben wir sehr viele interessante Sachen über Santiago erfahren und waren alle ziemlich begeistert von der Stadt! Viele meinen, es wäre ein billiger Abklatsch von Buenos Aires, aber da muss ich mich für die Stadt aussprechen. Natürlich sind viele Ähnlichkeiten da und Santiago hat auch großen europäischen Einfluss, aber trotzdem hat auch diese Stadt seinen eigenen Charme. Und die Chilenen sind so nett, da könnten sich viele Deutsche mal eine Scheibe von abschneiden!

    Nach zwei Nächten wollten wir dann nach Valparaiso fahren, um dort drei Leute, die wir kennengelernt haben, zu treffen und gemeinsam Silvester zu feiern.
    Leider musste ja noch irgendwas passieren und so kam es auch, dass vier Tage vor unserer Abreise mein Hostelbett Bettwanzen hatte und ich in Valparaiso alle meine Klamotten, Taschen, Rucksäcke und so weiter waschen musste, um diese loszuwerden. Wir haben eine Nacht umsonst bekommen, aber im Endeffekt hat uns das auch nicht viel geholfen. Naja, es gibt Schlimmeres...
    In Valparaiso hatten wir uns ein AirBnB reserviert von einem Pärchen, die ihr Apartment das erste Mal vermieteten. Es war unfassbar! Zunächst war alles ganz in Ordnung und wir hatten für sechs Leute echt viel Platz! Aber es kam immer mehr dazu. Zuerst hatten wir das falsche Passwort und konnten uns nicht ins WLAN einloggen. Leider ging unser Wasser nirgends, sodass wir das Pärchen aber irgendwie erreichen mussten. Zufälligerweise hatte Leo, wie immer, das Passende dabei und durch ihre Batterien konnten wir das Telefon in Gang bringen und den Typen anrufen. Nach ewiger Diskussion hatten wir endlich WLAN und nach 2 Stunden funktionierte auch das Wasser endlich. Doch trotzdem war es kein schöner Aufenthalt. Im Badezimmer lagen benutzte Zahnbürsten, -pasten und Rasierer, der Gasherd war total verdreckt und das Schlimmste war, dass Leo und ich beim Kochen alte Chicken Wings im Ofen gefunden haben! Wirklich absurd!
    Aber wir haben das Beste draus gemacht. Zunächst sind wir in die Innenstadt gefahren und haben uns ein bisschen die Stadt angeschaut. Leo hat endlich Ceviche, ein bekanntes Fischgericht, probiert und ich habe meinen letzten Empanada gegessen!
    Abends haben Leo und ich Minipizzen, selbstgemachte Kartoffelspalten, Dip und eine - ohne jetzt selbstüberzeugt zu klingen - mega geile Bowle gemacht! :-D
    Alle meinten, das wäre die leckerste Bowle, die sie je getrunken haben.
    Zu sechst machten wir uns einen sehr lustigen Abend, spielten Spiele, aßen, tranken und lachten. Es war wirklich super! Gut drauf und dabei stiegen wir in den Bus und fuhren zum großen Platz, wo bereits eine riesige Masse an Menschen stand. Um Punkt 12 begann das spektakuläre Feuerwerk! Es war so schön, man kann es gar nicht beschreiben!
    Anschließend standen wir weiterhin im Kreis, haben ein paar Leute kennengelernt und so weiter. Es war leider sehr schwer zusammenzubleiben, sodass wir uns natürlich immer wieder verloren haben. Wir hatten überlegt, in einen der berühmten Clubs zu gehen, von denen alle schwärmen, doch diese kosten um die 40 bis 50 Euro, weil man bis 10 Uhr morgens Freigetränke bekommt. Trotzdem war es uns das nicht wert und Lina, Leo und ich haben uns auf den Weg gemacht, ein Taxi oder Collectivo zu finden. Leichter gesagt als getan. Nach bestimmt mehr als einer Stunde fuhr endlich ein leeres Collectivo an uns vorbei und wir kamen heil im Apartment an.
    Am nächsten Morgen hieß es dann aufräumen. Am Ende sah es besser aus, als zuvor!
    Zurück in Santiago entspannten wir uns die letzten beiden Tage und an unserem letzten Abend ging es Sushi essen. Es war der perfekte Abschluss und wir haben den Abend wirklich genossen! Als Dessert gab es dann ein Eis aus einer Eisdiele, die unter den 25 besten Eisdielen der Welt ist. Sorten wie Rose, Minze-Basilikum-Zitrone (Mojito-Eis!!!) und Himbeere-Minze waren vertreten und genial!
    Anschließend hieß es packen und ganz spontan kam David, unser schwedischer Freund, noch vorbei und wir tranken ein letztes Bier in der Bar von Gegenüber.
    Nach 3 Stunden Schlaf mussten wir um 4 Uhr morgens wieder aufstehen und es ging los zum Flughafen. Um 7 ging auch schon Leos Flug und wir mussten uns verabschieden...
    Dann hieß es für Lina und mich warten... Im Nachhinein haben wir es zu dem Zeitpunkt ein wenig bereut, so früh mitgekommen zu sein, weil völlig müde 5 Stunden in einem Dunkin Donuts zu sitzen, echt nicht die schönste Beschäftigung ist. Aber es war ja für Leo. :-)
    Nach 15 h Flug waren Lina und ich zwar müde, bzw. Lina nicht, weil sie sich Schlaftabletten eingeflößt hat und schön 8 h durchschlief. Ich hingegen hatte so 2, vielleicht 3 h Schlaf. Auf jeden Fall waren wir wahnsinnig aufgeregt! Wie es das Schicksal will, war es das allererste Mal, dass unsere beiden Backpacks unter den ersten 5 waren und wir als Erstes aus dem Terminal kamen. Und schon habe ich meine Familie gesehen und bin losgerannt!
    Es war so schön, seine Familie wiederzusehen nach so langer Zeit, das kann man gar nicht erklären. Dann hieß es kurz darauf aber auch Abschied von Lina nehmen, die mich nun die letzten vier Monate ununterbrochen begleitet hat. Schon ein komisches Gefühl. Aber nach so langer Zeit ist es auch gut, wenn man mal wieder voneinander loskommt.
    Wir fuhren also durch schneebedeckte Gebiete mit Bergen, bis wir in Hamburg ankamen. Dort ging es auf meinen Wunsch in das Restaurant Peter Pane, wo wir Burger essen wollten. Leider ging mein erster Bissen voll daneben, weil sie mir einen Burger mit Fleisch brachten!
    Aber das war dann auch schnell vergessen und wir kamen alle totmüde Zuhause an. Das erste Mal wieder seinen Kater sehen, ins eigene Bett werfen und sich auf das Sofa kuscheln, ist schon nicht schlecht!

