• Lisili88
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Südostasien

Traumstrände und Metropolen, von Phuket über Hong Kong, Macau zu den Philippinen, weiter nach Singapur und zurück nach Phuket . Read more
  • Trip start
    December 26, 2025

    ✨️ Wie die erste große Liebe...

    Dec 26–Jan 5, 2026 in Thailand ⋅ ☁️ 26 °C

    ... nur mit Palmen 🌴💙
    Erinnert ihr euch noch daran, wie es war, das erste Mal verliebt zu sein?
    Dieses Kribbeln im Bauch, das sich anfühlt wie tausend Schmetterlinge auf Espresso 🦋☕
    Dieses Strahlen, das man nicht abstellen kann – egal, wie sehr man es versucht.
    Diese unendliche Freude.

    Und vor allem: all diese ersten Male.
    Das erste Händchenhalten 🤝
    Der erste Kuss 💋
    Das erste „Das ist mein Freund“, stolz wie Bolle und mit leicht zittriger Stimme.
    Das erste Date, das erste Essen gehen, dieses Gefühl von alles ist neu und alles ist möglich.

    Manche dieser Erinnerungen tun ein kleines bisschen weh.
    Andere lassen das Herz hüpfen.
    Aber keine davon vergisst man je.

    Und wisst ihr was?
    Ganz genau so fühlt sich dieser Ort für mich an.
    Wie meine erste große Liebe.
    Am Anfang dieses skeptische: „Na ja… so besonders kann das doch gar nicht sein.“
    Und jetzt?
    Ich bin zum siebten Mal hier – und kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass es das letzte Mal war.

    Denn selbst wenn die erste Verliebtheit irgendwann leiser wird:
    Das Kribbeln bleibt.
    Das Lächeln auch.
    Und mit jeder Rückkehr kommen all die Erinnerungen wieder zurück 💭💖

    Eigentlich wollte ich euch ja nur von meiner Anreise erzählen.
    Aber wie das eben so ist – Gefühle halten sich selten an Pläne 😄

    Die Anreise war… überraschend unspektakulär.
    Fast schon verdächtig problemlos.
    (Wahrscheinlich, weil ich nicht mit der Deutschen Bahn gefahren bin 🚫🚆).
    Stattdessen habe ich mir den Luxus eines Shuttles gegönnt – und am Ende war es sogar günstiger als Hotel + Stress + Nervenzusammenbruch.

    Am 25. heß es Abends noch arbeiten im Pub und dann sagenhafte 2 Stunden schlafen 😴
    Als der Wecker um 5 Uhr klingelte, war ich natürlich längst wach.
    Aufregung kennt schließlich keinen Snooze-Button.

    Alles lief wie am Schnürchen:
    Der Fahrer pünktlich.
    Die Koffer bereit.
    Die Straßen leer – schließlich war zweiter Weihnachtsfeiertag, morgens um sechs.
    Wer fährt da freiwillig nach Berlin?
    Ich.
    Mit einem Grinsen im Gesicht und dem Herzen im Reisemodus ✈️

    Am Flughafen lief es fast unheimlich gut:
    Koffer aufgeben – 5 Minuten.
    Sicherheitskontrolle mit Selfie statt Boardingkarte – Hände frei, lief gut 😌
    Freundliches Personal (ja, das gibt’s wirklich!).
    Nach nicht mal 30 Minuten saß ich am Gate und dachte nur:
    „Okay… das fühlt sich richtig an.“

    Der Flug nach Istanbul verging wie im Flug (Wortspiel beabsichtigt 😜).
    Fensterplatz, Filme, Vorfreude.
    Und zack – schon da.

    Der Langstreckenflug war… nennen wir es kuschelig 🥲
    Engere Sitze, weniger Beinfreiheit, Essen eher so „na ja“.
    Aber ganz ehrlich?
    Egal.
    Ich war unterwegs "nach Hause".

    Nach der Landung dann die nächste Sorge:
    Passkontrolle.
    Schlangen.
    Horrorstorys aus dem Internet.
    Und dann?
    Nicht mal 30 Minuten.
    Koffer da.
    Ich da.
    Alles da.

    Der Himmel war grau.
    Keine Sonne.
    Kurz war ich enttäuscht.

    Aber dann fuhren wir los.
    Ich sah die Straßen.
    Die Palmen 🌴
    Das Grün.
    Und plötzlich war es wieder da.
    Dieses breite Grinsen.
    Dieses warme Gefühl.
    Dieses „Ich bin angekommen“.

    Wie das Wiedersehen mit der ersten großen Liebe.
    Man sieht sie – und alles fühlt sich sofort vertraut an 💙

    Schon um 8:30 war ich im Hotel.
    Herzlich empfangen.
    Mein Zimmer wartete bereits.
    Koffer auspacken – und nichts wie ab zum Strand.
    Die Strandjungs begrüßten mich.
    Umarmungen.
    Lachen.
    Fragen nach meinen Eltern – schließlich kennt man sich seit 20 Jahren.

    Und da war es:
    Dieses Gefühl, wirklich willkommen zu sein.
    Nicht, weil man etwas bringt.
    Sondern einfach, weil man da ist.
    Das Meer 🌊
    Die Weite
    Der Strand
    Mein erster Wassermelonen Shake (Tradition muss sein 😄)

    Und diese Gewissheit:
    Die nächsten 5 Wochen werden Erinnerungen, die mein Herz noch lange tragen wird.
    Denn am Ende sind es genau die:
    Erinnerungen, die uns ausmachen.
    Die uns prägen.
    Wie die erste große Liebe 💫

    Der Tag endete mit Strand, kurzem Mittagsschlaf, fantastischem thailändischem Essen (endlich wieder echtes Pad Thai! 🍜❤️), einer Fußmassage gegen Flugbeine des Grauens – und völliger Erschöpfung.

    Ich bin mit einem Lächeln eingeschlafen.
    Dankbar.
    Glücklich.
    Und voller Vorfreude.
    Sieben Jahre mögen vergehen.
    Herzschmerz mag dazugehören – besonders beim Abschied.

    Aber diese Liebe…
    Sie bleibt.
    Und sie bringt mich jedes Mal zum Lächeln,
    wenn ich an all diese ersten Male denke ✨💙
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  • Silvester am Meer - dieser eine Moment

    December 31, 2025 in Thailand ⋅ ☀️ 30 °C

    Silvester am Meer ist ein Gefühl, das man nicht erklären muss.
    Warme Luft auf der Haut, das leise Rauschen der Wellen, ein dunkler Himmel voller Sterne 🌊✨

    Ich sitze im Sand und weiß: Genau so soll sich ein Jahreswechsel anfühlen.

