Macau – oder doch Europa
8. januar, Macao ⋅ ☀️ 17 °C
Macau – Von Hong Kong ins asiatische Venedig
Macau.
Irgendwann hatte ich davon gehört. Irgendwo ganz hinten im Kopf abgespeichert unter:
„Ach ja, diese Casinostadt.“
Nie wirklich auf dem Schirm – bis ich mich dieses Jahr für Hong Kong entschieden habe.
Ein Blick auf die Karte, ein kurzer Gedanke:
„Okay… da ist ja Macau. Liegt ja quasi auf dem Weg.“
Also warum nicht? 🤷♀️
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste:
Macau ist eine komplett eigene Welt.
Zumindest Taipa. Aber von vorne.
🚖 Die Anreise – einfacher als gedacht
Die Anreise von Hong Kong nach Macau war erstaunlich unkompliziert.
Mein Hotel in Hong Kong hatte einen Shuttlebus bis zur Central Station. Von dort ein Taxi zum Hong Kong–Macau Ferry Terminal – Kostenpunkt etwa 4 Euro. Danke dafür. 😄
Der Terminal selbst: riesig, modern, perfekt organisiert. Mehrere Fähren täglich nach Macau.
Tickets kann man problemlos vor Ort kaufen – ich hatte natürlich schon eines.
Und war natürlich viel zu früh da. Zweieinhalb Stunden. Typisch deutsch. 🙈
Aber ich hatte Glück:
Der Mann am Schalter ließ mich einfach auf die frühere Fähre um 10:30 Uhr. Die fahren ohnehin alle 30 Minuten.
🚢 Die Überfahrt
Die Fähre war überraschend voll. Eine 2-3-3-2-Bestuhlung, riesig – und fast jeder Platz belegt.
Nach der Ausreise aus Hong Kong ging alles zügig. Besonders süß: Die Sitzplätze werden noch mit Stickern auf die Bordkarte geklebt. Ganz händisch. Irgendwie niedlich. 🥰
Die Fahrt selbst war ruhig. Erst gleitet man an den Inseln Hong Kongs vorbei, dann hinaus aufs offene Meer – und eine Stunde später ist man da.
🛂 Willkommen in Macau
Nach der Ankunft geht es wieder durch die Einreisekontrolle – Macau ist schließlich eine eigene Sonderverwaltungszone.
Und dann kommt das erste kleine Highlight: Direkt am Fährterminal warten kostenlose Shuttlebusse der Casino-Hotels. Flughafen, Fähre, Hotels – alles perfekt abgestimmt.
Kaum Wartezeit, Platz im Bus – los geht’s.
Und schon bei der Anfahrt dachte ich:
Moment… das sieht hier gar nicht nach Asien aus.
Eher nach Europa.
London? Paris? Lissabon?
Oder… Venedig?
💡 Genau. Mein Hotel ist das The Venetian.
🏨 The Venetian – eine eigene Stadt
Das The Venetian ist eines der größten Casino-Hotels Macau – und auch eines der größten in ganz Asien.
Schon die kleinsten Zimmer beginnen bei 70 Quadratmetern. Ja. Wirklich. 😳
Was es hier gibt?
🍜 über 300 Restaurants
👜 Luxusmarken, über Luxusmarken, über Luxusmarken
🎰 ein gigantisches Casino mit allen erdenklichen Spielmöglichkeiten.
Aber das Beeindruckendste kommt, wenn man in die dritte Etage fährt – in den Shopping-Bereich.
🚣♀️ Venedig. In Macau.
Plötzlich steht man am Canale Grande.
Mit Brücken.
Mit Gondeln.
Mit blauem Himmel – gemalt, aber erschreckend echt.
Ich dachte zuerst: „Ja ja, wird schon nett sein.“
Aber nein.
Sie haben Venedig wirklich nachgebaut.
So gut, dass man kurz vergisst, wo man ist.
Der einzige Moment, der einen wieder erdet: Man gehört hier eindeutig zu den sehr wenigen Europäerinnen. 😅
Als allein reisende Europäerin mit blauen Augen ist man hier ungefähr so exotisch wie ein Einhorn.
Alle schauen. Alle sprechen einen an.
Gut, dass ich nicht auch noch blond bin – dann wäre ich vermutlich eine Sehenswürdigkeit.
💆♀️ Massage und Casino – die perfekte Mischung
Am ersten Tag stand ich kurz vor der großen Frage:
🎰 Casino – mit hoher Wahrscheinlichkeit Geld zu verlieren
oder 💆♀️ Massage – garantiertes Wohlbefinden? Natürlich habe ich mich für die Massage entschieden.
Und sie war großartig.
Aber – keine Sorge:
Ich habe mir das Casino-Erlebnis trotzdem nicht entgehen lassen. 😉
Ich war im Casino, habe gespielt – aber ganz bewusst nur mit wenig Einsatz, einfach fürs Gefühl, fürs Erlebnis.
Gewonnen habe ich nicht viel.
Verloren aber auch nicht dramatisch.
Und der Spaßfaktor war definitiv da. 🎲
🌃 Wenn die Nacht kommt
Abends, wenn alles beleuchtet ist, wird es magisch.
Vor dem Venetian fließt ein weiterer Kanal, Brücken überall, und plötzlich laufen einem Figuren des venezianischen Karnevals entgegen.
Dann singt auf einmal eine Opernsängerin von einem Balkon. 🎶
Und während man das alles verarbeitet, schaut man aus dem Fenster – und sieht Big Ben.
Moment.
Big Ben?
🇬🇧🇫🇷🇵🇹 Europa im Schnelldurchlauf
Direkt nebenan: The Londoner.
London-Fassade, britischer Stil, rote Telefonzellen, Doppeldeckerbusse, schwarze Taxis.
Ein kompletter Stilwechsel – und trotzdem absolut stimmig.
Dann weiter zum Parisian.
Davor steht eine Nachbildung des Eiffelturms. Abends beleuchtet – fast surreal.
Drinnen: Cafés, Patisserien, französisches Flair. Nur die klassischen Heiratsanträge fehlen irgendwie. 😉
Und dann der Grand Lisboa Palace – ein riesiger Resort-Komplex mit portugiesischem Flair, prachtvollen Gärten und dem Karl-Lagerfeld-Hotel, das mit modernem Luxus glänzt.
🎡 Studio City & Co.
Nicht zu vergessen: Studio City – amerikanisch geprägt, mit einem achtförmigen Riesenrad mitten im Hotel. Nachts ein absoluter Hingucker.
Dazu Wasserpark, Pools, Einkaufspassagen – eine eigene kleine Stadt.
Ich sitze gerade im 34. Stock, schaue auf Big Ben und denke mir:
Das ist alles so absurd – und genau deshalb so faszinierend.
🎲 Fazit nach Tag 1
Macau – oder genauer gesagt der Cotai Strip – ist das asiatische Las Vegas.
Vielleicht sogar noch eine Spur verrückter. Ob es beeindruckender ist als Las Vegas?
Keine Ahnung.
Aber eines weiß ich:
Das hier ist komplett irre. Und absolut sehenswert. ✨
Fortsetzung folgt. 😉Læs mere



