    Insgesamt war Südamerika die Reise meines Lebens und wird es wohl auch immer bleiben. Ich habe so viel gelernt, mitgenommen und bin selber gewachsen. Ich würde es jedes Mal wieder so machen und bereue es keines Falls!
    Nun ist meine Mission momentan, so viele Freunde wie möglich zu sehen und besuchen!

    Bis ganz bald,
    XX Jojo
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  • Day127

    Weihnachtszeit in Bariloche

    January 6, 2017 in Argentina ⋅ ⛅ 15 °C

    Moin!

    Inzwischen bin ich ja wieder auf deutschem Boden und darf dieses Wort wieder freudig benutzen!

    Trotzdem möchte ich dem Blog noch einmal zu Ende führen und über meine zwei letzten Stopps berichten.

    Zuerst hieß es für uns, Weihnachten in Bariloche zu verbringen. Wir kamen schon am 17.12. dort an & übernachteten die ersten beiden Nächte in einem Hostel. Bariloche ist wirklich eine süße Stadt, die einzelnen Läden mit Vordächern aus Holz erinnern ein wenig an Hütten in Skigebieten und überall gibt es nette Cafés und vor allem Chocolaterías. Dort haben wir so einige Male etwas probiert!
    Am dritten Tag sind wir in ein kleines Nachbar-Hippie-Dorf gefahren, namens El Bolsón. Wir kamen dort an und man wurde direkt von Musik und einem kleinen Markt mit handgefertigten Produkten begrüßt. Natürlich konnten wir nicht widerstehen!
    Anschließend fanden wir unsere Unterkunft - das Hostel, welches am Ende auf Platz 1 unserer Liste landete! Es nennt sich Earthship, ist in vielen anderen Ländern verbreitet und ein totales Ökohostel - im positiven Sinne!
    Überall sprießen Pflanzen, Gemüse- und Kräutersorten, mit denen sie ihr Abendessen jeden Tag größtenteils zubereiten. Es gibt nicht mal einen Kühlschrank und am ersten Abend haben wir uns daher der Pizza-Party angeschlossen & es war grandios!
    Es gab verschiedene Variationen mit Vollkorn-Pizzateig aus einem richtigen Steinofen und sogar selbstgemachten veganen Käse! Man muss zugeben, dass dieser teilweise leckerer war als normaler Käse..
    Es hat uns dort so gut gefallen, dass wir gleich noch eine Nacht länger blieben trotz nur einer Portion mit frischen Klamotten - aber das gehört ja auch mal dazu.
    Verrückterweise befindet sich Manu, ein Freund aus der Schule, auch momentan in Argentinien und eben jenem Dorf, sodass er uns in unserer Unterkunft besucht hat & wir mit ihm eine Fahrradtour zu einem See gemacht haben. An diesem Tag war wunderschönes Wetter und wir wollten nach langer Zeit mal wieder schwimmen gehen. Allerdings hat der Wind uns einen Strich durch die Rechnung gezogen..
    Am Abend sind wir auf einen Hügel gelaufen und haben dort mit Blick auf das gesamte Dorf ein bisschen Sport gemacht - nur für das gute Gewissen natürlich!
    Wieder zurück in Bariloche angekommen, waren wir weitere zwei Tage in einem Hostel, bevor es in die Hütte ging. Wir haben ein paar Leute kennengelernt & mit denen noch einen Roadtrip an den sieben Seen vorbei gemacht. Es war um ehrlich zu sein ein ziemlicher Reinfall, weil es den gesamten Tag geschüttet hat & man durch den Nebel leider nicht gerade die schönen Seiten der Seen bewundern konnte.