    Der Abend fließt. Gutes Essen, vertraute Plätze, dieses ruhige Glück, nichts zu müssen. Später der Strand – unsere Plätze mit Blick aufs Meer, genug Abstand, genug Ruhe. Alles ist da, ohne zu viel zu sein 🌙

    Gegen 21 Uhr beginnt es langsam.
    Die ersten Himmelslaternen, die Lucky Ballons, steigen auf. Leise, fast ehrfürchtig. Aus einer werden viele, aus vielen Hunderte. Jede trägt einen Wunsch, einen Gedanken, ein leises Hoffen 💫
    Auch meiner steigt in den Himmel – ein stiller Moment, nur für mich.

    Überall flackert Feuerwerk. Erst vereinzelt, dann immer häufiger. Farben spiegeln sich im Wasser, Lichter tanzen über dem Meer. Man weiß gar nicht, wo man hinschauen soll – also bleibt man einfach sitzen und fühlt 🎆

    Um Mitternacht explodiert der Himmel. Vom Strand, vom Wasser, von überall. Minutenlang nur Licht, Farben, Staunen. Es fühlt sich an, als stünde man mitten im Übergang – zwischen dem, was war, und dem, was kommt.

    Und dann ist es da: 2026.
    Warm. Leicht. Mit Sand an den Füßen, Salz in der Luft und diesem tiefen Gefühl von Zuversicht 🤍

    Kein lauter Neubeginn, sondern ein sanfter, ehrlicher Start.

    In den nächsten Wochen wartet so viel. Neue Orte, die ich noch nicht kenne. Wege, die sich erst zeigen, wenn ich sie gehe. Begegnungen, Abenteuer, kleine und große Momente. Ich schaue nach vorn mit Neugier, Offenheit und diesem sicheren Gefühl, dass alles genau zur richtigen Zeit kommt.

    Der erste Morgen beginnt weich. Sonne, Meer, ein Moment nur für mich ☀️

    Ich nehme diese Silvesternacht mit – als Gefühl, als Ruhepunkt, als Anfang.
    Und gehe weiter, voller Vertrauen, in alles, was vor mir liegt.
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  • 🌴➡️🏙️ Inselmodus aus – Großstadt an

    January 5 in Hong Kong ⋅ 🌙 19 °C

    Nach einer Woche im Paradies auf Phuket hieß es heute Abschied nehmen. Barfuß-Feeling aus, Abenteuer-Modus an. Ziel: Hong Kong 🇭🇰 – laut, riesig, schnell. Genau das Gegenteil von Inselruhe.

    Der Tag begann mit einer kleinen Überraschung: Mein Shuttle war für 9 Uhr gebucht, der Fahrer stand um 8 Uhr vor der Tür. Also Frühstück abgebrochen, Koffer zugemacht, rein ins Auto 🚗. Rückblickend: Glück gehabt. Denn der Flughafen Phuket ist inzwischen ein einziges Menschenknäuel. Ich kenne ihn noch ruhig und entspannt – heute ist davon nichts mehr übrig.

    Check-in ging schnell, Immigration dafür gar nicht. Endlose Schlange, Gedränge, Chaos. Als mir zwei Damen eine Fast Lane für 200 Baht anboten, musste ich nicht lange überlegen. Beste Investition des Tages 💸.

    Minuten später war ich durch und lief meine Runden im Gate-Bereich, der sich zunehmend füllte – 5.000 Schritte noch vor dem Abflug inklusive.

    Der Flug mit Cathay Pacific ✈️ war angenehm, bequem, kurzweilig. Drei Stunden später: Abendsonne, Skyline, Hochhäuser ohne Ende 🌇. Willkommen in Hong Kong.

    Und dann: kein Internet. SIM tot. Kurz Stress. Zum Glück WLAN, schnelle Passkontrolle, Koffer da – einmal durchatmen. Der Shuttle wartete übersichtlich bei einem Airport-Hotel, draußen war es warm, die Stadt kam näher.

    Auf der Fahrt setzte sie ein: Überforderung.
    Müde. Reizüberflutet. Hochhaus an Hochhaus, Licht, Beton, Tempo. Ein brutaler Kontrast zur Insel der letzten Woche.

    Dieser Moment, in dem man sich beim Alleinreisen fragt: Warum tue ich mir das gerade an? 😵‍💫

    Das Hotel: sauber, klein, funktional. Großstadt halt.
    Das Internetproblem ließ mir keine Ruhe, also nochmal raus zum 7-Eleven. SIM gekauft, Registrierung gescheitert, alte eSIM schließlich gerettet. Vier Euro Lehrgeld – egal.
    Zurück im Zimmer war es 21 Uhr. Kein Hunger, nur Müdigkeit. Ein paar Cracker, tief durchatmen, Tag abschließen 🌙.

    Morgen beginne ich, Hong Kong wirklich kennenzulernen.
    Ob mich diese Stadt weiter überfordert oder komplett begeistert – das wird sich zeigen. ✨
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  • 2 Tage 🇭🇰 Hongkong –

    Jan 6–7 in China ⋅ 🌬 15 °C

    – Reizüberflutung mit Charakter

    Hongkong ist keine Stadt für klassische Sightseeing-Häkchen. Kein Bauwerk, das man „unbedingt gesehen haben muss“, kein Ort, der in jedem Reiseführer fett markiert ist. Und genau deshalb ist Hongkong so spannend – und gleichzeitig so fordernd. Diese Stadt will nicht gefallen, sie ist einfach da. Nimm sie oder lass es.

    Mein Erkundungstag begann direkt mit Challenge Nummer 1: kein Google Maps 📵. Also Orientierung nach Straßennamen, Gefühl und einer Portion Selbstvertrauen. Zum Glück gehöre ich noch zu der Generation, die Karten lesen kann – sonst wäre das hier sehr schnell sehr lustig geworden.

    Zur Einstimmung gab es den Hop-on-Hop-off-Bus, diesmal die Stanley Line. Und wow.
    Ein Hochhaus nach dem anderen 🏙️, alles dicht, alles hoch, alles am Berg. Wohnhäuser, die locker 100 Meter hoch sind, Millionen Menschen auf engstem Raum. Historische Gebäude? Fehlanzeige. Dafür pure Effizienz. Unten Werkstätten, Küchen, Reparaturen – hier wird nicht geschniegelt, hier wird gemacht.

    Und dann, völlig unerwartet: der Süden Insel 🌿
    Grün. Ruhig. Schön. Stauseen, Strände, Villen, britische Kolonialarchitektur. Der Kontrast ist so extrem, dass man kurz vergisst, in einer der dichtesten Städte der Welt zu sein.

    Norden: Beton & Tempo. Süden: Ruhe & Geld. Hongkong zeigt einem ziemlich direkt, wie unterschiedlich Leben aussehen kann.

    Challenge Nummer 2 kam schneller als gedacht: Kälte 🥶
    Nach tropischen Temperaturen plötzlich 14 Grad. Also Jackenkauf im Shoppingcenter – natürlich in dem einen Laden, der mein Budget nicht direkt beleidigt hat. Diese Jacke wurde direkt zur besten Reiseinvestition.

