Māori-Zentrum Te Puia
20. januar, New Zealand ⋅ ☁️ 16 °C
Die Gegend im zentralen Inland der Nordinsel Neuseelands kann als kulturelles Zentrum der Māori angesehen werden – hier lebten vor Ankunft der Europäer die meisten Māori-Stämme relativ nah beieinander.
Wenn man schon mal hier ist, muss man sich auch ein bisschen damit auseinandersetzen, dachten Silas und ich uns. Also buchten wir eine Tour durch das Te Puia Māori-Zentrum, welches mitten im geothermalen Tal Te Whakarewarewa liegt. Es war etwas preislich, aber die Kombination aus aktiven Geysiren, brodelnden Schlammbecken, Kiwis, Einblicken in die Māori-Kultur und Mittags-Buffet waren es wert.
So gut wie alle hier arbeitenden Menschen stammen aus dem Volk der Māori, wie auch unser Guide. Die typischen Tattoos sind allgegenwärtig. Oft im Gesicht – bei Frauen unter dem Mund am Kinn und bei Männern manchmal sehr intensiv über den ganzen Kopf.
Wir haben die geführte Tour durch die drei Schulen gemacht: Das New Zealand Māori Arts and Crafts Institute beherbergt die nationalen Māori-Schulen für Stein- und Knochen-Schnitzerei, Holzschnitzerei sowie Flachs-Weben. Man kann Schülern und Lehrern bei der Arbeit zusehen – echte Traditionen werden hier weitergegeben und für kommende Generationen lebendig gehalten.
Im Kiwi Conservation Centre kann man die scheuen Kiwi-Vögel aus nächster Nähe sehen. Sie sind nachtaktiv und super selten in der Natur anzutreffen. Im Ausstellungshaus hat man für drei Tiere den Tag-Nacht-Rhythmus umgestellt, sodass man als Besucher tagsüber welche sehen kann – Fotos waren in dem dunklen Inneren nicht erlaubt. Es gibt hier auch ein für Besucher nicht zugängliches Zuchtprogramm zur Aufzucht und Aussetzung von Kiwis, um die Population in freier Wildbahn zu steigern und dem Aussterben entgegenzuwirken.
Die Geothermal-Landschaft auf dem gleichen Gelände war stinkig interessant. Brodelnde Schlamm-Pools und der berühmte Pōhutu Geysir – der größte aktive Geysir der Südhalbkugel. Etwa ein bis zwei Mal pro Stunde entlädt sich unterirdischer Wasserdruck in die Höhe. Manchmal konzentrierter und höher, manchmal flacher, dafür breiter.
Dann sahen wir die kulturelle Performance: Traditionelle Begrüßung (pōhiri) zwischen zwei Stämmen vor dem typischen Haupthaus. Darauf folgte die formale Einladung ins Innere mit Gesang, Tänzen, Poi-Spiel und natürlich dem Haka. Der Haka ist der intensive Kriegstanz mit den berühmten Grimassen, weit aufgerissenen Augen und der herausgestreckten Zunge. Er ist eine Demonstration der eigenen Stärke und Einschüchterung der Gegner mit der Botschaft „Ich werde dich besiegen und danach essen“.
Im Paket haben wir uns das traditionelle Buffet dazu gebucht. Im Hāngī (Erdofen) werden Fleisch und Gemüse stundenlang gegart – saftig, rauchig, üppig und sehr lecker.Læs mere




























Rejsende
Ein „Oger-Pool“ 😉
LKuppersHaha, ja wirklich 😂