    So, Weihnachten rückte immer näher und am 23. sollte es soweit sein. Der Tag begann mit unserem lange geplanten und mit Vorfreude erwarteten Weihnachtseinkauf!
    Wir hatten uns ein wahres Festmahl für alle drei Tage überlegt, um uns die Zeit so schön wie möglich zu machen!
    Zum Glück holte uns Fernando (der "Vermieter") mit einem Truck ab, sodass gerade so alle Kisten, Rucksäcke & Backpacks hineingepasst haben.
    Wir haben uns in der kleinen selbstgebauten Hütte breit gemacht & die nächsten Tage original geschlafen, geskypt, gekocht & gegessen. - War nicht schlecht, und vor allem lecker!
    Trotzdem würde ich mich immer für ein Weihnachten bei meiner Familie entscheiden.
    Es ist einfach nicht zu vergleichen, ob man sich leckeres Essen macht, mit Wein bei Sonnenschein anstößt & seiner Familie ein bisschen über das Handy bei der Bescherung begleitet oder selber dabei ist, einen geschmückten Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen hat & es mit der Familie feiert.
    Eine kleine Überraschung gab es für uns aber doch! Meine Mama, wirklich unglaublich, hat mir ein Paket nach Bariloche zu der Hütte geschickt für Weihnachten. Leider musste ich dieses bei der Post abholen & das war erst am 26. möglich, trotzdem habe ich mich wahnsinnig gefreut!
    Es gab einen kleinen Weihnachtsbaum & für jeden von uns eine Kugel mit unserem Namen, Schokolade, eine Kleinigkeit von meiner Oma, mein Lieblingskinderbuch & mein geliebtes Schafskäsegewürz. Das war für uns alle ein Stück Heimat.
    Am 27. wurden wir dann ganz früh von Fernando zum Busterminal gefahren & um 14 Uhr ging unsere letzte Langstreckenfahrt nach Santiago de Chile los. Das war eine Fahrt!
    Aber dazu beim nächsten Eintrag!

    XX, Jojo
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  • Day100

    Living life in Buenos Aires

    December 10, 2016 in Argentina ⋅ ☀️ 29 °C

    Halli Hallo!

    Nun geht es natürlich weiter mit unseren Erlebnissen!

    Wir hatten wirklich 2 tolle Wochen in Argentiniens Hauptstadt! Sie hat diesen Namen wirklich verdient, denn diese Stadt hat einen einzigartigen Charme!

    Dort angekommen nach ewig langer Busfahrt wurden wir direkt von strahlendem Sonnenschein begrüßt. Und dann kam auch direkt die nächste Begrüßung, und zwar von Leonü!
    Sie hat im Hostel auf uns gewartet und die Freude war riesengroß!
    Leider musste sie dann auch direkt wieder los, weil ihr Papa und seine Freundin sie besuchen gekommen sind! Knapp eine Woche haben die drei Buenos Aires & Iguazú erkundet.
    Am ersten Abend haben wir aber noch mit den dreien Leos Geburtstag zelebriert! Hier war wirklich jeden Tag irgendwas los, diese Stadt schläft nie!
    Währenddessen sind Lina und ich durch die Straßen und vielen Parks geschlendert, haben einen großen Flohmarkt besucht, uns das Evita-Museum und den botanischen Garten angeschaut, den berühmten Friedhof von Buenos Aires und viele weitere populäre Gebäude gesehen und einfach die Freiheit genossen, nicht jeden Tag eine neue Sehenswürdigkeit abklappern zu müssen, sondern diese riesige & interessante Stadt wirklich kennenzulernen. Am 23.11. kam dann Nele, eine von Linas besten Freundinnen, zurück, die gerade in Buenos Aires studiert und gemeinsam mit ihr und einigen aus ihrer WG haben wir San Telmo erkundet und ein berühmtes Schloss besichtigt. Lina ist bis zu unserem Abflug bei ihr eingezogen, während ich zunächst weiterhin im Hostel geblieben bin. Zum Glück haben wir einen Deutschen namens Jan kennengelernt, mit dem ich dann die nächsten Tage unterwegs war, während Lina die Zeit mit Nele genossen hat.
    Am 27.11. kam Leo dann wieder zurück und wir beide sind zusammen in ein Apartment gezogen. Dort schliefen wir in einem ca. 8 m^2 großen Raum mit einem ca 1,50m langen und 70cm breiten Bett und einer Luftmatratze, die wir jeden Abend neu für mich auslegen mussten, denn sonst hätten wir nicht durch den Raum gehen können und die wohl undicht war, sodass ich jedes Mal mitten in der Nacht aufgewacht bin und mit dem Po auf dem Boden lag. Aber wir sind ja nicht so und haben das Beste draus gemacht!
    Es wurde im Hause Jo-Leo sehr viel gekocht und gesungen (das schrieb zumindest unsere Vermieterin über uns!) und wir haben jeden Tag gemütlich ausgeschlafen. Einen Tag haben wir Tigre, eine Stadt am Fluss, mit einer Bootstour besichtigt und im Casino 50 P gewonnen! :-D
    Außerdem haben wir uns ein Kunstmuseum angeschaut, den neuen Harry Potter Film im Kino gesehen, sind Treetboot gefahren & wären mit Lina bei einer "Pub Crawl". Dort bekommt man 1h frei Pizza und Getränke und wird den Abend durch verschiedene Bars und Clubs geführt. Wir hatten wirklich sehr viel Spaß!

    Am nächsten Tag sollte es dann auch schon zum Flughafen gehen und wir mussten uns verkatert von dieser wunderschönen Stadt verabschieden.
    Buenos Aires hat so viele schöne Parks - wo man nur hinsieht, grüne Wiesen mit grün und violett blühenden Bäumen. Und es gibt wahnsinnig viele alte tolle Gebäude, kleine Cafés und Geschäfte. Und die Menschen sind so herzlich und nett!
    Wir haben uns schon ein wenig dort heimisch gefühlt, viele europäische Einflüsse, und man konnte einfach mal wieder in den Tag hineinleben.
    Außerdem waren dauerhaft an die 30 Grad, das war man gar nicht mehr gewöhnt!

    Jetzt sind wir wieder im Kalten gelandet und können uns schon mal auf die Temperaturen in Deutschland einstellen! Ich bin sehr gespannt auf die nächste Zeit!

    Btw: nur noch 14 Tage bis Weihnachten!! ☃🌟

    XX, Jojo
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  • Day96

    So zwischendurch... :-)

    December 6, 2016 in Argentina ⋅ ⛅ 17 °C

    Huhu, ihr alle!