    Abends dann die berühmte Symphony of Lights im Victoria Harbour ✨.
    Laser, Musik, Lichter von über 40 Gebäuden. Schön, keine Frage – aber auch kein „OMG-das-muss-man-gesehen-haben“-Moment. Die Bootstour war trotzdem cool, allein wegen der Aussicht mitten im Hafen. Kalt war’s. Sehr kalt. Romantisch angefroren trifft es ganz gut.

    Am nächsten Tag ging’s hoch hinaus mit der Victoria Peak Tram 🚋.
    So steil, dass man die Schwerkraft ernsthaft spürt. Oben angekommen wartet ein Blick, der definitiv bleibt – über den Hafen, die Stadt und die grüne Südseite. Und natürlich: ein Einkaufszentrum 🛍️. Shopping scheint hier einfach Teil der DNA zu sein.

    Mutig wagte ich mich anschließend an richtig chinesisches Essen 🍜. Ergebnis: essbar, sehr fettig, nicht lebensverändernd. Liebe auf den ersten Bissen? Eher nicht. Aber hey, probiert ist probiert.

    Danach noch rüber nach Kowloon: Märkte, Menschen, Neonlichter, Shopping ohne Ende, der größte Fruchtmarkt der Stadt 🍉🍊. Hier pulsiert das Leben nochmal ganz anders – lauter, dichter, wilder.

    Abends noch ein Spaziergang durch die Stadt bei Nacht, alles leuchtet, alles lebt – und irgendwann war klar: Akku leer. Mensch und Handy.

    Fazit:
    Hongkong ist keine Stadt, die man „mal eben“ konsumiert. Sie fordert Aufmerksamkeit, Orientierung, manchmal auch Geduld. Klassische Sehenswürdigkeiten gibt es kaum – dafür Alltagslösungen, die beeindrucken: Rolltreppen, die je nach Tageszeit ihre Richtung wechseln, eine Peak Tram, die Pendler genauso nutzen wie Touristen.

    Zwei Tage reichen für einen ersten Eindruck absolut aus.
    Wiederkommen? Vielleicht.

    Aber jetzt ruft erstmal das nächste Abenteuer – ein neuer Ort, neue Eindrücke, weniger Hochhäuser (hoffentlich) und wieder dieses Kribbeln im Bauch, wenn man nicht weiß, was einen erwartet 🌍✨
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  • Macau – oder doch Europa

    January 8 in Macao ⋅ ☀️ 17 °C

    Macau – Von Hong Kong ins asiatische Venedig

    Macau.
    Irgendwann hatte ich davon gehört. Irgendwo ganz hinten im Kopf abgespeichert unter:
    „Ach ja, diese Casinostadt.“
    Nie wirklich auf dem Schirm – bis ich mich dieses Jahr für Hong Kong entschieden habe.

    Ein Blick auf die Karte, ein kurzer Gedanke:
    „Okay… da ist ja Macau. Liegt ja quasi auf dem Weg.“
    Also warum nicht? 🤷‍♀️

    Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste:
    Macau ist eine komplett eigene Welt.
    Zumindest Taipa. Aber von vorne.

    🚖 Die Anreise – einfacher als gedacht
    Die Anreise von Hong Kong nach Macau war erstaunlich unkompliziert.
    Mein Hotel in Hong Kong hatte einen Shuttlebus bis zur Central Station. Von dort ein Taxi zum Hong Kong–Macau Ferry Terminal – Kostenpunkt etwa 4 Euro. Danke dafür. 😄

    Der Terminal selbst: riesig, modern, perfekt organisiert. Mehrere Fähren täglich nach Macau.
    Tickets kann man problemlos vor Ort kaufen – ich hatte natürlich schon eines.
    Und war natürlich viel zu früh da. Zweieinhalb Stunden. Typisch deutsch. 🙈

    Aber ich hatte Glück:
    Der Mann am Schalter ließ mich einfach auf die frühere Fähre um 10:30 Uhr. Die fahren ohnehin alle 30 Minuten.
    🚢 Die Überfahrt
    Die Fähre war überraschend voll. Eine 2-3-3-2-Bestuhlung, riesig – und fast jeder Platz belegt.
    Nach der Ausreise aus Hong Kong ging alles zügig. Besonders süß: Die Sitzplätze werden noch mit Stickern auf die Bordkarte geklebt. Ganz händisch. Irgendwie niedlich. 🥰
    Die Fahrt selbst war ruhig. Erst gleitet man an den Inseln Hong Kongs vorbei, dann hinaus aufs offene Meer – und eine Stunde später ist man da.

    🛂 Willkommen in Macau
    Nach der Ankunft geht es wieder durch die Einreisekontrolle – Macau ist schließlich eine eigene Sonderverwaltungszone.

    Und dann kommt das erste kleine Highlight: Direkt am Fährterminal warten kostenlose Shuttlebusse der Casino-Hotels. Flughafen, Fähre, Hotels – alles perfekt abgestimmt.
    Kaum Wartezeit, Platz im Bus – los geht’s.

    Und schon bei der Anfahrt dachte ich:
    Moment… das sieht hier gar nicht nach Asien aus.
    Eher nach Europa.
    London? Paris? Lissabon?
    Oder… Venedig?

    💡 Genau. Mein Hotel ist das The Venetian.

    🏨 The Venetian – eine eigene Stadt
    Das The Venetian ist eines der größten Casino-Hotels Macau – und auch eines der größten in ganz Asien.
    Schon die kleinsten Zimmer beginnen bei 70 Quadratmetern. Ja. Wirklich. 😳

    Was es hier gibt?
    🍜 über 300 Restaurants
    👜 Luxusmarken, über Luxusmarken, über Luxusmarken
    🎰 ein gigantisches Casino mit allen erdenklichen Spielmöglichkeiten.

    Aber das Beeindruckendste kommt, wenn man in die dritte Etage fährt – in den Shopping-Bereich.

    🚣‍♀️ Venedig. In Macau.
    Plötzlich steht man am Canale Grande.
    Mit Brücken.
    Mit Gondeln.
    Mit blauem Himmel – gemalt, aber erschreckend echt.
    Ich dachte zuerst: „Ja ja, wird schon nett sein.“
    Aber nein.
    Sie haben Venedig wirklich nachgebaut.
    So gut, dass man kurz vergisst, wo man ist.

    Der einzige Moment, der einen wieder erdet: Man gehört hier eindeutig zu den sehr wenigen Europäerinnen. 😅
    Als allein reisende Europäerin mit blauen Augen ist man hier ungefähr so exotisch wie ein Einhorn.
    Alle schauen. Alle sprechen einen an.
    Gut, dass ich nicht auch noch blond bin – dann wäre ich vermutlich eine Sehenswürdigkeit.

