Kängurus im Outback
4 febbraio, Australia ⋅ ☁️ 31 °C
Das Outback ist das große abgelegene Inland von Australien. Größtenteils Wüste, Halbwüste und Savanne. Abseits der Städte bedeckt es etwa 70 % des Landes. Axel und ich wollten wenigstens ein bisschen davon sehen, denn eine Fahrt bis zum Ayers Rock oder gar bis zur Westküste wäre einfach zu viel für unsere Zeit hier gewesen. Im Thriftstore bei Hervey Bay etwa eine Woche zuvor hatten wir eine tolle Unterhaltung mit einer ausgewanderten Deutschen, die uns Emerald als kleinen Ausflug in das Inland nahe der Ostküste empfahl – als Mini-Outback-Erfahrung.
Hier gibt es den Fairbairn-Staudamm und den dazugehörigen Lake Maraboon. Wir hatten vor, hier die Nacht im Auto zu verbringen und am nächsten Morgen wieder an die Küste und weiter in Richtung Brisbane zu fahren.
Die Fahrt über den Tag war recht lang, aber Landschaftkich genau war wir erwartet hatten, als der Dschungel langsam der Steppe wich. Einmal in Emerald angekommen, füllten wir den Tank und unsere Vorräte wieder auf, dann ging es zum Staudamm. Hier wurden wir mit der Sichtung mehrerer grauer Riesenkängurus belohnt - ein absolute Highlight der gesamten Australien-Reise.
Von der Straße auf dem Damm aus hatten wir eine gute Sicht in die Ebene dahinter, wo sich etwa 15 Tiere aufhielten. Es ist immer richtig toll, egal welche Tiere in freier Wildbahn zu finden – und Kängurus wirken einfach nur anders komisch, wenn man sie beobachtet. Sie sind wie eine seltsame Mischung aus Reh, Hund und Hase: friedlich grasend mit einer lang gezogenen Schnauze und einem Gesicht auf dem man alle Emotionen ablesen kann. Dazu kommen die sich ständig drehenden Ohren, das schreckhafte Verhalten und vor allem diese absolut putzige Art, sich fortzubewegen. Aus der Ferne haben wir eine ganze Weile zugeschaut, wie sie teils grasend da standen oder hockten und sich kurze Strecken hüpfend fortbewegten. Das war viel besser, als wenn sie einem in der Dämmerung oder Nacht plötzlich vor das Auto springen und man Angst um die eigene Gesundheit, die der Tiere oder die Stoßstange des mitlerweile lieb gewonnen Susuki Swift haben muss.
Mit der Drohne bin ich recht nahe dran geflogen, ohne die Tiere aufzuscheuchen, auch wenn sie sich teils verwirrt umgeschaut haben, um zu sehen, woher die komischen Geräusche kommen.
Bis zum Sonnenuntergang waren wir dann am Picknickplatz des Maraboon Lake. In der Nacht wollten wir Sterne gucken, doch es war bewölkt und die Mücken machten das Entspannen außerhalb des Autos unmöglich. Im Auto war es einfach zu warm und so entschieden wir uns, die Nacht mal wieder durchzufahren – so würden wir am nächsten Tag auch mehr Zeit am Strand verbringen können.Leggi altro

