    Anstatt mich auf dieser Busfahrt unserer Zeit in Buenos Aires zu widmen, hatte ich irgendwie Lust, einfach mal so zu schreiben.

    Es ist so verrückt, wie schnell die Zeit jetzt doch umgegangen ist...
    Über 3 Monate sind wir nun schon unterwegs, haben so viel erlebt und so viel gesehen, so viel dazu gelernt.
    Man lernt gleichzeitig auch so viel über sich selbst & natürlich auch den Lifepartner, mit dem man gemeinsam diese Reise bestreitet, in meinem Fall Linchen.
    Mir ist zum Beispiel letztens aufgefallen, dass ich ein Stück selbstbewusster geworden bin. In Dithmarschen bei euch kenne ich mich aus, alle anderen kennen mich & es ist so alltäglich, sich dort zurechtzufinden. Aber wenn du auf einmal in ein völlig neues Land mit anderen Kulturen und Gefahren kommst & zusätzlich ganz auf dich allein gestellt bist, fühlt man sich manchmal doch etwas klein und grau. Man muss so selbstverständlich auf diese fremden Menschen, die auch durch die Welt reisen, zugehen, das war für mich etwas ganz Neues. Am Anfang war ich vielleicht etwas zurückhaltender in Diskussionen auf einer anderen Sprache, aber inzwischen hat sich das vollkommen geändert.
    Diese Reise hat mich in vielen Weisen weitergebracht und meine Sicht auf Dinge teilweise auch verändert.
    Und das Schöne ist, dass jeder Traveller dieses Gefühl teilt. In gewisser Weise ist man wie eine Art Community, die die Liebe zum Reisen teilt.
    Ich bin wahnsinnig froh, dieses Abenteuer begonnen zu haben, denn ich habe so viele interessante Persönlichkeiten kennengelernt, tolle Menschen, die teilweise sogar zu Freunden geworden sind. Im Grunde kann ich es nicht in Worte fassen, aber wer einmal anfängt zu reisen, der kann nicht mehr aufhören. Wie ein Feuer, dass ausgebrochen und nicht löschbar ist. Ich bin einfach begeistert. Begeistert von dieser Reise, der Welt und seiner Natur. Und von den Menschen, mit denen ich diese Begeisterung teilen kann.

    Inzwischen sind wir am letzten großen Stopp angekommen, in Patagonien, und so langsam aber sicher neigt sich diese Reise dem Ende zu. Einerseits ist der Nervenkitzel nach dem Neuen so groß, dass ich am liebsten direkt nach Mexiko fliegen und von dort nochmal bis nach Kolumbien reisen würde.
    Andererseits wird die Vorfreude auf mein Zuhause und vor allem meine Familie immer größer. Am Anfang fand ich es komisch, dass ich meine Familie sehr vermisst habe und es immer noch tue, aber dann dachte ich mir, besser kann es doch gar nicht sein!
    Man lernt seine Familie und Freunde, alles, was sie einem geben und man in der Heimat hat, so sehr zu schätzen & merkt, was man eigentlich an Ihnen hat.
    Und ich bin so wahnsinnig froh, diese tolle Familie zu haben, die mich in meiner ganzen Zeit hier unterstützt, wo sie nur können.
    Sie sind immer für mich da & versuchen, mir alles zu ermöglichen. Und dafür bin ich euch so dankbar! Ohne euch würde ich jetzt niemals hier an der Spitze Südamerikas sein.
    Und deshalb bin ich andererseits unglaublich froh, wenn ich endlich wieder Zuhause bin. Ich stelle mir so oft den Moment vor, wenn ich am Flughafen in Frankfurt durch die Tür gehe und meine Familie dort steht. Da könnte ich jedes Mal gleich anfangen zu weinen.. 🙈

    Und nun hat die Weihnachtszeit begonnen, die Familienzeit, mit dem Weihnachtsmarkt, heißem Glühwein, Lichterketten, Duftkerzen, Schlittschuhlaufen, Plätzchen & der ganzen Atmosphäre! Das macht es noch ein bisschen schwerer, wenn man das alles nicht mit der Familie und den Freunden verbringen kann...
    Und der Countdown läuft auch so langsam, denn so lange ist es nicht mehr, bis der Flieger ruft!
    Aber natürlich genieße ich die Zeit hier vollkommen und nehme alles mit, was geht und an Weihnachten werden wir uns ein Festmahl sondergleichen zaubern! Also uns geht es hier wirklich gut & ich freue mich total auf den kommenden Monat.

    Also, ich weiß gar nicht, was ich damit jetzt genau sagen möchte, aber irgendwie war mir danach, mal nicht nur von unseren Erlebnissen zu erzählen, sondern auch von der ein oder anderen Erinnerungen & ein paar Gedanken.

    Ich freue mich schon sehr, euch alle wiederzusehen!

    & an meine Mama, meinen Daddy, mein kleines Schwesterlein & meine Omi möchte ich einfach noch einmal sagen: Danke! Ich hab euch lieb!

    XX, Jojo
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  • Day96

    Patagonia

    December 6, 2016 in Argentina ⋅ ⛅ 17 °C

    Huhu!

    Schon wieder ist die Zeit wie im Fluge vergangen und ich kann es kaum glauben, aber in 2 Tagen ist tatsächlich Weihnachten!