    💆‍♀️ Massage und Casino – die perfekte Mischung

    Am ersten Tag stand ich kurz vor der großen Frage:
    🎰 Casino – mit hoher Wahrscheinlichkeit Geld zu verlieren
    oder 💆‍♀️ Massage – garantiertes Wohlbefinden? Natürlich habe ich mich für die Massage entschieden.
    Und sie war großartig.

    Aber – keine Sorge:
    Ich habe mir das Casino-Erlebnis trotzdem nicht entgehen lassen. 😉
    Ich war im Casino, habe gespielt – aber ganz bewusst nur mit wenig Einsatz, einfach fürs Gefühl, fürs Erlebnis.
    Gewonnen habe ich nicht viel.
    Verloren aber auch nicht dramatisch.
    Und der Spaßfaktor war definitiv da. 🎲

    🌃 Wenn die Nacht kommt
    Abends, wenn alles beleuchtet ist, wird es magisch.
    Vor dem Venetian fließt ein weiterer Kanal, Brücken überall, und plötzlich laufen einem Figuren des venezianischen Karnevals entgegen.
    Dann singt auf einmal eine Opernsängerin von einem Balkon. 🎶
    Und während man das alles verarbeitet, schaut man aus dem Fenster – und sieht Big Ben.

    Moment.
    Big Ben?

    🇬🇧🇫🇷🇵🇹 Europa im Schnelldurchlauf
    Direkt nebenan: The Londoner.
    London-Fassade, britischer Stil, rote Telefonzellen, Doppeldeckerbusse, schwarze Taxis.
    Ein kompletter Stilwechsel – und trotzdem absolut stimmig.
    Dann weiter zum Parisian.
    Davor steht eine Nachbildung des Eiffelturms. Abends beleuchtet – fast surreal.
    Drinnen: Cafés, Patisserien, französisches Flair. Nur die klassischen Heiratsanträge fehlen irgendwie. 😉
    Und dann der Grand Lisboa Palace – ein riesiger Resort-Komplex mit portugiesischem Flair, prachtvollen Gärten und dem Karl-Lagerfeld-Hotel, das mit modernem Luxus glänzt.

    🎡 Studio City & Co.
    Nicht zu vergessen: Studio City – amerikanisch geprägt, mit einem achtförmigen Riesenrad mitten im Hotel. Nachts ein absoluter Hingucker.
    Dazu Wasserpark, Pools, Einkaufspassagen – eine eigene kleine Stadt.

    Ich sitze gerade im 34. Stock, schaue auf Big Ben und denke mir:
    Das ist alles so absurd – und genau deshalb so faszinierend.

    🎲 Fazit nach Tag 1

    Macau – oder genauer gesagt der Cotai Strip – ist das asiatische Las Vegas.
    Vielleicht sogar noch eine Spur verrückter. Ob es beeindruckender ist als Las Vegas?
    Keine Ahnung.

    Aber eines weiß ich:
    Das hier ist komplett irre. Und absolut sehenswert. ✨
    Fortsetzung folgt. 😉
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  • 🏛️ Pflastersteine statt Pokerchips

    January 9 in Macao ⋅ ☀️ 18 °C

    Macau kann auch anders.

    Um nicht nur die Casinos von Macau zu kennen, sondern auch den Ort selbst – also die Sonderverwaltungszone, die Geschichte hinter dem ganzen Glitzer – habe ich mir für heute eine Stadtführung gebucht.
    Titel: „Von den Ruinen zu den Casinos“. Klang sinnvoll.

    Eigentlich sollte ich am Ferry Terminal abgeholt werden, bekam aber vorher eine Nachricht: „Wir können Sie auch direkt im Hotel abholen.“
    Ja bitte. Genau mein Servicelevel. 😄

    Am Ende war es übrigens eine Ein-Frau-Tour. Ich. Und mein Guide Jonathan von den Philippinen. Ganz privat. Ganz entspannt.

    🇵🇹 Willkommen im portugiesischen Macau

    Und ziemlich schnell wurde klar: Macau ist voller Gegensätze.
    Auf der einen Seite der Cotai Strip – riesige Casino-Hotels, Europa in XXS.
    Und dann fährt man ein Stück weiter und ist plötzlich in der Altstadt. Und die fühlt sich… auch europäisch an. Wirklich.
    Das hat auch einen guten Grund:
    Macau war über 400 Jahre portugiesisch, erst 1999 ging es zurück an China. Und das sieht man. Überall.

    Kirchen im portugiesischen Stil, pastellfarbene Häuser, kleine Plätze –
    und Straßenschilder nicht nur auf Chinesisch und Englisch, sondern auch auf Portugiesisch.

    🚌 Altstadt-Feeling & Beef-Jerky-Geruch

    Wir sind mit einem öffentlichen Bus in die Altstadt gefahren.
    Klein. Voll. Eng. Und ich wusste sofort wieder, warum ich Busfahren nicht liebe. 🙃 Aber gut – er hat uns hingebracht.

    Die Altstadt selbst ist… voll.
    Enge Gassen, Kopfsteinpflaster, viele Touristen – und an jeder Ecke Beef Jerky. Frisch gemacht, überall. Morgens um diese Uhrzeit war ich dafür noch nicht bereit, aber gerochen habe ich es definitiv.

    ⛪ Ruinen & Realität
    Natürlich waren wir auch bei den berühmten Ruinen der Pauluskirche – eines der Wahrzeichen Macaus.
    Große Fassade, viel Geschichte, im 19. Jahrhundert abgebrannt.
    Ich hätte mir gewünscht, etwas mehr von der echten Ruine zu sehen.
    Vieles war abgedeckt, einiges eher erklärt als gezeigt.
    Ein kleines bisschen schade – aber okay.

    🌉 Alles ist nah. Wirklich nah.
    Was mich überrascht hat: Wie nah hier alles beieinander liegt.
    Vom Macau Tower aus sieht man gefühlt die halbe Stadt – und kurz darauf heißt es: „Da drüben ist schon Festlandchina.“ Zhuhai ist wirklich nur einen Steinwurf entfernt.

    Macau, Hong Kong, China – alles sehr kompakt.

    🎰 Zurück zum Glitzer – und mein Fazit

    Zum Schluss ging es wieder zurück Richtung Casinos, noch zwei Hotels, noch zwei Casinos – und das war dann die Tour.

    Mein Fazit?
    Die Stadtführung war nett, der Guide war super sympathisch.

    Aber: Man kann Macau auch problemlos alleine entdecken.
    Es fahren überall kostenlose Shuttlebusse, Google Maps funktioniert, ich habe mich zu keiner Zeit unsicher gefühlt.
    Keine Angst, keine Abzocke, kein mulmiges Gefühl.
    Macau ist eben mehr als Casino.
    Zwischen portugiesischer Geschichte, chinesischem Alltag und völlig überdrehtem Glitzer hat dieser Ort tatsächlich Seele.
    Man muss nur bereit sein, sie zu suchen. ✨
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  • Philippinen - große Liebe oder ...

