• Roadtrip nach Cairns mit Axel

    Jan 25–28 in Australia ⋅ ☀️ 36 °C

    Das nächste Land mag für viele oben auf der Wunschliste stehen, und mit Sicherheit wäre ich auch eines Tages hierhergekommen, aber auf der Weltreise wollte ich mich eher auf günstigere Länder konzentrieren. Aber ich habe nunmal meine Freunde eingeladen, mich unterwegs zu besuchen, wo sie möchten. Zuerst hat das keinen interessiert, vielleicht weil es zu spontan in 2025 war, aber im Jahr 2026 kommen jetzt einer nach dem anderen und ich finde es toll!

    Australien mit Axel. Was ich mir darunter vorstellen soll, weiß ich noch gar nicht so richtig, auch weil mich Neuseeland noch immer in Bann hält und ich noch nicht an das nächste Land denken konnte. Australien selbst ist ja ziemlich berüchtigt und weit weg, doch Neuseeland nicht fern, ebenfalls modern und in mancher Hinsicht etwas ähnlich. Mit Axel zu zweit reisen? Das habe ich noch nie gemacht, aber wenn man sich unter guten Freunden etwas vornimmt, warum sollte es auch nicht gut werden?

    Weil ich eine Nacht vor Axel in Sydney ankam, verbrachte ich den Abend bei dem Cousin eines Freundes aus der Heimat – immer praktisch, wenn man Leute kennt.

    Am nächsten Morgen traf ich Axel am Flughafen, wo wir unseren netten kleinen Suzuki Swift Hybrid abholten. Mehrere tausend Kilometer Roadtrip erwarten uns in den kommenden drei Wochen – und die sollen richtig gut werden!

    Axel wollte nach den über 24 Stunden im Flieger unbedingt eine Runde Sport machen - in einem Studio der berühmten Kette GOLD’S GYM, ich war dabei! Anschließend kurz zum ALDI in vertrauter Umgebung einkaufen und erst mal ein paar Stunden in den Norden fahren.

    Am Strand bei Anna Bay genossen wir zum ersten Mal in diesem gemeinsamen Urlaub das noch erfrischend kühle, salzige Wasser und spazierten durch die dahinterliegende Dünenlandschaft.

    Die erste Nacht mit dem Auto fuhren wir durch, denn wir wollten so zügig wie möglich bis ans nördliche Ende unseres Roadtrips gelangen, um von dort aus langsam zurück nach Sydney zu fahren. Axel, der zuvor noch nie im Linksverkehr unterwegs war, stellte sich ziemlich gut darauf ein. Na klar, jeder landet mal kurz beim Abbiegen oder im Kreisverkehr auf der falschen Seite, ganz normal. Etwas länger dauert es, bis man auch wirklich den Blinker aktiviert, wenn man das will und nicht den Scheibenwischer. Als Beifahrer ist das besonders lustig anzusehen.

    Als es dunkel wurde, schlief ich etwas, um übernehmen zu können, doch nach einem Kaffee um zwei Uhr morgens war Axel weiter hochmotiviert und fuhr letztendlich die ganze Nacht durch. Wir unterhielten uns den Rest der Fahrt sehr viel und sehr gut, denn es gab vieles aufzuholen.

    Am Morgen des zweiten Tages kamen wir kurz nach Sonnenaufgang an einem Strand nahe der Sunshine Coast an. Unter einem Baum schliefen wir ein paar Stunden im Sand. Dann ging es noch zu einem anderen Strand und abends in ein Hostel in Hervey Bay. Hier sahen wir bei unserer Ankunft einen Fledermausschwarm... wow, wahrscheinlich habe ich in meinem ganzen Leben nicht so viele Fledermäuse gesehen, wie in diesen paar Minuten. Viele hundert, wenn nicht tausende Tiere müssen es gewesen sein, von denen die meisten wirklich große Exemplare waren und auch, wenn sie weit oben waren, konnte man die typische Siluette gut erkennen.

    Dass die Australier den Tag mit der Sonne früh beginnen und auch früh beenden, ist uns schon aufgefallen, doch heute war Australia Day. Trotzdem klappte man in diesem Örtchen die Bürgersteige um Punkt acht Uhr abends hoch. Keine Bar, kein Restaurant mehr – alles hatte geschlossen. Auf den allerletzten Drücker machte man uns in einer Fish’n’Chips-Bude noch eine Portion, dann gingen wir früh ins Bett.

    Am nächsten Tag weiter in den Norden. Ein paar Stunden am Rainbow Beach mit unserer neuen Plane im Schatten genossen wir, dann ging es in die dritte Nacht mit dem Auto, welche wir auch durch fuhren. Um etwa zwei Uhr übernahm ich, Axel hatte schon verunglückte Kängurus oder vermutlich Wallabies, die sind kleiner, am Straßenrand liegen sehen und warnte mich. Dann sah ich mein erstes wildes Wallaby – leider nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, denn das Tier wäre mir fast vors Auto gehopst. Ein ordentlicher schreck und zum Glück ist das noch mal gut gegangen.

    Die ersten drei Tage hatten es schon ordentlich in sich. Es waren letztendlich 2700 km, die wir direkt bis nach Cairns am Morgen des vierten Tages schafften. Nun soll der ruhige Teil des Urlaubs beginnen... oder auch nicht?
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