    Wir sind nun im wunderschönen Patagonien angekommen und somit von der Hitze wieder in die kälteren Regionen gelangt.
    Unseren Flug haben wir natürlich gut überstanden und sind zwar sehr müde, aber doch glücklich mitten im Nirgendwo im Süden Argentiniens angekommen. Es war etwas verrückt. Als wir zur Landung angesetzt haben, sah man durch das Fenster weit und breit nur Berge, Seen und Felder. Bis wir auf die Landebahn gekommen sind, hat man kein Anzeichen von Leben dort erkannt, und auch dann war das einzige weit und breit dieser eine kleine Flughafen.
    Anschließend fuhren wir aber mit dem Bus wieder in die Zivilisation zurück, und zwar nach El Calafate.
    Dort stand dann der berühmte "Glaciar de Perito Moreno" an. Dieser Gletscher gehört zu den Wenigen, die noch wachsen!
    Und die Bilder haben nicht zu wenig versprochen: es war einzigartig! Diese riesige "Gletscherlandschaft", umrahmt von mit Schnee überzogenen Bergen und an der anderen Seite eine glasklar blaue Lagune. Schöner hätte es nicht sein können! Bei bestem Wetter konnte man den Gletscher perfekt beobachten und alle paar Minuten hörte man ein lautstarkes Gewitter-ähnliches Geräusch, als ein Stück des Gletschers abbrach und in den See fiel. Einmal konnten wir das sogar selbst sehen!
    Am zweiten Tag in El Calafate machten wir einen Spaziergang zu einer Lagune, in der mal wieder einige Flamingos hausten. Am Nachmittag ging es schon wieder zurück in den Bus & wir fuhren weiter nach El Chalten, ein süßes kleines Dorf, dass umgeben von großen Bergen wirklich einzigartig ist!
    Wir haben jeden Tag schöne Wanderungen zu Lagunen, Wasserfällen und traumhaften Aussichten gemacht, den Sonnenuntergang auf einem Hügel beobachtet und den berühmten Fitz Roy von nächster Nähe betrachtet. Es hat super viel Spaß gemacht! Einen Tag hatten wir leider durchgehend Regen, sodass wir uns dann ein bisschen entspannen konnten. Man denkt es nämlich nicht, aber wandern ist wahnsinnig anstrengend! Wir hatten fast jeden Tag an einer neuen Stelle Muskelkater!
    Insgesamt blieben wir dort knapp eine ganze Woche, da wir uns gegen den Nationalpark Torres Del Paine in Chile entscheiden mussten. Eintritt, Buskosten und Unterkunft sind dort nämlich so unverschämt teuer, dass wir uns das nicht leisten konnten. Stattdessen mschten wir einen Ausflug nach Chile Chiko, direkt hinter Grenze zu Argentinien, zu den Marmorhöhlen. Es war ziemlich abenteuerlich, wir sind das erste Mal gehichhiked und auf der Bootstour zu den Höhlen wäre uns gefühlt beinahe das Steißbein gebrochen, da die Wellen so stark waren. Die Marmorhöhlen an sich waren wirklich schön, aber nicht wirklich spektakulär. Wir waren eher von der Landschaft darum fasziniert. Der türkisfarbene See und die dahinter in verschiedensten Farben erleuchteten Berge waren wunderschön!
    Eine Nacht verbrachten wir dann in Chile ganz spontan bei der Frau, die uns hingefahren hatte, in ihrem Haus. Definitiv eine Erfahrung!
    Am folgenden Tag versuchten wir wieder über die Grenze von jemandem mitgenommen zu werden, aber leider klappte das nur so mittelmäßig. Wir mussten die 5 km mit unseren Backpacks zu Fuß zurücklegen, weil bis auf ein Bus, der uns ein kleines Stück mitnehmen konnte, keiner angehalten ist.
    Direkt an der Grenze lag das Dorf Los Antiguos in Argentinien, wo wir eine Nacht schliefen & anschließend mit dem Bus weiter nach Bariloche gefahren sind.
    Dort haben wir Weihnachten verbracht und uns ein wenig entspannt. Aber dazu erzähle ich euch im nächsten Eintrag mehr!

    Erstmal wünsche ich euch allen nochmal nachträglich frohe Weihnachten und hoffe, dass ihr das Fest genossen habt!

    XX, Jojo
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  • Day75

    Der Norden Argentiniens

    November 15, 2016 in Argentina ⋅ ⛅ 19 °C

    Huhu!

    Dies wird eine kleine Zusammenfassung von unserer Zeit im nördlichen Teil Argentiniens.

    Nachdem wir die Grenze von Chile nach Argentinien überquert hatten, war unser erster Stopp Salta.
    Nach langem hin und her haben wir am Abend endlich unser Hostel gefunden und wurden, trotz der Müdigkeit, von einer Gruppe mitgeschleppt, wodurch in einem lokalen Restaurant gelandet sind. Dort wurde Musik gespielt und sehr viel gute Stimmung verbreitet, da musste man einfach mitmachen!