    Jan 10–16 on the Philippines ⋅ 🌧 28 °C

    ... doch nur eine Affäre? 🌴

    Man kann sich schnell verlieben. In Menschen, in Orte, in Bilder.
    Seit Jahren trug ich den Traum von den Philippinen mit mir: Palmen, Meer, Leichtigkeit. Ein Punkt auf meiner Bucket List, der lange wartete, endlich abgehakt zu werden. Und ja, ich habe ihn mir erfüllt – aber natürlich war alles ein kleines bisschen anders, als ich es mir ausgemalt hatte.

    Die Ankunft war erst einmal perfekt: moderner Flughafen, alles reibungslos, freundliche Menschen, die fast alle Englisch sprechen. Man fühlt sich sofort willkommen.
    Dann das Taxi – und der erste kleine Schock: Müll. Überall. An den Straßenrändern lag alles, was man nicht mehr brauchte: Essensreste, Verpackungen, Flaschen. Ich kenne Südostasien, aber das hier war… intensiv. Ein bisschen verstörend, ehrlich gesagt. 🙈

    Ich war auf Mactan, bewusst wegen eines Strandhotels. Cebu City selbst ist groß, laut und hektisch, mit Strand eher Fehlanzeige. Das Hotel dagegen war wie ein kleines Paradies ✨
    Große Pools, direkt am Meer, riesiges Zimmer, freundliches Personal. Drinnen Ruhe, draußen die Realität der Insel. Ein krasser, faszinierender Kontrast.

    Mein erster geplanter Strandtag? Sollte ein reiner Relax-Tag werden. Doch die Natur hatte andere Pläne: Ebbe. Nach gefühlt hundert Metern reichte mir das Wasser gerade mal bis zu den Knien. Am Strand liegen wunderbar, Baden? Eher symbolisch. Irgendwie passend: Man bekommt eben nicht immer genau das, was man sich ausmalt.

    Und das Wetter trug sein Übriges bei: Grau, Regen, kein klassisches „Wow, ich bin im Paradies“. Die Philippinen haben mich nass empfangen – und, wenig überraschend, auch wieder nass verabschiedet 🌧️

    Zu Fuß unterwegs, Geld gewechselt, kleine Läden besucht – als Fußgänger braucht man hier wirklich Nerven. Der Verkehr ist… kreativ. Vietnam überlebt, hier war es das erste Mal, dass ich ernsthaft aufpassen musste, heil über die Straße zu kommen.

    Trotz allem: Die Natur ist einfach umwerfend ❤️
    Auf Ausflügen quer über Cebu zeigte sich, was die Insel kann: tropisches Grün, weite Landschaften, einsame Strände. Die Menschen sind überall freundlich.

    Cebu City selbst ist ein krasser Mix: moderne Hochhäuser, Casinos, große Hotels – direkt daneben einfache, heruntergekommene Viertel. Luxus und Armut liegen extrem nah beieinander. Nachts lebt die Stadt: junge Menschen auf den Straßen, laut, lebendig, ein bisschen surreal, aber faszinierend.

    Essen? Überall etwas zu finden. Hähnchen, Schwein, Schweinebauch. Nicht meine Lieblingsküche, aber man wird satt. Andere lieben sie total – besonders die Amerikaner, die ich getroffen habe, waren Feuer und Flamme 🔥

    War es die große Liebe? Nein. Dafür fehlte ein Stück Tiefe, die Brüche zwischen Traum und Realität waren zu groß. Aber es war eine ehrliche Affäre: intensiv, lehrreich, voller kleiner, schöner Momente, die ich nicht missen möchte.

    Und wer weiß: Die Philippinen bestehen aus über 7.000 Inseln. Vielleicht sieht man sich wieder. Manchmal braucht Liebe eben einen zweiten Anlauf 😉
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  • 🐋 Walhaie, Wasserfälle und ...

    January 12 on the Philippines ⋅ ☁️ 24 °C

    meine persönliche Komfortzonen-Grenze

    Als ich mich entschieden habe, auf die Philippinen zu fliegen, habe ich natürlich vorher geschaut, was man hier in Cebu so machen kann. Und dabei bin ich immer wieder über Walhaie gestolpert. Oslob. Walhaischwimmen. Riesige Tiere. Ganz nah.
    Kurz gesagt: Das wollte ich unbedingt machen.

    Ich wusste zwar, dass Oslob eine ganze Ecke von meinem Hotel entfernt ist – mein Hotel liegt direkt in Cebu City, ziemlich nah am Flughafen Mactan – aber egal. Das sind halt mal gute drei bis vier Stunden Fahrt, je nach Verkehr. Und wer mich kennt, weiß: Wenn ich etwas wirklich will, dann will ich es richtig.

    Also habe ich schon von zu Hause aus versucht, eine passende Tour zu finden. Gar nicht so einfach, wenn man alleine reist, denn gefühlt ist jede zweite Tour nur für mindestens zwei Personen buchbar. Aber: Mission erfolgreich.
    Ich habe eine Tour gefunden mit Walhaischwimmen am Morgen, Wasserfall, Sardinenschwärmen – das volle Programm. 🎉

    Die Vorfreude? Riesig.
    Die Aufregung? Mindestens genauso groß.

    Walhaie sind… Fische? Oder doch Säugetiere? Keine Ahnung. Groß auf jeden Fall. Sehr groß. Und mit sehr großen Dingen im Wasser hatte ich bis dahin noch keine Bekanntschaft gemacht. Schnorcheln liebe ich ja, Wasser ist mein Element – aber das hier war eine neue Liga.

    Am zweiten Tag ging es dann los. Abfahrt um 2 Uhr morgens.
    Viel Schlaf war also nicht drin. Ich war gegen halb zehn im Bett, habe vielleicht zwei Stunden geschlafen und war dann um halb eins wieder wach. Aufregung kann sehr effektiv sein. 😅

    Um 1:45 stand ich geschniegelt in der Lobby und wartete auf meinen Fahrer. Der kam – natürlich – pünktlich. Ich war die Erste, die eingesammelt wurde, und hatte damit das große Glück, den Beifahrersitz zu bekommen. Viel Beinfreiheit, bequemer Platz. Spoiler: Mit offenen Augen ist das vorne sitzen auf den Philippinen nicht immer die beste Idee.

    Nach und nach wurden noch sechs weitere Leute eingesammelt: zwei Grüppchen, zwei Alleinreisende. Ich war die einzige Frau in der Gruppe – aber ganz ehrlich? Überhaupt kein Thema. Als der Letzte einstieg, war es schon fast halb vier, und dann ging es endlich Richtung Oslob.

