• Poás Vulkan

    7 grudnia 2025, Kostaryka ⋅ 🌧 12 °C

    Costa Rica ist besonders für seine Natur bekannt. Aufgrund der geografischen Lage auf der verhältnismäßig dünnen Landzunge zwischen den Amerikas und den verschiedenen Höhenlagen und Klimazonen hat sich hier in den Jahrmillionen eines der diversesten Ökosysteme weltweit entwickelt.
    Costa Rica beherbergt etwa 5 % bis 6,5 % aller Tier- und Pflanzenarten der Welt, obwohl es nur rund 0,03 % der Erdoberfläche ausmacht. Es gibt tropische Regenwälder, Nebel-, Trocken- und Mangrovenwälder, Korallenriffe, Berg- und Hochlandzonen und Vulkane. Costa Rica liegt auch am pazifischen Feuerring und hat einige nicht mehr aktive, ein paar schlummernde und ein paar aktive Vulkane.

    An meinem ersten Sonntag hier fuhren wir knapp 50 km zum Nationalpark auf dem Poás-Vulkan. Der Weg raus aus dem Central Valley – das zentrale Tal des Landes, in dem die Hauptstadt San José mit ihrer Metropolregion liegt – führt durch kleine Städte und Vororte bis hinaus aufs Land, auf dem viel Ackerbau betrieben wird. An den Hängen des Vulkans gibt es viele Kaffeeplantagen, teils mit eigenen Röstereien und touristischen Verkaufsstellen und Souvenirläden. Auch eine Starbucks-Plantage habe ich auf dem Weg gesehen. Außerdem ist das Klima weiter oben ideal für Erdbeeren, die hier das ganze Jahr geerntet werden können.

    Der Poás-Vulkan ist ein aktiver Stratovulkan in der Zentralkordilliere Costa Ricas mit einer Höhe von etwa 2.708 Metern über dem Meeresspiegel. In den letzten tauseden Jahren bildete sich die Caldera. Der Hauptkrater, einer der größten aktiven Krater der Welt mit ca. 1,3–1,5 km Durchmesser und bis zu 300 m Tiefe, beherbergt oft einen hoch sauren See (Laguna Caliente). Der Poás ist einer der aktivsten Vulkane Costa Ricas, meist Wasserdampf Explosionen und gelegentliche Geysir-ähnliche Eruptionen.
    Der Nationalpark um die Krater herum ist von einem Hochland-Nebelwald bedeckt. Er entstand durch die kühlen, feuchten Bedingungen in großer Höhe mit Wolken und Nebel. Typisch aber etwas unheimlich anzusehen sind die verkümmerten moosbewachsene Bäume. Es gibt resige Blätterpflanzen wie die Sombrilla de pobre („Armenmann-Schirm“), Orchideen, Farne und Büsche. Um den inaltiven Nebenkrater mit dem kalten Botos-See ist der Wald dichter und urwaldähnlicher. Selbt in dieser unwirklichen gegen haben wir viele Vögel gesehen und aner leider kein Poás-Eichhörnchen.

    Den Poás-Vulkan kann man entspannt bis zum Besucherzentrum hinauffahren. Oben gibt es mehrere Wanderwege, die man gehen kann, alles gut ausgebaut, nicht anspruchsvoll und auch nicht zu lang. Am frühen Morgen vor unserer Ankunft stieß der aktive Krater dichte weiße schwefelig riechende Gase aus, die man schon von Weitem wahrnahm und die den kompletten Krater ausfüllten. Das bisschen, was der Wind in Richtung der Aussichtsplattform drückte, machte kaum einen Unterschied, und so guckten wir uns lediglich dichte weiße Wolken an. Erwartbar, denn eine wirklich gute Sicht über den gesamten Krater, ist sehr selten. Wir wanderten ein Stückchen durch den Nebelwald, und wurden mit der Aussicht über den grünen Kratersee nebenan belohnt.

    Auf dem Weg zurück in die Stadt gönnten wir uns Erdbeeren mit gezuckerter Kondensmilch und einen Kaffee mit Aussicht über die Plantage.
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