    Am nächsten Morgen sind wir dann gemütlich aufgestanden und haben uns Salta von oben angeschaut. Es gab eine Touristengondel, die uns nach oben auf einen Hügel gebracht hat, auf dem ein kleiner Park erbaut wurde mit künstlichen Wasserfällen & Sportgeräten.
    Die Aussicht war wirklich wahnsinnig schön!
    Dort habe ich auch nach 3 h der Suche endlich einen Empanada essen können, weil wir zuvor leider kein Glück hatten, bei den Streetfood-Ständen etwas vegetarisches für mich zu finden! Aber das war ja zu erwarten ;-)
    Anschließend sind wir noch ein bisschen herumgeschlendert, haben uns die Märkte und allgemein die Stadt etwas angesehen und sind anschließend zurück ins Hostel.
    Der kommende Tag war ebenso entspannt. Wir sind in ein historisches Museum gegangen, dass leider nicht sonderlich spannend war und haben den Mittag ansonsten gemütlich ausklingen lassen, weil es um 16 Uhr auch schon wieder weiterging.
    Wir sind mit dem Nachtbus um 5 Uhr morgens in Resistencia angekommen, unser Zwischenstopp vor Iguazú. Dort verbrachten wir dann einen mehr oder weniger produktiven Tag... Leider hatten wir uns getäuscht, denn diese Stadt hatte überhaupt nichts zu bieten, sodass wir zunächst von Café zu Café schlenderten, in der Hoffnung, gutes WLAN zu finden, und schließlich bei Subway fündig wurden. Dort saßen wir dann ungelogen 6h und haben geschnackt und ein ganz bisschen Netflix geschaut!
    Zum Abbruch der Dunkelheit haben wir uns aufgemacht und sind in das nächste Restaurant, um dort Abend zu essen. Um 22:40 Uhr ging dann endlich (!!) unser zweiter Nachtbus, der uns nach Iguazú brachte.

    Dort wohnten wir in einem Hostel, dessen Garten dem Dschungel wirklich nahe kam - sehr urig! Und dort stand auch eins unserer weiteren großen Highlights an: Die Iguazú-Falls!
    Am Morgen darauf sind wir also früh aufgestanden und mit dem Bus zum Parque Iguazú der argentinischen Seite gefahren.
    Es gibt verschiedene Wege dort, um die Wasserfälle zu begutachten - wir wählten zuallererst den Zug, der uns nach oben brachte, wo man eine Wahnsinns-Aussicht auf die gewaltige Wand von Wasserfällen hatte!
    Es war atemberaubend, wir standen einfach einige Minuten schweigend dort, weil uns die Worte fehlten...
    Anschließend gingen wir eine lange Route, die uns zu verschiedenen Viewpoints brachte, von denen man die Wasserfälle aus unterschiedlichen Perspektiven sehen konnte. Es war einfach unfassbar, das muss man einfach mal gesehen haben!
    Es war allerdings wahnsinnig heiß und die Sonne brannte sehr, deshalb waren wir am Ende auch ziemlich kaputt und fuhren mehr als glücklich wieder zurück.
    Am nächsten Tag wurde der Reisepass wieder ein bisschen mehr gefüllt - es ging für uns auf einen Kurztrip nach Brasilien!
    Und zwar in den "Parque des aves" - einen Vogelpark. Aber dieser hatte es in sich: Brasilien ist unglaublich grün und auch dieser park war wie ein kleiner Urwald für sich, man hat wirklich gemerkt, dass sich die Tiere sehr wohlgefühlt haben! Es ist nämlich so, dass dieser Park Tiere aus schlechten Verhältnissen aufnimmt und sie wieder aufpäppelt, zum Beispiel gibt es auch viele Vögel dort, die nicht mehr fliegen können.
    Es war wirklich toll, es gab so viele bunte Arten, ein riesiges Papageien-Gehege, wo man hineingehen konnte, Schmetterlinge und sogar Schlangen, Schildkröten und Krokodile! Und unser persönlicher Favorit, der Tucan!

    Das war dann auch schon wieder die kurze Zeit im Norden Argentiniens.
    Nun sind wir für 2 Wochen in der wunderschönen Stadt Buenos Aires mit Leo!!
    Und Nele sehen wir auch wieder :-)

    Bis dahin genießt die Weihnachtszeit, die fehlt mir jetzt schon...

    XX, Jojo
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  • Day68

    Crazy La Paz

    November 8, 2016 in Bolivia ⋅ ⛅ 9 °C

    Hallo meine Freunde,

    Heute berichte ich euch ein bisschen über die eine Hauptstadt Boliviens neben Sucre - La Paz!

    Zunächst sind Alina und ich dort alleine angereist und sind insgesamt 1h auf und ab die Strasse entlang gegangen mit unseren Backpacks, bis wir dann auch mal das Hostel entdeckt hatten.. Obwohl es eigentlich nur 5 Minuten vom Terminal entfernt war!
    Naja, letztendlich haben wir es dann ja doch geschafft!
    Wir kamen am Abend an & haben diesen dann auch direkt genutzt, um mal ein paar neue Bekanntschaften zu machen. Es war ein sehr verrückter Abend!
    Die nächsten beiden Tage haben wir ein wenig La Paz erkundet, die "Valle de La Luna", ein Mondtal, erkundet und eine Gondelfahrt über ganz La Paz gemacht, die wirklich super cool war! La Paz liegt nämlich wie in einem Tal zwischen Bergen und wirkt dadurch umso größer! Außerdem haben wir, wie uns erst später erzählt wurde, den größten Flohmarkt Südamerikas besucht!
    Als dann Lina & Andy wieder zu uns gestoßen sind, ging es ein weiteres Mal ins Partyhostel Loki! Die Wiedervereinigung musste ja gefeiert werden. :-)
    So machten wir zusammen eine Walking Tour durch La Paz, trafen den ehemaligen Gefangenen des berühmten Gefängnisses in LP, der uns über seine Zeit erzählte, aßen Dessert-Pizza (neues Rezept für zu Hause!!!) und buchten schließlich die Mountain-Bike Tour über die Death Road - die gefährlichste Straße der Welt!
    Und es war unbeschreiblich! In voller Montur ging es auf unseren Rädern los, enge und steinige Passagen direkt am Abgrund herunter. Kein Wunder, dass so viele dort gestorben sind... Teilweise reichten die Straßen nicht mal für einen Bus aus!
    Ich bin das erste mal Mountain Biken gewesen und na klar hätte man mal seine Momente, in denen man etwas wegrutscht oder ähnliches, aber dadurch, dass diese Strecke fast ausschliesslich bergab ist, macht es riesigen Spaß! Und die Aussicht ist fantastisch, voller Grün und Wasserfälle.
    Der nächste Tag wurde entspannt ausgeklungen und mit einem leckeren marokkanischen Essen beendet. Dann hieß es für uns Abschied nehmen..
    Wir sind nun knapp 1 Monat mit den beiden zusammen gereist, da ist es schon komisch, wenn man auf einmal nur noch zu zweit ist.
    Aber wir werden uns sicherlich Wiedersehen - Wenn nicht in SA, dann in der eigenen Heimat!