    Ich bin zwischendurch immer mal wieder eingenickt, aber ohne Nackenkissen (das macht offensichtlich noch irgendwo in Thailand Urlaub) war das eher mäßig erholsam.

    Gegen halb sechs kamen wir an.
    In Oslob läuft alles nach Nummern. Man zieht eine Nummer und wartet, bis man dran ist. Wir hatten eine Prioritätsnummer – 86 – und sollten gegen sieben Uhr ins Wasser dürfen. Also nochmal kurz zurück zum Auto, ein bisschen warten, ein paar Früchte.

    Dann ging alles ganz schnell: der Guide holte uns, Schwimmwesten, Taucherbrille – aber kein Schnorchel. Warum auch immer. Luft anhalten ist zwar machbar, aber mit Schnorchel wäre alles deutlich entspannter gewesen.
    Ab ins Boot, insgesamt etwa zehn Leute, mehrere Boote nebeneinander aufgereiht – und dann hieß es: rein ins Wasser.

    Und da waren sie.
    Die Walhaie. 🐋

    Gigantisch. Ruhig. Majestätisch.
    Und das Erstaunliche: Keine Panik.
    Obwohl sie locker viermal so groß waren wie ich, wirkten sie eher sanft als bedrohlich. Sie glitten durchs Wasser, kamen näher, schwammen vorbei – und alles fühlte sich irgendwie friedlich an.

    Wir waren etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde im Wasser, beobachteten sie, sahen sogar Luftblasen von unten – Taucher, die die Walhaie aus einer ganz anderen Perspektive beobachteten. Sehr cool.

    Ja, es waren viele Touristen. Sehr viele.
    Aber trotzdem: Dieses Erlebnis war wirklich besonders.
    Zurück ins Boot, kurz ans Ufer – und dann die nächste Ansage: Nicht umziehen. In 15 Minuten geht es weiter.

    Also saßen wir um halb acht morgens in nassen Badesachen im Auto und fuhren… bergauf. Und noch weiter bergauf. Und noch weiter.

    Der nächste Halt: Wasserfall.
    Was ich nicht wusste (und was nicht in der Beschreibung stand): Der Weg dorthin ging per Motorrad.
    Zehn Motorräder. Fremde Fahrer. Steile, kurvige Strecke. Ich im Bikini mit Strandbluse. Null Schutz.
    Ich sag’s ehrlich: Das war mir zu viel.
    Aber angeblich gab es keine Alternative. Also saß ich da – innerlich schreiend – während wir gefühlt eine 30-prozentige Steigung runterfuhren. Zwei Minuten, die ich nicht noch einmal brauche.
    Unten angekommen war ich einfach nur froh, noch heil zu sein.

    Der Wasserfall selbst: wunderschön. Kristallklares Wasser, hoch, beeindruckend. Etwa 60 Meter.
    Aber ja – die Wasserfälle in Kambodscha haben die Messlatte einfach sehr hoch gelegt.
    Ich war baden, bin geschwommen, ein bisschen geguckt – Selfies gemacht.

    Und dann kam meine persönliche Trotzentscheidung: Ich laufe den Berg hoch.

    Sportlich? Ja.
    Vernünftig? Auf jeden Fall.
    Anstrengend? Brutal.

    Ich bin schräg gelaufen, habe geschnauft wie ein alter Staubsauger und wurde von lachenden Rollerfahrern überholt. Aber: Ich habe mich sicher gefühlt.
    Oben angekommen war der Guide sichtlich verwirrt. „Du bist gelaufen?“ – Ja. Bin ich. Punkt. 😌

    Weiter ging’s. Nach etwa zwei Stunden Fahrt plötzlich: Essenspause.
    Das Essen… sagen wir: gut, dass wir noch keinen großen Hunger hatten. Frittiertes Hähnchen (vermutlich), Suppe, Reis.
    Ich habe es lieber gelassen.
    Dann: Sardinenschwärme und Schildkröten. 🐢🐟

    An jedem Spot wurde uns übrigens eine GoPro angeboten. Wer sie mietete, bekam volle Aufmerksamkeit der Guides. Wer nicht – war quasi unsichtbar. Das war schon etwas schade.

    Das Riff selbst war leider ziemlich zerstört. Kaum lebende Korallen – kein Wunder, bei der Art, wie manche Touristen darüber trampeln.

    Aber: Die Schildkröte war da. Und sie hatte offensichtlich keinen Bock.
    Sie lag entspannt auf dem Boden, wurde von Menschen umringt, schaute uns an wie: „Ernsthaft? Schon wieder Fotos?“

    Und dann schoss sie einfach nach oben davon. Ganz klare Ansage. 😂
    Und dann kam das Highlight: die Sardinen.

    Der Übergang vom flachen Wasser zur Tiefe war krass – wie eine Unterwasserklippe. Und dann: silbernes Blitzen.
    Nicht ein paar Fische. Tausende.
    Sie zogen Formationen wie Vögel am Himmel, nur eben im Wasser. Ich war wirklich beeindruckt.
    Gegen halb zwei, spätestens halb drei, ging es zurück. Alle müde, alle voller Eindrücke.
    Eine Pause an einem überraschend sauberen Supermarkt (Toiletten! Cola! Glück!) – und dann weiter.
    Die Fahrt zurück… sagen wir so: Ich habe selten so viel Angst im Straßenverkehr gehabt. Und ich habe Vietnam überlebt.

    Als wir gegen 18 Uhr endlich wieder am Hotel ankamen, war ich einfach nur dankbar.
    Dankbar, heil zurück zu sein.
    Dankbar für all diese Erlebnisse.
    Und ziemlich sicher: Das werde ich so schnell nicht vergessen. 🌊💙
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  • 🌊 Von Vernunft, Bambusbooten ...

    January 14 on the Philippines ⋅ ☁️ 30 °C

    ... und der Kunst, Pläne loszulassen
    Eigentlich wollte ich hier auf den Philippinen noch ein bisschen mehr Abenteuer. Ich hatte eine Canyoning-Tour gebucht – mit Zipline, Wasserfällen, Abseilen, ordentlich Action – und habe mich wirklich darauf gefreut.

    Erst beim genaueren Hinsehen wurde mir klar, wie weit diese Tour eigentlich entfernt gewesen wäre. Ja, es stand in der Beschreibung, aber man liest ja nicht immer jedes Detail mit hundertprozentiger Aufmerksamkeit.
    Und nachdem ich an meinem zweiten Tag hier bereits 18 Stunden unterwegs war – wovon sich gefühlt der Großteil wie reine Fahrzeit angefühlt hat – meldete sich dann doch die Vernunft. Auch diese Tour hätte mich wieder auf die andere Seite der Insel geführt. Mindestens zehn Stunden Fahrt, für eine Aktivität, die am Ende vielleicht zwei Stunden gedauert hätte. Also habe ich etwas getan, was mir nicht immer leichtfällt: Ich habe abgesagt.

