• Wandern auf Nordinsel

    4. januar, New Zealand ⋅ ☀️ 18 °C

    Etwas nördlich des Mount Ruapehu fuhren Silas und ich durch die Gegend um den Taupō-See. Hier liegt das kulturelle Zentrum der Māori, der Ureinwohner Neuseelands. Momentan haben wir nicht genug Zeit, um länger hier zu bleiben, denn das Fährticket zur Südinsel ist schon gebucht. Wir hoffen daher, auf dem Rückweg noch einmal hierherzukommen.

    Auch sonst hat dieses zentrale Inland der Nordinsel sehr viel zu bieten: den Blick über die Landschaft mit dem Taupō-See in der Mitte, den Hügeln drumherum und den Vulkanbergen im Hintergrund. Dazu die vielen kleinen und großen Flüsse mit ihren Wasserfällen – wie zum Beispiel die Huka Falls, bei denen wir einen Stopp einlegten.

    Einen Nachmittag verbrachten wir in den heißen Quellen der Wairakei Terraces. Es war so entspannend, dass ich ganz vergessen habe, auch nur ein einziges Foto zu machen. Im warmen bis heißen, mineralhaltigen und trüben Wasser lernten wir Nico und Sina aus Deutschland mit ihren Freunden kennen. Die beiden sind vor zwei Jahren nach Auckland ausgewandert und haben uns einige gute Tipps für unsere Reise gegeben.

    Am nächsten Tag fuhren wir noch einmal am Mount Ruapehu vorbei und diesmal von unten eine andere Straße Richtung Gipfel – den Südhang hinauf. Hier sahen wir die Mangawhero- und Waitonga-Wasserfälle. Letzterer ist mit einer schönen Wanderung durch Wald und einem Moor auf einer Hochebene verbunden.

    Abends ging es weiter Richtung Süden zu einem Freedom Campsite (kostenloser Campingplatz), welcher direkt am Meer lag. Zum Sonnenuntergang machten Silas und ich uns Wraps. Am nächsten morgen ließ ich nach einem kurzen Sprung ins kalte Meer nochmal die Drohne fliegen. Diese Spielerei macht wirklich Spaß und ich werde langsam besser darin, die Kamera mit dem nötigen Fingerspitzengefühl zu führen.

    Dann nahmen wir, an unserem vorerst letzten Tag auf der Nordinsel, den Escarpment Track in Angriff, der uns von Nico und Sina empfohlen worden war. Etwa 9 km entlang der Westküste kurz vor Wellington. Wir parkten das Auto an einem Ende und liefen los. Zunächst entlang der Gleise, dann ging es den Hang hinauf. Es waren viele Stufen dabei, denn vom Meeresspiegel aus ging es bis hoch über die Bucht – und natürlich auch wieder hinunter. Zwischendurch gab es zwei Hängebrücken und viele Informationstafeln rund um die lokale Tier- und Pflanzenwelt, wie sie durch eingeschleppte Arten bedroht wird und was man dagegen tut. Den Rückweg zum Parkplatz fuhren wir per Anhalter. Eine nette junge Frau aus dem Örtchen nahm uns auf ihrem Heimweg von der Arbeit mit und erzählte uns mehr über die Māori-Sprache, denn sie spricht sie und arbeitet in einem bilingualen Kindergarten.

    Am Nachmittag fanden wir noch ein leckeres Fish’n’Chips-Restaurant in Wellington, dann ging es abends schon auf die Fähre zur Südinsel.
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