    XX, Jojo
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  • Day68

    San Pedro de Atacama

    November 8, 2016 in Chile ⋅ 🌙 20 °C

    Hallöle,

    Nach nur 1 1/2 Wochen mussten wir Bolivien schon wieder verlassen und es ging für uns ins 4. Land: Chile.
    Das war ein wahrer Hitzeschlag, sage ich euch..
    28 Grad im Schatten. Klar, wahrscheinlich wünscht ihr euch nichts lieber, als mal kurz etwas Sonne zu tanken & Wärme zu geniessen, aber bei so einer Hitze und schwüler Luft irgendeine Motivation zu finden, etwas zu unternehmen, ist gar nicht so leicht!
    Wie ich euch gleich von uns berichten werde, hehe...

    Im Grunde war San Pedro de Atacama in etwa Mancora 2.0, typisches Urlaubsfeeling, nur mit noch weniger Aktivitäten...

    Unser Hostel lag ziemlich weit außerhalb des kleinen Zentrums, sodass wir jedes Mal, wenn wir einkaufen wollten, eine halbe Stunde durch die brennende Hitze laufen mussten.
    Das war sozusagen unsere kleine Routine. Irgendwann sind wir pro Tag jeweils einmal ins Dorf geschlendert und haben Erledigungen gemacht.
    Jeden Mittag gab es dann eine Kleinigkeit in einem möglichst billigen Restaurant (ziemlich schwer zu finden!) und jeden Abend dann ein selbstgekochtes Essen.
    Einen Abend sind wir mit einer kleinen Gruppe zu einem Haus gefahren, um uns dort die Sterne anzusehen. San Pedro de Atacama ist nämlich eine der wenigen Orte auf der Welt, wo man die Sterne so gut beobachten kann!
    Und es war fantastisch!
    Wir haben Saturn mit dem erkennbaren Ring gesehen, den Mars, den Mond von nahem (siehe Foto!!!), verschiedene Sterne und sogar jene aus einer anderen Galaxie!
    Einfach unvorstellbar... Das war wirklich unbeschreiblich.

    Ansonsten haben wir an diesen Tagen sehr viel Kontakt mit Freunden und Familien gepflegt & auf unseren persönlichen To-Do Listen abarbeiten können, weshalb euch auf meiner Seite zum Beispiel demnächst ein neuer Artikel in der Zeitung erwartet!
    Es war schön, nach so viel Stress mal wieder zu entspannen, lange auszuschlafen & in den Tag hineinzuleben.
    Dadurch, dass man von dort aus auch sehr viele Touren zu Lagunen und Geysiren machen kann, die wir aber schon reichlich bei der Salar de Uyuni-Tour gesehen hatten, haben wir unser Geld lieber für andere Dinge gespart.

    Das war es auch schon über unseren Aufenthalt am trockensten Ort der Welt!

    Bald kommt auch schon der Nächste - aus Argentinien!

    XX, Jojo
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  • Day66

    3/5 - Titicacasee

    November 6, 2016 in Bolivia ⋅ 🌙 4 °C

    Huhu,

    Ich melde mich aus unserem derzeitigen Standort, was zumindest das Land angeht!
    Die Grenze nach Bolivien habe ich nicht wie gewohnt mit Lina überquert, sondern mit Alina. Linas Zerrung war durch unseren Trek zum Colca Cañon wieder provoziert worden und deshalb haben wir dann entschieden, weil Alina aus Zeitmangel schon früher nach Bolivien wollte, Andy, mit dem sie fortan reisen wird, aber noch seinen großen Trip auf einen 6000m hohen Vulkan antreten sollte, Lina noch 2 Tage länger in Arequipa bleiben und auf Andy warten wird. Wir wollten uns dann alle in La Paz wiedertreffen.

    Wir legten vor Bolivien noch einen kleinen Zwischenstopp ein & sahen uns von der peruanischen Seite, genauer gesagt von Puno aus, den berühmten Titicacasee an. Dabei fuhren wir in einer Gruppe mit dem Boot zu den Schilfdörfern, wo die Einheimischen ihr Unwesen treiben. Es war wirklich interessant zu sehen, wie die ihr Leben führen und Alina, ein anderer der Gruppe aus England und ich durften sogar die originale Kleidung dieser Leute anprobieren! Allerdings endete es damit, dass wir uns ziemlich genötigt fühlten, ein Souvenir bei der jeweiligen Familie zu kaufen. Aber das tut man dann ja auch gerne!