    Stattdessen habe ich mich für etwas entschieden, das sich richtig angefühlt hat. Schnorcheln. Meer, Wasser, Fische – wenn ich irgendwo bin, wo das möglich ist, dann gehört das für mich einfach dazu 🐠
    Ich habe eine Tour gebucht, bei der man mit einem typischen philippinischen Bambusboot mehrere Inseln und verschiedene Schnorchelspots anfährt. Am Mittwoch ging es los, Abholung um 8:30 Uhr, mein Hotel liegt nah am Hafen, also ganz entspannt.
    Im Tuk-Tuk saßen mehrere Gäste und Guides, schnell wurde klar, wer zu welcher Gruppe gehörte. Am Ende war ich mit einem weiteren Alleinreisenden und zwei Guides auf einem Boot – fast schon privat.

    Wir fuhren hinaus aufs Meer, Ziel: die erste Insel. Dort fiel mir ziemlich schnell auf, dass ich meine Actioncam im Hotel liegen gelassen hatte. Kurz geärgert, dann beschlossen, es einfach gut sein zu lassen. Nicht alles muss festgehalten werden. Manches reicht auch im Kopf.

    Der erste Schnorchelspot lag nah an der Insel, das Wasser war relativ flach und man musste aufpassen, sich nicht an den Korallen zu stoßen. Dafür gab es einiges zu sehen: viele bunte Fische, Seesterne, Seeigel – und dieses ruhige Gefühl, einfach im Wasser zu treiben und zu schauen.
    Am nächsten Spot war deutlich weniger los unter Wasser. Während ich schnorchelte, blieb mein Mitreisender auf dem Boot, bis ich irgendwann bemerkte, dass eine Drohne über mir schwebte. Na gut – auch so entstehen Erinnerungen 😅

    Zwischendurch tauchten sogar fliegende Händler auf. Einer wollte Kokosnüsse verkaufen, der nächste Meeresfrüchte, dann kam noch Schmuck dazu. Alles mitten auf dem Wasser. Ein Konzept, das ich bis heute nicht ganz verstehe, aber offensichtlich funktioniert.

    Danach ging es zur nächsten Insel zum Mittagessen. Ich war ehrlich gesagt skeptisch, denn Mittagessen bei Ausflügen ist oft eher zweckmäßig als gut. Aber ich wurde überrascht: Es gab Hähnchen, Bauchspeck, frische Austern und Krebse, gebratene Nudeln und Obst – wirklich lecker. Dazu ein unglaublich süßer Hund, den ich am liebsten eingepackt hätte.

    Direkt nach dem Essen ging es vom Steg aus wieder ins Wasser. Die alte, rostige Steganlage fühlte sich ein bisschen an wie Wracktauchen – natürlich kein echtes Wrack, aber es hatte diesen besonderen Charme. Das war tatsächlich einer der schönsten Schnorchelspots des Tages.

    Geplant war eigentlich noch eine weitere Insel mit einem langen, weißen Sandstrand. Doch während wir aßen, kam die Nachricht, dass dieser Strand nach einem Taifun gesperrt worden war, weil extrem viel Müll angespült wurde. Müll ist hier leider ein großes Thema. Also ging es stattdessen nach San Vincente.

    Wir legten auf der einen Seite der Insel an und liefen zu Fuß quer über die Insel durch das Dorf. Es waren einfache Hütten, überall Müll, vor fast jedem Haus angekettete Hähne, die lautstark auf sich aufmerksam machten. Kleine Kinder spielten im Dreck, Hunde liefen frei herum. Die Menschen wirkten dabei nicht unglücklich – überhaupt nicht – aber für mich, als jemand aus Westeuropa, war dieses Bild schwer auszuhalten und sehr beklemmend. Ich habe bewusst keine Fotos gemacht.

    Am Strand angekommen standen erst ein paar Souvenirstände, an denen ich zwei Magnete gekauft habe, und dann lag er vor uns: der Strand.

    Er war in Ordnung, aber kein Traumstrand. Viel Seegras, grauer Himmel, wenig Licht – der weiße Sandstrand konnte seine Wirkung an diesem Tag nicht richtig entfalten. Ich habe definitiv schon schönere Strände gesehen.

    Dann ging alles plötzlich sehr schnell. Der Wind nahm spürbar zu, die Wellen wurden höher, und es hieß, wir müssten sofort los. Die Rückfahrt nach Cebu war eine Mischung aus Achterbahn und Wasserbahn 🌊 Ich war nasser als nach jedem Bad, aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Mit dem Bambusboot über die Wellen zu gleiten, einzutauchen und wieder aufzutauchen, war für sich genommen schon ein Erlebnis.

    Ja, ich hätte mir noch ein bisschen mehr Korallen und vielleicht einen weiteren Schnorchelspot gewünscht. Aber insgesamt war dieser Tag genau richtig. Ruhiger, ehrlicher, weniger durchgetaktet.

    Und manchmal ist es eben die beste Entscheidung, einen Plan loszulassen, um einen anderen wirklich genießen zu können 💙
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  • Singapur – ...

    Jan 16–18 in Singapore ⋅ ☁️ 30 °C

    ... Eine Stadt, die lautlos unter die Haut geht 🌿✨

    Singapur.
    Ich stand da, mitten im Ankommen, und wusste für einen Moment nicht, was ich fühlen sollte. Kein lautes Staunen, kein inneres Überschlagen. Sondern dieses tiefe, stille Wow ✨, das sich langsam ausbreitet und einen plötzlich ganz einnimmt.
    Ich landete – und alles floss. Die Einreise war ruhig, klar, fast beiläufig. Ein paar Fragen, ein Formular, der Reisepass in den Automaten, ein kurzer Scan, ein Fingerabdruck. Fertig. Kein Gedränge, keine Hektik. Ich war einfach da. Und genau in diesem Moment begann Singapur, mich einzuhüllen 🤍.

    Aus Kostengründen – und weil es zeitlich kaum einen Unterschied machte – entschied ich mich für die öffentlichen Verkehrsmittel 🚇. MRT statt Taxi. Ein paar Schritte nach unten, alles logisch, alles verständlich. Und dann saß ich in dieser Bahn.
    Ich hatte innerlich mit Reizüberflutung gerechnet. Mit Lärm, mit Geschwindigkeit, mit diesem typischen Großstadtgefühl. Aber nichts davon kam.

    Stattdessen: Ruhe .

    Draußen zogen Hochhäuser vorbei. Wohnsiedlungen, dicht an dicht, denn in diesem Stadtstaat leben Millionen Menschen. Die Häuser sind hoch – 30, 50, manchmal 60 Stockwerke. Sie sind nicht schön, nicht verspielt, nicht architektonisch aufregend. Sie sind funktional. Zweckmäßig. Klar.
    Und genau das macht sie so unaufdringlich. Sie wollen nicht beeindrucken, sie wollen funktionieren. Und sie tun es, ohne zu erdrücken.