    Von Puno ging es nach Copacabana, Bolivien, auf die andere Seite des Titicacasees, um dort am darauffolgenden Tag auf die schöne Isla del Sol zu fahren. Wir fuhren auf die Nordseite, um von da aus gemütlich auf die Südseite zu laufen. Die Aussicht ist einfach def Wahnsinn! Das Meer ist dunkelblau und überall siehst du Berge oder kleine Inselartige Gebilde. Wirklich beeindruckend!
    Wir hatten zudem glücklicherweise super gutes Wetter und ließen den Abend mit einer Gruppe, die wir dort kennenlernten, mit Wein und Kartenspielen ausklingen.
    Am nächsten Morgen ging es endlich mal zu einer humanen Uhrzeit wieder zurück aufs Boot, um von dort aus wieder zurück nach Copacabana zu fahren.
    Dort angekommen blieb uns nicht viel Zeit, bis der Bus nach La Paz gehen sollte, sodass wir nur schnell unsere Backpacks aus diesem schrecklichen Hostel holen und etwas essen mussten, bis es wieder hieß - auf ins nächste Abenteuer!

    Ihr seht also vielleicht ein bisschen, dass unsere ganzen Aktivitäten wirklich sehr eng getaktet waren in der letzten Zeit. Zusätzlich ist das Internet so wahnsinnig schlecht in Bolivien und ich lebe nur von WLAN hier, dass ich nicht so viele Möglichkeiten hatte, mich bei euch zu melden. Aber hier bei der Salar de Uyuni-Tour fährt man wirklich viel Auto, da war ich mal fleißig!

    XX Jojo
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  • Day65

    Bolivia - Salar de Uyuni

    November 5, 2016 in Bolivia ⋅ ⛅ 26 °C

    Huhu!

    Wir befanden uns erst vor kurzem in einer der größten Salzwüsten der Welt!
    Mehr als 12.500 km^2 groß, ist die Sicht einfach unendlich weit!

    3 Tage lang haben wir uns alle möglichen Sehenswürdigkeiten angesehen.
    Gerade mit dem Nachtbus in Uyuni angekommen, trafen wir eine Australierin, die keine Zeit verlieren wollte, um direkt in die Wüste zu starten. Trotz einer Stunde Schlaf haben wir uns dann aufgerafft und kurz darauf die 3-tägige Tour in 2 h gebucht.
    Also hieß es, rasch noch die wichtigsten Klamotten waschen und trocknen lassen sowie duschen und Snacks einkaufen, bevor es zwei Stunden später auch schon losging.
    Am ersten Tag ging es dann zunächst zu einem 112 Jahre alten Zug, den wir besichtigen durften. Danach fuhren wir zu der berühmten Salzwüste. Und wie ich schon angedeutet habe, es ist einfach gigantisch! Wo man nur hinsieht, flaches Salzland und hinten am Horizont aufragende Berge und Vulkane. Einfach wunderschön...
    Natürlich wurde dementsprechend in einem Haus vollkommen aus Salz gebaut, Mittag gegessen!
    Leider bekam mir das Frühstück wohl gar nicht gut und ich konnte den Tag nicht wirklich genießen. Anstatt die nächste tolle Attraktion, eine Kakteen-Insel, anzuschauen, die einfach mitten in dieser Wüste auftaucht, lag ich mit Magenkrämpfen im Auto.
    Es war wirklich ärgerlich, weil diese Tour wirklich spektakulär war.
    Am Abend haben wir uns dann alle zusammen den Sonnenuntergang angesehen und danach fuhren wir ins "Salzhotel". Ein weiteres Gebäude, dass lediglich aus Salz gebaut ist.
    Ihr müsst euch das so vorstellen, dass Tische und Stühle große Salzblöcke waren und auch das Bett bestand aus einem Salzblock mit einer Matratze drauf. Die Toilette war aber normal!!
    Am nächsten Tag standen weitere Highlights auf dem Programm.
    Wir sahen uns verschiedene Landschaften an, voller steiniger Gebilde, dann wieder Flachland und einige Lagunen.
    Die Lagunen waren ebenfalls beeindruckend!
    An unserem ersten Stopp sahen wir sie endlich: die Flamingos!
    Sie waren zwar trotz allem relativ weit weg und zogen sich etwas zurück, als mehr Menschen dazu kamen, aber mit Teleobjektiv konnte man sie so nah sehen, das war so toll!
    Ich bin immer noch begeistert von diesen Tieren!
    Außerdem fuhren wir in einen Nationalpark und sahen die rosa Lagune, deren Wasser wirklich rötlich war!
    Außerdem sahen wir die Laguna blanca mit weiteren Flamingos und die Laguna Verde, die leider nicht sehr grün war, weil der Wind gefehlt hat. Trotzdem war es ziemlich irreal, wie wir so alle halbe Stunde an einem neuen spektakulären Ort ankamen. Man kam aus dem Staunen gar nicht mehr raus!

    Den zweiten und letzten Abend verbrachten wir gemütlich in unserer Runde und aßen Suppe und Pasta. Außerdem wurde uns Rotwein in einem Art Kellnerkostüm serviert, auch nicht schlecht!

    Am letzten Morgen mussten wir schon um 4 Uhr morgens aufstehen, eines meiner Lieblingsdinge an solchen Touren..
    Anschließend besichtigten wir Geysire. Es war Wahnsinn, überall kam mit einer Stärke unglaublich viel Dampf aus dem Boden. Zudem waren dort verschiedene "Kuhlen", in denen etwas wie dickflüssiger Beton blubberte, wie bei Lava. Schwierig zu beschreiben und erklären kann ich es auch nicht wirklich, da hielt mein Spanisch leider nicht mehr mit. :D
    Außerdem sahen wir uns eine letzte Lagune an und schon war die Tour auch wieder vorüber. Wir wurden zur chilenischen Grenze gebracht und fuhren von dort aus in die Wärme. Vorher noch in dickem Pulli & Schal gefroren, schwitzt man sich eine Stunde später unter der Sonne zu Tode!

    Aber zu San Pedro de Atacama mehr im nächsten Eintrag.

    XX, Jojo
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