    Ich saß in der Bahn und merkte, wie mich etwas ganz Unerwartetes überkam:
    Ich war hier noch nie gewesen – und fühlte mich trotzdem, als würde ich gerade ankommen 🧭.

    Mein Hotel lag gut, auch wenn ich kurz suchen musste. Drinnen kein Luxus, sondern Funktionalität. 18 Quadratmeter Stadtleben 🏨. Sauber, durchdacht, alles da, was man braucht. Nach Strandblick und riesigen Zimmern war das wieder Realität – und sie fühlte sich richtig an.

    Am frühen Abend beschloss ich, einfach loszulaufen 🚶‍♀️. Eigentlich wollte ich nur zwei Stationen mit der Bahn zur Marina Bay fahren. Aber dann sah ich sie schon von Weitem.
    Diese Silhouette 🌆.
    „Das ist sie“, dachte ich.
    Also ging ich los. Einfach immer darauf zu.

    Und genau dort begann der Zauber ✨.

    Ich lief mitten hinein in ein nächtliches Singapur, das lebte – nicht laut, nicht aufdringlich, sondern voller Energie und Gelassenheit. Art Night. Offene Museen 🏛️. Beleuchtete Fassaden. Musik, die sich sanft durch die Straßen zog 🎶.
    An der Marina Bay erlebte ich eine der Lichtshows, und sie bestand. Nicht als Spektakel, das einen überfährt, sondern als Teil dieser Stadt. Licht, Wasser, Gebäude – alles griff ineinander, ruhig, harmonisch, stimmig.

    Tausende Menschen waren unterwegs. Und trotzdem fühlte sich nichts eng an. Keine Hektik, kein Drängen. Menschen lachten, aßen, blieben stehen, schauten. Es war belebt, aber leicht.
    Hinter mir das Nationalmuseum, hell erleuchtet. Vor mir die Marina Bay Sands, der Singapore Flyer 🎡, das Wasser voller Spiegelungen. Ich machte ein paar Fotos 📸 – nicht, weil man das hier tut, sondern weil ich diesen Moment festhalten wollte. Und ging mit einem tiefen Gefühl von Zufriedenheit zurück ins Hotel.

    Am nächsten Morgen startete ich früh 🌅. Ich wollte verstehen. Also stieg ich in den großen Stadtrundfahrtbus, oben, unter freiem Himmel.
    Die Fahrt führte hinaus in ruhigere Viertel, vorbei an der Orchard Road, bis zu den Botanischen Gärten 🌳. Später durch das Finanzviertel, Richtung Hafen.

    Und da wurde mir klar, warum sich Singapur so anders anfühlt:
    Diese Stadt ist grün 🌿. Durchdacht grün. Gelebt grün.

    Bäume zwischen Hochhäusern. Parks als selbstverständlicher Teil des Alltags. Begrünte Flächen dort, wo man sie nicht erwarten würde. Nicht umsonst wird Singapur auch die „Gartenstadt“ genannt 🌱.
    Seit den 1960er-Jahren verfolgt der Stadtstaat ein Wohnkonzept, das Sicherheit gibt. Sozialer Wohnungsbau, der nicht nur Wohnraum schafft, sondern Perspektive. Viele Wohnungen funktionieren wie ein Mietkauf. Menschen leben dort langfristig, abgesichert, ohne Angst vor steigenden Mieten im Alter. Sozial – nicht als Idee, sondern als Realität 🤝.

    Am Nachmittag ging es weiter durch Little India und Chinatown 🏮. Farben, Gerüche, enge Straßen. Alte Gebäude aus der britischen Kolonialzeit stehen hier ganz selbstverständlich neben moderner Architektur. Nichts wurde verdrängt, nichts ausgelöscht. Die Geschichte darf bleiben.
    Das Raffles Hotel, das Fullerton – stille Zeugen, die der Stadt Tiefe geben.

    Was mir dabei immer wieder auffiel, war dieses Miteinander. Vier große ethnische Gruppen leben hier zusammen. Unterschiedliche Religionen, Kulturen, Lebensweisen – und doch wirkt alles erstaunlich friedlich ☯️. Selbstverständlich. Niemand drängt sich in den Vordergrund, niemand wirkt fehl am Platz.
    Dieses harmonische Zusammenleben ist kein lautes Aushängeschild. Es ist einfach da 🤍.

    Am Abend kam der Regen 🌧️. Tropisch, plötzlich, heftig. Die Straßen glänzten, die Luft war warm. Die Stadt wirkte noch ruhiger, fast weicher. Nach einem kurzen Zwischenstopp ging es weiter zum Singapore Flyer.

    In meiner Gondel: nur wenige Menschen. Raum. Zeit. Ruhe 🌌.
    Und diese Stadt unter mir – leuchtend, geordnet, friedlich. Selbst von oben strahlte Singapur keine Rastlosigkeit aus. Eher das Gefühl, dass alles genau dort ist, wo es sein soll ✨.

    Die Lichtshow in den Gardens by the Bay verpasste ich später – schade, aber nicht schlimm. Man kann nicht alles haben. Ich lief zurück, vorbei an beleuchteten Gebäuden, aß noch etwas und ließ den Abend treiben 🌙.

    Was mich am meisten berührt hat, war nicht eine einzelne Sehenswürdigkeit.
    Es war das Leben selbst 💚.

    Menschen spazieren, sitzen zusammen, picknicken auf Grünflächen. Jugendliche tanzen, lachen, filmen. Ältere unterhalten sich auf Bänken. Alles nebeneinander, alles miteinander.
    Singapur ist eine Großstadt, die nicht laut sein muss, um präsent zu sein.
    Eine Stadt, die nicht aufwühlt, sondern erdet.

    Am Sonntagmorgen ging es noch zur Bugis Street 🛍️. Ein überdachter Markt, eng, lebendig, chaotisch – im besten Sinne. Ich kaufte zu viel. Erinnerungen, Kleinigkeiten, Dinge, die bleiben sollten. Am Ende sogar eine Tasche, weil alles irgendwohin musste.
    Erschöpft, aber glücklich, ging es zurück ins Hotel und dann zum Flughafen ✈️.

    Auch dort: Ordnung, Ruhe, Klarheit. Zeit zum Sitzen, zum Essen, zum Nachspüren.
    Als ich schließlich im Flieger saß, freute ich mich auf Phuket. Auf das Heimkommen nach dem Unterwegssein 🏝️.

    Aber Singapur –
    das bleibt.
    Still. Grün. Harmonisch.
    Und tief unter der Haut 💫.
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    Trip end
    January 30, 2026